Ukraine-News: Rund 16.000 Ausländer kämpfen gegen Russland

Ukraine-News von MDR AKTUELL Stand: 06.08.2026 19:05 Uhr Neue Erkenntnisse zu Drohnen-Vorfall bei Leipzig Auch rund 16.000 Ausländer kämpfen für die ...

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Ukraine-News: Rund 16.000 Ausländer kämpfen gegen Russland
Zwei ukrainische Soldaten sitzen im Freien und schauen auf ein Smartphone.

Ukraine-News

von MDR AKTUELL

Stand: 06.08.2026 19:05 Uhr

  • Neue Erkenntnisse zu Drohnen-Vorfall bei Leipzig
  • Auch rund 16.000 Ausländer kämpfen für die Ukraine
  • Selenskyj will mehr Luftabwehr von der Nato-Ländern
  • Die Kriegsereignisse von gestern in einem kurzen Überblick
  • Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

19:05 Uhr

Update: Keine Munition in Flugzeug bei Drohnen-Vorfall

Die ukrainischen Transportmaschinen auf dem Flughafen Leipzig/Halle hatten zum Zeitpunkt der Drohnenattacke keine Munition geladen. Sachsens Innenminister Armin Schuster und der CDU-Innenpolitiker Detlef Seif dementierten anderslautende Berichte. Seif sagte, er habe ohne Ausnahme die Information bekommen, dass sich weder Munition noch Waffen in der Maschine befunden hätten. Die Mitteldeutsche Flughafen AG erklärte, die betreffenden Antonows seien leer gewesen. Mehrere Medien hatten berichtet, eine der Maschinen habe Munition für die Ukraine transportiert. Die Drohne war in der Nacht zu Mittwoch auf dem Flughafen entdeckt worden. (Quellen: MDR, dpa, Reuters)

Ukrainische Antonov parken am Flughafen Leipzig/Halle hinter einem Zaun auf dem Flughafengelände.

16:05 Uhr

Zwei Tote in Brjansk durch ukrainische Drohnen

In der russischen Region Brjansk sind nach Angaben von Gouverneur Jegor Kowaltschuk zwei Zivilisten durch ukrainische Kamikaze-Drohnen ums Leben gekommen. Fünf weitere seien verletzt worden, teilt Kowaltschuk mit. Ein Mann sei während einer Autofahrt ums Leben gekommen. (Quelle: Reuters)


14:45 Uhr

Drohnen-Ziel könnte Munition gewesen sein

Ziel der Drohnenattacke am Leipziger Flughafen könnte ein mit Munition beladenes ukrainisches Flugzeug gewesen sein. NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" berichten, die Militärgüter seien kurz zuvor aus Frankreich auf dem Airport angekommen und für den Weitertransport vorgesehen gewesen. Als Quelle für diese Informationen wurde ein Polizeibericht genannt.


14:20 Uhr

Drohnen bei Leipzig: Russland unter Verdacht

Sicherheitsexperten halten es für wahrscheinlich, dass die Verantwortlichen für den mutmaßlichen Drohnenangriff am Leipziger Flughafen in Russland zu suchen sind. Der Grünen-Politiker Konstantin von Notz verwies im WDR auf die Umstände des Drohnenfundes in der Nähe ukrainischer Frachtmaschinen. Der Airport gilt als Umschlagplatz auch für militärische Lieferungen an die Ukraine. Darum sei es "ein sehr naheliegendes Szenario, dass es sich hier um eine Aktion russischer Dienste handelt", sagte von Notz.

Eine ukrainische Antonov parkt am Flughafen Leipzig/Halle hinter einem Zaun auf dem Flughafengelände.

Der Sicherheitsexperte Nico Lange sagte im ZDF, es sei bekannt, dass Russland hybrid angreife und dass Drohnen sowie Sabotage dabei eine Rolle spielten. Dazu passe der Vorfall. Der Vorsitzende des Parlamentarischen Gremiums zur Kontrolle der Nachrichtendienste, Marc Henrichmann (CDU), plädierte bei MDR AKTUELL dafür, die Ermittlungen abzuwarten: "Das, was sich aufdrängt– jedenfalls im nachrichtendienstlichen Geschäft – muss nicht immer das sein muss, was am Ende als Ergebnis steht." (Quelle: MDR)


11:37 Uhr

Ukrainer in Thüringen festgenommen

In Thüringen ist ein 33 Jahre alter Ukrainer unter dem Verdacht der Agententätigkeit für einen fremden Staat festgenommen und inhaftiert worden. Er soll versucht haben, Aufnahmen vom Gelände eines bayerischen Rüstungsunternehmens zu machen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft in München mit. Weitere Details wurden nicht genannt. (Quelle: dpa)


