Vom Hauseingang aus direkt auf die Eins: Kreuzberger Rapper erobert die Charts

Er gilt im Streaming-Zeitalter als absolute Ausnahme: Obwohl er sich den üblichen Regeln des Musikgeschäfts weitgehend entzieht, wurde Pashanim zum Superstar. Statt monatelanger Promo, Fernsehauftritten und stä...

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Vom Hauseingang aus direkt auf die Eins: Kreuzberger Rapper erobert die Charts

Er gilt im Streaming-Zeitalter als absolute Ausnahme: Obwohl er sich den üblichen Regeln des Musikgeschäfts weitgehend entzieht, wurde Pashanim zum Superstar. Statt monatelanger Promo, Fernsehauftritten und ständiger Präsenz in den sozialen Medien setzte der Kreuzberger Rapper von Anfang an gewissermaßen auf Überraschungsmomente. Neue Songs erschienen häufig ohne große Ankündigung – und wurden trotzdem innerhalb weniger Stunden millionenfach gestreamt.

Auch mit seinem neuen Album „Lounge Musik“ bleibt er dieser Linie treu. Mal wieder machte Pashanim im Vorfeld kaum Wirbel um sein neues Release. Der Erfolg scheint ihm erneut recht zu geben.

Der zweite Nummer-eins-Erfolg für Pashanim

Am Freitag (31. Juli) schob sich Pashanims neues Album vorbei an den Amigos an die Spitze der Offiziellen Deutschen Album-Charts. Auf den letzten Metern verdrängte es „Cleopatra“ von Bernd und Karl-Heinz Ulrich. Das teilte GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie mit.

Für den Kreuzberger Rapper ist es bereits der zweite Nummer-eins-Erfolg. Nach seinem Debütalbum „2000“ führt nun auch seine zweite Studioplatte die Liste an – und das nur wenige Tage nach der Veröffentlichung.

Seinen Durchbruch verdankte Pashanim vor allem dem Song „Airwaves“, der sich unter jüngeren Deutschrap-Fans schnell großer Beliebtheit erfreute. Es folgten Titel wie „Hauseingang“, dessen titelgebender Ort unweit des Mehringdamms zeitweise zur Pilgerstätte für Fans wurde.

Die Berliner Zeitung war vergangenes Jahr vor Ort, um sich sowohl mit den Anhängern als auch mit Anwohnern zu unterhalten, die sich durch das Gedränge, die Verschmutzung und den Lärm gestört fühlten.

Doch zurück zu den Charts: Aktuell dominiert ohnehin Hip-Hop das Feld. Der aus Bietigheim-Bissingen stammende Rapper Rin landet mit „Nostalgia“ auf Platz drei, der ebenfalls aus Berlin kommende Apsilon erreicht mit „Glanz Null“ den vierten Rang. Charli XCX steigt mit „Music, Fashion, Film“ auf Platz sechs ein. Die Rockband dArtagnan platziert „Helden x Hymnen“ auf dem achten Platz. Neu in den Top 20 sind The Strokes (Platz elf) und Shania Twain (Platz 19).

In den Single-Charts hält „Dai Dai“ von Shakira und Burna Boy die Spitze – zum fünften Mal in Folge. Doch auch dort ist Pashanim omnipräsent: Gleich acht seiner Songs stehen gleichzeitig in der Liste, darunter „Berlin Calling“ auf Platz elf und „Boss Green“ auf Platz 35.

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