Verdener Luftfahrt-Verein eröffnet Hangar 6 – im Budget geblieben

Der Verdener Luftfahrt-Verein hat seinen sechsten Flugzeughangar feierlich eingeweiht. Gebaut wurde nachhaltig mit Holz, Wärmepumpe und Regenwasser-Teich – auf dem Dach fehlt noch die Photovoltaikanlage.

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Verdener Luftfahrt-Verein eröffnet Hangar 6 – im Budget geblieben

Stand: 06.08.2026, 19:07 Uhr

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Vier Männer durchschneiden ein blaues band vor einem Flugzeughangar

Zur feierlichen Eröffnung des neuen Hangar 6 (v.l.): der Ortsbürgermeister von Scharnhorst Gerard-Otto Dyck, Landrat Peter Bohlmann, der erste Vorsitzende des Verdener Luftfahrt-Vereins, Heinrich Kracke, und der Bürgermeister der Stadt Verden, Lutz Brockmann. © Pauline Vockenroth

Der Verdener Luftfahrt-Verein hat seinen sechsten Flugzeughangar feierlich eingeweiht. Gebaut wurde nachhaltig mit Holz, Wärmepumpe und Regenwasser-Teich – auf dem Dach fehlt noch die Photovoltaikanlage.

Verden-Scharnhorst – Auf weißen Gartenmöbelgarnituren und Bierbänken versammelte sich die Spitze der Verdener Politik-, Wirtschafts- und Sportszene. Landrats- und Bürgermeisterkandidaten saßen gemeinsam neben Vertretern des Landes- und Kreissportbundes. Zwei glänzende, weiße Segelflugzeuge bildeten die Kulisse. „Im Nachhinein muss man sagen: ein turbulentes Jahr“, verkündete Heinrich Kracke, erster Vorsitzender des Verdener Luftfahrt-Vereins, zur feierlichen Eröffnung des neuen Flugzeughangars mit der Nummer Sechs. Viele schwierige, aber auch spannende Jahre liegen zurück, in denen der Verein zahlreiche Modernisierungen und Erweiterungen umgesetzt hat. Die neue Halle ist nur ein Teil der umfassenden Maßnahmen.

Der Bau der neuen Flugzeughalle ist zukunftsorientiert. „Wir haben versucht, so nachhaltig wie möglich zu bauen. Das war auch nicht immer so einfach“, sagte Kracke. Möglichst viel der Konstruktion wurde etwa aus Holz gebaut und es wurde ein Teich angelegt, in dem das Regenwasser versickern soll. Wo zu Beginn der Planung noch eine Gasheizung hin sollte, steht nun eine Wärmepumpe, um im Winter die Halle einzuheizen. „Wir haben das mal im auslaufenden Winter, als die Heizung lief und dicht war, getestet, und es scheint zu funktionieren“, so der erste Vorsitzende. Das Konzept ist damit noch nicht vollkommen abgeschlossen. Auf das extra dafür statisch abgesicherte Hallendach soll noch eine Photovoltaikanlage kommen. Wann es allerdings so weit sein wird, sei noch unklar. Derzeit befinde sich der Verein noch auf der Suche nach einem Partner, da es „hier im Außenbereich nicht so einfach ist, den Strom einzuspeisen“.

„Es war schwierig, den Etat einzuhalten, aber ich kann nach Abschluss unserer Baugeschichte sagen: Es ist gelungen“, erläuterte Kracke – ein „ganz, ganz wichtiges Signal, dass das nicht selbstverständlich ist“, wie er selbst einordnete. Dass das Vorhaben so umgesetzt werden konnte, verdankt der Verein auch seinen ehrenamtlichen Mitgliedern. „Das, was hier zustande gekommen ist, das funktioniert nur durch Gemeinschaft.“ Sie haben sich beispielsweise um den Einbau der Elektrik gekümmert und die biologischen Außenanlagen gestaltet und „schön hergerichtet“.

Drei Männer in einer Hall mit Segeflugzeugen

Heinrich Kracke (v.l.) bekommt von den beiden stellvertretenden Vorsitzenden Santos Blume und Niklas Westermann den symbolischen Bauhelm für den Hangar 6 überreicht. © Pauline Vockenroth

Auf dem einzigen zugelassenen Verkehrsflugplatz des Landkreises Verden in Scharnhorst wird bereits seit einigen Jahren eine Modernisierungsstrategie gefahren, um den Standort auch in Zukunft zu sichern. So sind etwa allmählich die Motorflugzeuge der ersten Generation durch leisere, sparsamere und vor allem sicherere Modelle ersetzt worden. Sehr zum Wohlwollen der Anwohner, wie Kracke erzählte. „Das sind alles wahnsinnig wichtige Maßnahmen, die wir hier vorhaben.“ Und der Blick für die Flugzeugflotte geht noch weiter in die Zukunft: „Aktuell läuft die Akquise für neue Hochleistungs-Elektroflugzeuge.“

Alle bisher abgeschlossenen Projekte und noch anstehenden Vorhaben wären nicht ohne die Unterstützung aus zahlreichen Quellen möglich gewesen, so der Vorsitzende. Sein Dank ging unter anderem an den Landrat Peter Bohlmann, den Bürgermeister der Stadt Verden, Lutz Brockmann, den Bürgermeister von Scharnhorst, Gerard-Otto Dyck, den Landes- und Kreissportbund, die Arbeitsgemeinschaft Verdener Sportvereine sowie zahlreiche Firmen. „Besonderen Dank an die Nachbarn, die Eigentümer der Nachbargrundstücke, die uns den Bau hier ermöglicht haben, indem sie uns stückweise ihre Flächen zur Verfügung gestellt haben“, sowie an die zahlreichen Vereinsmitglieder und den Architekten, zog Kracke Resümee. Er selbst bekam von den beiden stellvertretenden Vorsitzenden Santos Blume und Niklas Westermann einen Präsentkorb überreicht. Darin ein symbolischer Bauhelm mit der Nummer Sechs und „mit deinen Lieblingszigaretten, denn das ist das, was du am meisten brauchst“.

„Wir befinden uns auf einem sehr guten Kurs“, lautete das Abschlussplädoyer des Vorsitzenden. Was konkret als Nächstes ansteht, kann erst nach den kommenden Kommunalwahlen angegangen werden, denn der Verdener Luftfahrt-Verein strebt eine Verlängerung der Start- und Landebahn an.