11:31 Uhr

Deutsches Unternehmen in Kiew getroffen

Bei den russischen Raketenangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist auch ein Lager des Schmierstoff-Herstellers Liqui Moly aus Ulm getroffen worden. Es sei niemand verletzt worden, sagte Sprecher Sina Ataei heute. Der Schaden liege bei einem niedrigen Millionenbetrag. Russland hatte gestern massiv Logistikzentren in Kiew und Umgebung angegriffen. (Quelle: dpa)


11:25 Uhr

Etwa 16.000 Ausländer kämpfen für Ukraine

Bei ihrer Verteidigung gegen Russland wird die Ukraine angeblich auch von knapp 16.000 Ausländern aus 72 Staaten unterstützt. "Fast 40 Prozent sind aus Lateinamerika", sagte die Militärbeauftragte Olha Reschetylowa. Nach offiziellen Angaben hat die ukrainische Armee rund 880.000 Soldaten. Im Juni kündigte der kürzlich entlassene Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow eine Reform an, die den Anteil an ausländischen Söldnern in Sturmtruppen und Infanterie auf bis zu 50 Prozent erhöhen soll. Dafür soll es im Schnitt einen Sold von umgerechnet rund 5.800 Euro geben. (Quelle: dpa)


11:09 Uhr

In Jaroslawl brennt die Öl-Raffinerie

Der Gouverneur in Jaroslawl hat bestätigt, dass die russische Region in der Nacht mit 88 Drohnen angegriffen worden sei. Nach seinen Angaben war es der bisher größte Angriff hier. Dabei wurde nach ukrainischen Angaben auch eine große Öl-Raffinerie in Brand geschossen. (Quelle: Ukrinform)


09:30 Uhr

Drei Tote in der Region Sumy

In der ukrainischen Region Sumy sind bei russischen Angriffen mindestens drei Menschen getötet und nach Angaben der örtlichen Behörden mehr als 30 Menschen verletzt worden. Die Armee dementierte russische Berichte über die "Einnahme" von Ryschiwka in der nordöstlichen Region. Auch aus Cherson im Süden wurden Angriffe und Verletzte gemeldet. Laut Regionalverwaltung wurde ein Lieferwagen mit Drohnen angegriffen. (Quelle: Ukrinform)


09:11 Uhr

Drei Tote bei Angriff auf Balaklija

In Balaklija in der Region Charkiw sind durch russische Drohnen in der Nacht drei Menschen getötet worden. Der ukrainische Rettungsdienst berichtete von Bränden und Schäden in mehreren Wohnhäusern. (Quelle: Ukrinform)


04:37 Uhr

Selenskyj und Rutte beraten über Luftabwehr

Nach den schweren russischen Raketenangriffen auf Kiew haben der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und Nato-Generalsekretär Mark Rutte über zusätzliche Luftabwehrraketen beraten. Selenskyj erklärte, man stimme Bemühungen mit Staaten ab, die Systeme zur Abwehr ballistischer Raketen haben. Er machte den Mangel an Abwehrraketen für die zuletzt hohe Zahl der Opfer durch russische Angriffe verantwortlich. (Quelle: Reuters)


00:05 Uhr

Die Ereignisse gestern – 5. August 2026

Am Flughafen Leipzig/Halle ist in unmittelbarer Nähe eines ukrainischen Frachtflugzeugs eine Drohne mit mutmaßlicher Sprengvorrichtung entdeckt worden. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach von einem "hybriden Anschlagsszenario". Politiker und Experten vermuteten Russland als Urheber. Eine andere Frachtmaschine kollidierte nahe dem Flughafen mit einem weiteren Objekt, landete aber sicher in Hannover.

Video: Drohne legt Verkehr am Flughafen Halle-Leipzig lahm (4 Min)

Bei russischen Raketen- und Drohnenangriffen auf Kiew und das Umland wurden nach ukrainischen Angaben mindestens 15 Menschen getötet und mehr als 40 verletzt, Wohnhäuser und Lagerhallen beschädigt. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe durchbrachen alle 28 eingesetzten Raketen die Luftabwehr. Nur 98 von 115 Drohnen seien abgefangen worden. Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagte erneut einen Mangel an Abwehrraketen.

Wegen russischer Vorstöße haben ukrainische Behörden die Evakuierung von 525 Kindern und Begleitpersonen aus Kramatorsk angeordnet. Nach Angaben von Deepstate stehen russische Truppen rund 20 Kilometer vor der Stadt.

Die Ukraine griff zugleich Ziele in Russland mit großen Drohnenschwärmen an. Nach russischen Angaben wurden 475 Drohnen abgefangen. In Ufa geriet eine Raffinerie in Brand. In der Region Tula wurden ein Logistikzentrum sowie Industrieanlagen und Wohnhäuser beschädigt und ein Mensch verletzt.

Video: Viele Tote nach russischen Luftangriffen auf Kiew (1 Min)


00:00 Uhr

Ukraine-News am Donnerstag, 6. August 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Rettungskräfte beseitigen Trümmer und suchen nach Menschen in einem Wohnblock, der von einer Rakete getroffen wurde. Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler Podcast Putins Krieg