Volksbühne bringt Protest-Banner vor Pop-up-Freibad an
KI-Stimme. InfoVor dem Freibad an der Volksbühne wurde ein Protest-Banner angebracht. In großen Buchstaben ist dort eine unmissverständliche Botschaft zu lesen: „Fickt euch!“ Das richtet sich wohl an all jene, ...
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KI-Stimme. Info
Vor dem Freibad an der Volksbühne wurde ein Protest-Banner angebracht. In großen Buchstaben ist dort eine unmissverständliche Botschaft zu lesen: „Fickt euch!“ Das richtet sich wohl an all jene, die verhindert haben, dass zeitweise nur Schwarze Menschen heute in dem Freibad schwimmen können. Auch wenn Volksbühnen-Intendant Matthias Lilienthal das zunächst nicht bestätigen wollte. „Das wollen wir unkommentiert so stehen lassen“, sagte er dem „Tagesspiegel“ zu der Aktion.
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Hintergrund: Nach teils rassistischen Diskussionen und Drohungen hatten die Berliner Volksbühne und der Verein „Each One Teach One“ (EOTO) eine für heute geplante Veranstaltung abgesagt. Bei dieser hätte das Schwimmbad für ein paar Stunden exklusiv für Menschen der Schwarzen Community zur Verfügung gestanden. Man könne eine sichere An- und Abreise der angemeldeten Besucher ebenso wenig garantieren wie einen entspannten Feriennachmittag, hieß es zu der Absage.
Berliner Senatorin: Drohungen völlig inakzeptabel
Gegen die Anmietung durch EOTO hatte es Kritik aus konservativen bis rechtsextremen Kreisen gegeben. AfD-Chefin Alice Weidel sprach von „Apartheid“, bezog sich also auf das frühere politische System in Südafrika. Das rechtspopulistische Portal „Nius“ des ehemaligen Bild-Chefs Julian Reichelt schrieb von einem „Schwimmverbot für Weiße“. Bei dem Verein gingen daraufhin Drohungen ein.
Jetzt hat das Theater beschlossen, das Bad am Freitag komplett dichtzumachen. Am Samstag solle das Bad wie vorgesehen ab 12.00 Uhr geöffnet sein, sagte Intendant Matthias Lilienthal.
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Cansel Kiziltepe, Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, sagte der Berliner Morgenpost: „Dass es dabei zeitlich begrenzte Angebote für Menschen gibt, die Rassismus und strukturelle Benachteiligung erfahren, ist keine Diskriminierung. Genau solche Maßnahmen sind vom Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz ausdrücklich gedeckt.“ EOTO leiste seit Jahren wichtige Arbeit für die Schwarze Community in Berlin. Dass der Verein und insbesondere Kinder und Jugendliche nun durch eine aufgeheizte Kampagne mit Anfeindungen und Drohungen konfrontiert werden, sei völlig inakzeptabel.
mit dpa