Nach eindringlicher Forderung von Kompany: UEFA passt umstrittende Champions-League-Regel an

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Nach eindringlicher Forderung von Kompany: UEFA passt umstrittende Champions-League-Regel an

Stand: 05.08.2026, 13:49 Uhr

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Die UEFA reagiert auf eine Forderung von Vincent Kompany und passt die Gelbsperren-Regelung an. Der Bayern-Coach war zuletzt selbst betroffen.

München – Gelbsperren sind im europäischen Fußball seit Jahren ein Reizthema. Durch die Champions-League-Reform, die mehr Spiele in der Ligaphase und mögliche Playoffs brachte, wurde die Debatte neu entfacht: Denn während die Zahl der Partien stieg, blieb die Regelung für eine Sperre nach der dritten Gelben Karte unverändert.

Bayern-Trainer Vincent Kompany war letzte Saison nach drei Gelben Karten im Champions-League-Halbfinale gesperrt. (Archivbild)

Bayern-Trainer Vincent Kompany war letzte Saison nach drei Gelben Karten im Champions-League-Halbfinale gesperrt. (Archivbild) © IMAGO / Contrast

Nun handelt die UEFA. Ab sofort gilt in der Champions League, Europa League und Conference League: Erst nach der vierten Gelben Karte muss im folgenden Spiel eine Sperre abgesessen werden. Ein Schritt, den viele Klubs seit Langem gefordert haben – und der durch Bayern-Trainer Vincent Kompany neu angestoßen wurde, der vergangene Saison selbst Leidtragender der alten Regelung wurde.

Bayern-Trainer Kompany war betroffen: UEFA ändert Gelbsperren-Regel

Im April, vor dem wilden Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid, das die Münchner letztlich mit 4:3 gewinnen konnten, kritisierte Kompany die Regelung öffentlich scharf. „Wir haben jetzt mehr Spiele – und trotzdem ist ein Spieler nach drei Gelben Karten gesperrt. Ich finde das schon ganz schwierig“, sagte der Belgier.

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Besonders die Situation der Defensivspieler trieb ihn um: „Drei Gelbe Karten für einen Innenverteidiger – wenn du so weit kommst und nur drei bekommen hast, hast du einen guten Job gemacht. Trotzdem kannst du gesperrt werden für das Halbfinale, das finde ich schon hart“, kritisierte der frühere Abwehrspieler.

Damals drohte gleich vier Bayern-Profis eine Sperre fürs Halbfinale: Manuel Neuer, Dayot Upamecano, Jonathan Tah und Konrad Laimer standen allesamt auf der Kippe. Kompanys Kritik fand schnell Unterstützung – auch Leverkusens Klubchef Fernando Carro erklärte: „Ich persönlich teile die Einschätzung von Vincent Kompany.“

Kurios: Kein FCB-Spieler, sondern ausgerechnet Kompany selbst kassierte im Viertelfinal-Rückspiel seine dritte Gelbe – und musste gesperrt das Halbfinal-Hinspiel gegen Paris Saint-Germain von der Tribüne aus verfolgen. Sein Assistent Aaron Danks vertrat ihn bei der verrückten 4:5-Pleite in Paris an der Seitenlinie.

Die UEFA begründet die Neuregelung jetzt mit dem veränderten Wettbewerbsformat. Durch die Einführung der Ligaphase mit acht statt sechs Gruppenspielen und möglichen Playoff-Partien ist die Gesamtzahl der Spiele deutlich gestiegen – eine Anpassung der Sperrenregel sei daher nur konsequent. Kompanys eindringliche Forderung wurde so schließlich erhört. (LuHa)