Verhandlungen um die Straße von Hormus: Iran stellt neue Forderungen an die USA
Laut Iran und Oman sei eine Einigung über die Wiedereröffnung der Meerenge nahe. Nun stellt Teheran Bedingungen, die für die USA inakzeptabel sein dürften. Schiffe in der Straße von Hormus vor der i...
- 3 min read
Laut Iran und Oman sei eine Einigung über die Wiedereröffnung der Meerenge nahe. Nun stellt Teheran Bedingungen, die für die USA inakzeptabel sein dürften.
Foto: Amirhosein Khorgooi/ISNA/AP/dpa
dpa | Iran stellt neue Forderungen an die USA für eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Die Vereinigten Staaten dürften die Islamische Republik nie wieder bedrohen, hieß es in einer von iranischen Staatsmedien veröffentlichten Erklärung des Nationalen Sicherheitsrats. Zudem müssten sie den Krieg gegen den Iran und dessen Verbündete in der Region endgültig beenden. Der Nationale Sicherheitsrat ist das höchste Entscheidungsgremium im Land, wird von Präsident Massud Peseschkian geleitet und steht unter der Aufsicht des obersten Führers Modschtaba Chamenei.
Als weitere Bedingung nannte der Rat, die USA müssten die Seeblockade iranischer Häfen aufheben und ihre Streitkräfte aus dem Gebiet abziehen, wie der regierungstreue Sender Press TV aus der Erklärung zitierte. Außerdem müssten sie den Iran für Kriegsschäden vollständig entschädigen, Sanktionen aufheben und eingefrorene Vermögenswerte „bedingungslos“ freigeben. Von diesen Forderungen werde der Rat nicht abweichen, hieß es weiter. Die USA müssten ihr Verhalten tatsächlich ändern.
Diesmal geht es nur um die Straße von Hormus
Vonseiten der US-Regierung gab es zunächst keine direkte Reaktion. Die Forderungen hatte der Iran bereits früher genannt – als Bedingung für ein dauerhaftes Abkommen mit den USA, in dem es auch noch um das Atomprogramm des Irans ging. Nun werden sie zur Bedingung für ein Abkommen gemacht, das lediglich auf die Wiedereröffnung der Straße von Hormus abzielen soll.
Zuletzt hatten sowohl der Iran als auch die USA von einer absehbaren Einigung für die Wiederaufnahme des freien Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus gesprochen. Der Iran verhandelt dabei nach eigenen Angaben direkt mit dem anderen – auf der gegenüberliegenden Seite des Persischen Golfs liegenden – Anrainerstaat Oman darüber, wie Schiffspassagen in der blockierten Meerenge geregelt werden sollen. Beide Staaten hatten erklärt, eine Einigung sei nahe.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion.
Jetzt unterstützen
+++ Nachrichten im Ukraine-Krieg +++
US-Senat stimmt für neue Sanktionen gegen Russland
Eine US-Parlamentskammer ringt sich zu potenziell folgenschweren Sanktionen gegen Russland durch. Kurz nach dem Votum gibt es neue Luftangriffe auf die Ukraine.
Mekka-Verteidigungspakt unterzeichnet
Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan schließen Militärpakt
Die drei Länder schmieden ein Verteidigungsbündnis, um sich bei Angriffen gegenseitig beizustehen. Die Huthi hatten zuletzt wieder Saudi-Arabien attackiert.
Militärische Eskalation im Jemen
Die Rückkehr des Bürgerkriegs
Im Jemen flammt der militärische Konflikt erneut auf. Während Saudi-Arabien noch versucht, ihn einzudämmen, eskalieren die Huthis weiter.
Von Najm Aldain Qasem
taz FUTURZWEI im Abo entdecken
Endlich mal ein Magazin für Zukunft
taz FUTURZWEI ist unser Magazin für eine bessere Zukunft. Das Abo bietet jährlich vier Ausgaben für nur 38 Euro. Zudem erhalten Sie eine Ausgabe von Luisa Neubauers neuestem Buch „Was wäre, wenn wir mutig sind?“ (solange Vorrat reicht).
- Jedes Quartal neu in Ihrem Briefkasten
- Nur 38 Euro im Jahr
- Als Prämie Luisa Neubauers „Was wäre, wenn wir mutig sind?“
- Herausgegeben von Harald Welzer
Jetzt abonnieren