Was ist zu tun bei einer Panne im Autobahntunnel?

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Was ist zu tun bei einer Panne im Autobahntunnel?

Verkehrssicherheit Was tun bei einer Panne im Autobahntunnel?

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Ein Mann ist am Montag im Kerenzerbergtunnel auf der A3 in Richtung Chur bei einem Unfall gestorben. Er war dabei, sein stehengebliebenes Auto in eine Pannenbucht zu schieben. Dabei wurde er von einem Lastwagen erfasst, wie die Kantonspolizei Glarus mitteilte. Was ist bei einer solchen Panne zu tun? Wir haben Vanessa Flack vom TCS gefragt.

Nahaufnahme eines roten Warndreiecks auf der Strasse mit einem stehenden Auto im Hintergrund.
Legende:

Die oberste Maxime: Als von einer Panne Betroffener oder als jemand, der helfen will, sollte sich auf der Autobahn niemand unnötig in Gefahr bringen.

Keystone/ HANS KLAUS TECHT

Der TCS unterscheidet, ob ein Unfall oder eine Panne in einem Tunnel oder auf der Autobahn geschehen ist, wie Mediensprecherin Vanessa Flack erklärt.

Im Tunnel, aber auch auf der Autobahn müssen zunächst die Warnblinker eingeschaltet werden. Wenn das Fahrzeug noch fährt, dann sollte es im Tunnel so rasch wie möglich an einem Abstellplatz für Pannenfahrzeuge – also in einer Nische im Tunnel, auf dem Pannenstreifen oder so nah wie möglich am rechten Fahrbahnrand – abgestellt werden, empfiehlt der Touringclub. Danach sollte der Motor ausgeschaltet werden.

Warnwesten noch im Auto anziehen

Die Warnweste sollte noch im Wagen angezogen werden. Darum sollte diese auch griffbereit im Wageninnern und nicht im Kofferraum sein, betont Flack weiter. Der TCS empfiehlt auch, Warnwesten für alle Fahrzeuginsassen bereitzuhalten.

Wenn man helfen will: Nie sich unnötig in Gefahr bringen

Box aufklappen Box zuklappen

Und wie ist das Verhalten beim Heranfahren an eine Panne oder einen Unfall? Hier sollten die gleichen Massnahmen ergriffen werden. Beim Willen, zu helfen, sollte man sich nie unnötig in Gefahr begeben. «Also nie überstürzt das Auto verlassen, sondern zuerst die Situation einschätzen und lieber die Rettungskräfte alarmieren», erklärt Vanessa Flack.

Mitfahrende sollten sich im Tunnel so rasch wie möglich in einer SOS-Nische oder hinter der Tür eines Notausgangs in Sicherheit bringen. Vanessa Flack empfiehlt dann, die Rettungskräfte zu alarmarien. Dies sollte über eine der SOS-Notrufsäulen und nicht via Handy gemacht werden. So wird gleichzeitig der Standort der Panne übermittelt.

Und zu guter Letzt: «Sicherheit hat Vorrang vor dem Aufstellen des Warndreiecks», betont die Mediensprecherin des TCS.

Auf Autobahnen: direkt hinter die Leitplanke

Bei Unfällen oder Pannen auf der Autobahn erinnert der TCS daran, dass man sich zum eigenen Schutz unbedingt hinter die Leitplanken begeben muss und dort auf die Einsatzkräfte warten soll. Auf der Autobahn sollte, falls möglich, in einem Abstand von 100 Metern das Pannendreieck aufgestellt werden.

Der Hergang des Verkehrsunfalls im Kerenzerbergtunnel wird von der Kantonspolizei Glarus in Zusammenarbeit mit der Staats- und Jugendanwaltschaft untersucht. Beim 29-jährigen Lastwagenlenker ordnete die Polizei eine Blut- und Urinprobe an und nahm ihm den Führerausweis ab.

SRF 4 News, 10.08.2026, 12:30 Uhr ;  SRF/sda/horm; spic