Unwetter beschädigt Flugzeuge in Niedersachsen – Maschine bereits seit Wochen am Boden
StartseiteLokalesNiedersachsenStand: 04.08.2026, 18:25 UhrKommentareUns auf Google folgenMaschinen der Tuifly waren von dem Gewitter betroffen, das sich Mitte Juli in Hannover ereignete. © Hauke-Christian Dittr...
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Stand: 04.08.2026, 18:25 Uhr
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Ein Gewitter hat für Schäden an mehreren Flugzeugen in Hannover gesorgt. Drei Maschinen mussten am Boden bleiben. Was dahintersteckt.
Die Hitze hat Niedersachsen fest im Griff. Seit Wochen reiht sich eine Hitzewelle an die nächste. Immer wieder kam es dabei auch zu Gewittern. Wie nun bekannt wurde, hatten die Unwetter auch Folgen für den Luftverkehr. Durch ein Gewitter Mitte Juli wurden am Flughafen Hannover gleich drei Flugzeuge beschädigt. Darunter sollen laut Recherchen des Branchenportals Aerotelegraph auch zwei Maschinen der Fluggesellschaft Tuifly sein. Eine der Maschinen steht bis heute noch am Boden.
Das besagte Unwetter brach laut dem Institut für Meteorologie und Klimatologie der Leibniz Universität Hannover am 13. Juli gegen 21 Uhr los. Binnen kurzer Zeit verwandelte sich dabei der Vorplatz des Flughafens Hannover in eine weiße und fast schon winterähnliche Landschaft. Fotos der Nachrichtenagentur NonstopNews dokumentierten die gefallenen Hagelmassen.
Unwetter fegt über den Flughafen Hannover hinweg – Sprecherin bestätigt Schäden an Flugzeugen
Auch auf dem Vorfeld trieb das Unwetter sein Unwesen. „Bei den Unwettern am 13. Juli wurden insgesamt drei Luftfahrzeuge von verschiedenen Betreibern beschädigt. Die Schäden fielen dabei unterschiedlich schwer aus“, teilte eine Sprecherin des Flughafens gegenüber Aerotelegraph mit. Recherchen des Branchenportals zufolge handelte es sich bei den beschädigten Flugzeugen um den Boeing-737-Frachter mit der Kennung EI-AZC von ASL Airlines (fliegt für Amazon Prime Air) und die beiden Tuifly-Flieger mit den Kennungen D-ATUA und D-ABKN. Beide Ferienflieger gehören zum Typ Boeing 737-800.
Flugzeuge am Flughafen Hannover beschädigt – eine Boeing steht immer noch am Boden
Nach dem Gewitter standen alle drei Flugzeuge zunächst in Hannover am Boden. Das belegen Aufzeichnungen vom Flugtrackinganbieter Flightradar24. Die Frachtmaschine von ASL Airlines hob demzufolge am 25. Juli wieder ab und flog von Hannover nach Sofia in Bulgarien. Die Maschine mit der Kennung D-ABKN flog am 14. Juli nach Heraklion und zurück. Das Flugzeug mit der Kennung D-ATUA hob am Abend des 13. Juli noch nach Burgos ab und kehrte in der Nacht zum 14. Juli nach Hannover zurück. Von dort aus ging es für die Boeing 737–800 der Tuifly nach Kos und nach Mallorca. Danach blieben beide Maschinen des Ferienfliegers zunächst am Boden.
Die D-ABKN mit Sonderlackierung für die Hotelkette Robinson Club stand den Aufzeichnungen zufolge bis zum 2. August in Hannover-Langenhagen. Danach ging es für den Flieger über Düsseldorf und am 3. August weiter nach Dalaman in der Türkei. Die Maschine mit der Kennung D-ATUA wird dagegen weiterhin nicht für den Flugverkehr eingesetzt. Eine Anfrage zu den Gründen und dem genauen Schadensausmaß ließ Tuifly gegenüber kreiszeitung.de zunächst unbeantwortet.
Kommt es an einem Flugzeug zu einem Unwetterschaden, so überprüfen zunächst Mechaniker die Maschine auf etwaige Schadensstellen. Dabei wird unter anderem geprüft, ob diese innerhalb der Toleranzgrenze liegen, oder nicht. Im Fall von Unsicherheiten wird der Hersteller kontaktiert. Im Fall der Tuifly ist das der amerikanische Flugzeughersteller Boeing. Die offizielle Freigabe des Flugzeugs für den Luftverkehr erfolgt durch dafür zertifiziertes Personal.
Unwetterschäden treten bei Flugzeugen immer wieder auf – mehrere Fälle bekannt
Unwetterschäden machen vor Flugzeugen genauso wenig Halt, wie vor Autos. Sind Gewitter angekündigt, versuchen Piloten, diese zu umfliegen. Das gelingt jedoch nicht immer. So geriet ein Flug von Austrian Airlines (AUA) am 9. Juni 2024 auf dem Weg von Mallorca nach Wien in einen Hagelschauer. Die Maschine landete in Schwechat mit einer zerbeulten Nase. Im Nachgang wurde auch gegen die Piloten ermittelt. Ende Juli 2026 wurde ein Flug von Eurowings auf dem Weg nach Wien kurz nach dem Start in Stuttgart vom Blitz getroffen. Die Maschine kehrte mit 106 Passagieren an Bord wieder nach Stuttgart zurück. (Quellen: Aerotelegraph, Flightradar24, Institut für Meteorologie und Klimatologie der Leibniz Universität Hannover, NonstopNews, eigene Recherche) (jr)