Umweltministerium warnt: Blaualgen-Alarm in der Saar – eine Messstelle sticht heraus
Das Umweltministerium warnt seit rund zwei Wochen vor einer erhöhten Konzentration von Blaualgen in der Saar – und spricht von einer Gefahr für Mensch und Tier. Ein Ort sticht besonders hervor. Wie hat sich die Lage in den saarländischen Gewässern entwickelt?
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Umweltministerium warnt Blaualgen-Alarm in der Saar – eine Messstelle sticht heraus
Update | Saarbrücken · Das Umweltministerium warnt seit rund zwei Wochen vor einer erhöhten Konzentration von Blaualgen in der Saar – und spricht von einer Gefahr für Mensch und Tier. Ein Ort sticht besonders hervor. Wie hat sich die Lage in den saarländischen Gewässern entwickelt?
05.08.2026 , 18:58 Uhr
In der Saar herrscht Blaualgen-Alarm: Nach einer neuen Messung kann das Umweltministerium keine Entwarnung geben.
Foto: dpa/Harald Tittel
Vor einigen Tagen sorgte die Saar rund um Saarbrücken für Aufsehen: Bürgerinnen und Bürger blieben verwundert stehen und schauten ins trübe Nass – das ungewohnt blau leuchtete: Das saarländische Umweltministerium warnte an drei Flussstellen in der Landeshauptstadt vor einem erhöhten Gesundheitsrisiko für Tiere und Menschen. Am Montag wurde neu gemessen: Wie hat sich die Lage in der Saar entwickelt?
Blaualgen und Hitze bringen Weiher in Saarbrücken fast zum Kippen
Das Umweltministerium kann weiter keine Entwarnung geben. Die Lage hat sich sogar verschlechtert: Alle Messpunkte, von Saarbrücken bis Mettlach, mit einer einzigen Ausnahme in Saarhölzbach, liegen nun im orangenen Bereich. An neun Messstellen in der Saar gilt damit die zweite und höchste Warnstufe für Badegewässer. Auch, wenn die Saar kein offizielles Badegewässer ist, orientieren sich die Warnwerte an den Empfehlungen des Bundesumweltamtes für Badegewässer, erklärt das Ministerium. Der mit Abstand höchste Wert (150 Mikrogramm pro Liter) wurde an der Schleuse Mettlach gemessen. Mit viel Abstand folgt der Messpunkt in Saarbrücken-St. Arnual an der Fußgängerbrücke, mit einem Wert von knapp 63. Die zweite Warnstufe gilt ab einer Konzentration von von 24 Mikrogramm pro Liter. In Saarhölzbach liegt die Konzentration unter 12 – und damit sogar unter der ersten Warnstufe.
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Blaualgen-Alarm im Deutsch-Französischen Garten in Saarbrücken
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Foto: Antonia Trinkaus
Blaualgen können giftige Bakterien bilden. Diese können für Mensch und Tier, besonders beim Verschlucken, gesundheitsschädlich sein. Bei Hunden, die sich normalerweise gerne in der Saar abkühlen, ist deshalb Vorsicht geboten: Der Giftstoff kann für sie sogar tödlich sein (mehr Infos hier).
Auch am Stausee Losheim gilt: Vorsicht vor teils giftigen Blaualgen.
Foto: Ruppenthal
Badeverbot? So ist die Lage am Bostalsee und Losheimer Stausee
Auch im Losheimer Stausee gilt laut Landkreis Merzig-Wadern erhöhte Aufmerksamkeit – die Blaualgen-Werte bewegten sich hier im Bereich der ersten Warnstufe. Die Kontrollen der Wasserqualität würden deshalb verstärkt.
Eine neue Messung am Dienstag macht allerdings auch vorsichtig Hoffnung: Die Werte gingen im Vergleich zum 21. Juli leicht zurück, heißt es. Ein Badeverbot müsse aktuell „noch nicht“ verhängt werden, sagt der Landkreis. Das Gesundheitsamt habe bisher lediglich „Warnungen“ ausgesprochen. Ein Sprecher des Landkreises betont, unabhängig von den Blaualgen: „Die Wasserqualität des Losheimer Stausees wurde in den Jahren 2022 bis 2025 durchgehend mit ‚ausgezeichnet‘ bewertet.“
Auch bei Saarlands größtem Badesee gibt es mittlerweile vorsichtige Entwarnung: Der Blaualgen-Wert am Bostalsee in den Strandbädern Gonnesweiler und Bosen lag bei der Messung, die allerdings schon zwei Wochen zurückliegt (21. Juli), jeweils unter drei Mikrogramm pro Liter – laut Richtlinie deutlich unter der ersten Warnstufe. Aktuellere Zahlen liegen derzeit nicht vor. Der Chlorophyll-Wert (grüner Blattfarbstoff) hingegen ist erhöht – eine natürliche Entwicklung im Sommer, die durch die aktuellen Extremwetterereignisse laut Landkreis begünstigt werde. (jos)
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