Vier Bewerber für ein Amt: Mediengruppe Kreiszeitung lädt zu Talk mit Stuhrs Bürgermeisterkandidaten ein
StartseiteLokalesLandkreis DiepholzStuhrStand: 25.07.2026, 11:30 UhrKommentareUns auf Google folgenAm 13. September entscheiden die Stuhrer an der Wahlurne, wer für die kommenden acht Jahre Bürgermeister der Ge...
- 3 min read
Stand: 25.07.2026, 11:30 Uhr
Kommentare

Vier Kandidaten, ein Ziel: das Bürgermeisteramt in Stuhr. Beim MK-Talk am 17. August stellen sich Peer Beyersdorff, Ralf Kaptein, Robert Stüssel und Tom Müller den Fragen der Redaktion – und 120 Leser können live dabei sein.
Stuhr – Wer wird Bürgermeister der Gemeinde Stuhr? Mit welchem Verwaltungschef werden es die Bewohner in den kommenden acht Jahren zu tun haben? Die Entscheidung fällt im Zuge der Kommunalwahlen am Sonntag, 13. September. Vielleicht aber auch erst zwei Wochen später, sollte eine Stichwahl notwendig sein. Ins Rennen gehen die parteilosen Kandidaten Peer Beyersdorff, Ralf Kaptein und Tom Müller sowie der Christdemokrat Robert Stüssel. Alle vier setzen sich für ein modernes Stuhr ein – aber wie?
Die Mediengruppe Kreiszeitung (MK) ermöglicht ihren Lesern, die Bewerber näher kennenzulernen, und lädt 120 von ihnen für Montag, 17. August, zu einem MK-Talk ins Hotel Restaurant Kreuz Meyer an der Hauptstraße 2 in Seckenhausen ein. Ab 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr) werden die Redakteure Lars Warneke und Andreas Hapke den Kandidaten auf den Zahn fühlen. Wer dabei sein möchte, kann für insgesamt vier Personen Plätze reservieren. Dafür genügt eine E-Mail an [email protected]. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Aus dem Verwaltungsvorstand der Gemeinde Stuhr geht Peer Beyersdorff ins Rennen. Der 59-jährige Gemeinderat ist Wirtschaftsförderer und verantwortet als Kämmerer auch die Finanzen der Kommune. Seit September 2024 arbeitet er im Rathaus, hatte zuvor als Diplom-Ökonom unter anderem das erste Breitbandzentrum Niedersachsen und Bremens aufgebaut. Ein starkes Stuhr ist für ihn mit bezahlbarem Wohnen, guter Infrastruktur, einer gesunden Wirtschaft und Lebensqualität für alle Generationen verbunden. Die digitale und bürgernahe Verwaltung hat er ebenfalls im Auge. Beyersdorff ist parteiloser Bewerber, unterstützt von der SPD, den Grünen, der FDP und dem Verein Besser.

Ralf Kaptein, Jahrgang 1970, hatte im Februar als Vorsitzender des Bürgerforums Stuhr die politische Bühne betreten und seinen Hut mit Unterstützung des Vereins in den Ring geworfen. Kürzlich trennten sich die Wege und Kaptein entschied sich, seinen Weg unabhängig fortzusetzen. Im Mittelpunkt seiner politischen Ziele stehen nach eigener Auskunft die wirtschaftliche Entwicklung, Bildung, Landwirtschaft, Mobilität und der gesellschaftliche Zusammenhalt. Er setzt sich für die Ansiedlung innovativer Unternehmen und neuer Arbeitsplätze ein. Seit drei Jahrzehnten arbeitet Kaptein als Schifffahrtskaufmann und Betriebswirt in der maritimen Logistik.

Als Keimzelle des gesellschaftlichen Zusammenseins hat Robert Stüssel nach eigener Auskunft die Kommunalpolitik für sich entdeckt. Die Menschen kennen ihn unter anderem als langjährigen Schiedsmann und zweiten Vorsitzenden des Bürgerhauses Fahrenhorst. Zu seinen Zielen gehören die Umsetzung langjähriger Projekte wie das Hallenbad und die beiden Ortskernentwicklungen in Brinkum und Alt-Stuhr, ein tragfähiges Konzept für die Verkehrsinfrastruktur und die Angleichung der Lebensverhältnisse in der Gemeinde. Alle Ortsteile müssten bedarfsgerecht entwickelt werden. Der 58-jährige selbstständige Unternehmer bringt mehr als drei Jahrzehnte Führungs- und Managementerfahrung aus der internationalen Wirtschaft mit.

Als mit Abstand jüngster Bewerber fordert Tom Müller die Konkurrenz um das Bürgermeisteramt heraus. „Nicht lang schnacken, sondern machen!“, lautet die forsche Ansage des 23-Jährigen. Transparente und unabhängige Entscheidungen jenseits der Parteipolitik gibt er als Ziel aus, ebenso die Sicherung des Wirtschaftsstandorts Stuhr und der damit verbundenen Arbeitsplätze. Digitale Prozesse möchte er nutzen, um Behördengänge und Verwaltung unkomplizierter zu gestalten. Das Rathaus sieht er zukunftssicheren Dienstleister. In die Waagschale wirft Müller nach eigener Auskunft seine Erfahrung als Vertriebsingenieur in der Luft- und Raumfahrtindustrie sowie als Selbstständiger, der eine eigene Medienagentur unterhält.