Ukraine aktuell: Russland räumt Engpässe bei Spritversorgung ein
Newsblog zum Krieg in der Ukraine Russland räumt Engpässe bei Spritversorgung einVon C. Siemer, T. Schibilla, M. Lattemann, J. Hartung, C. Cöln, N. Müller, A. Janzen, T. Wanhoff, M. Küper, M. Kloft, S. Cleven, ...
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Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Russland räumt Engpässe bei Spritversorgung ein
Von C. Siemer, T. Schibilla, M. Lattemann, J. Hartung, C. Cöln, N. Müller, A. Janzen, T. Wanhoff, M. Küper, M. Kloft, S. Cleven, D. Schafbuch
Aktualisiert am 14.08.2026 - 21:43 UhrLesedauer: 22 Min.
Der Kreml reagiert auf die neuerliche Spritkrise in Russland. Die russische Justiz geht weiter gegen die Opposition vor. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Freitag, 14. August
Russland räumt Engpässe bei Spritversorgung ein
Russland hat eingeräumt, dass die Treibstoffversorgung in einigen Regionen aufgrund zunehmender Angriffe der Ukraine auf russische Raffinerien schwierig ist. Hinsichtlich der Versorgung der Tankstellen bleibe "die Lage in mehreren Regionen angespannt", erklärte die russische Regierung am Freitag in Onlinediensten und fügte hinzu, dass zu dem Thema eine Sitzung geplant sei. Die Ölkonzerne "ergreifen die notwendigen Maßnahmen, um die Lieferungen in die am stärksten betroffenen Regionen zu erhöhen", hieß es weiter.
Der für Energie zuständige Vize-Regierungschef Alexander Nowak habe Anweisungen erteilt, die Kraftstoffpreise zu überwachen, erklärte die Regierung. Autofahrer und Unternehmen in Russland hatten in den vergangenen Monaten mit Versorgungsengpässen zu kämpfen. In fast allen Regionen musste der Treibstoffverkauf zeitweise reguliert werden, etwa indem nur eine bestimmte Menge Benzin pro Kunde erlaubt war oder das Befüllen von Kanistern verboten wurde.
Die wegen ihrer Badeorte am Schwarzen Meer bei Touristen beliebte Region Krasnodar gehört zu den am stärksten betroffenen Regionen. "Die Lage hinsichtlich der Benzinversorgung der Tankstellen hat sich verschärft", erklärte Regionalgouverneur Weniamine Kondratiew. Die Ölkonzerne hätten "erneut damit begonnen, Beschränkungen für die ausgegebenen Kraftstoffmengen zu verhängen und die Öffnungszeiten der Tankstellen zu verkürzen". Dies löse unter Einwohnern sowie Besuchern Besorgnis aus.
Russischem Kriegsgegner droht Straflager
Die russische Staatsanwaltschaft hat gegen den prominenten russischen Kriegsgegner und Oppositionellen Lew Schlosberg in einem umstrittenen Verfahren zwölf Jahre und einen Monat Straflager beantragt. Staatsanwältin Anna Gorjatschewa forderte im Stadtgericht von Pskow die Verurteilung wegen Verunglimpfung der russischen Streitkräfte, wie Schlosbergs liberale Partei Jabloko mitteilte.
Wann das Urteil gegen den Vizechef der Partei verkündet wird, war zunächst nicht klar. Russlands Oberstes Gericht hat die Anti-Kriegspartei am Montag von der Parlamentswahl im September ausgeschlossen.


