Kolumbien: Über 100 Tote nach Erdbeben – Videos zeigen Ausmaß
KI-Stimme. InfoEin Erdbeben der Stärke 7,4 hat am Montag um 7.34 Uhr (Ortszeit) weite Teile Kolumbiens erschüttert. In mehreren Städten im Zentrum und Westen des Landes, vor allem in Manizales, Cali und Pereira...
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KI-Stimme. Info
Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat am Montag um 7.34 Uhr (Ortszeit) weite Teile Kolumbiens erschüttert. In mehreren Städten im Zentrum und Westen des Landes, vor allem in Manizales, Cali und Pereira, meldeten Behörden schwere Schäden. Mehr als 100 Menschen sind ums Leben gekommen. Es wurden bisher 111 Todesfälle sowie 87 Verletzte gemeldet, wie Präsident Abelardo de la Espriella mitteilte. Allein in der schwer getroffenen Stadt Pereira wurden inzwischen 47 Todesopfer registriert, wie Polizeichef Óscar Leonel Ochoa in einem Interview des Radiosenders Caracol Radio sagte.
Selbst in der rund 300 Kilometer entfernten Hauptstadt Bogotá war das Beben deutlich zu spüren. Das Epizentrum befand sich laut SGC im armen Departamento de Chocó an der Pazifikküste. Zunächst wurde die Magnitude des Bebens mit 6,6 angegeben. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP zufolge waren die Erdstöße auch in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito und in Panama zu spüren. Das Beben ereignete sich laut SGC-Angaben in einer Tiefe von 96 Kilometern.
Erdbeben in Kolumbien: Verletzte, Vermisste und eingestürzte Gebäude
Aus Quibdó, der Hauptstadt von Chocó, wurden laut „El Mundo“ mehrere Verletzte und drei Vermisste gemeldet. In lokalen Medien wird zudem über eingestürzte Gebäude berichtet. Wie eine 66-jährige Augenzeugin aus der Kaffeeregion gegenüber der Zeitung sagte, gebe es keinen Strom und Mobilfunkempfang. Das Beben sei extrem stark zu spüren gewesen. In Manizales wurde die Kathedrale zerstört.

Patienten werden aus einem Krankenhaus in Cali evakuiert. © Santiago Saldarriaga/AP/dpa | Santiago Saldarriaga
Alejandro Eder, Bürgermeister von Cali, der drittgrößten Stadt Kolumbiens, berichtete ebenfalls von „schweren Schäden“. Der erst kürzlich gewählte Präsident Abelardo de la Espriella kündigte an, in die Region reisen zu wollen. Dort wolle er sich ein Bild von der Lage machen und die Betroffenen unterstützen.

Wie „El Mundo“ weiter berichtet, sei der Flugbetrieb in mehreren betroffenen Städten, unter anderem in Pereira, Manizales und Quibdó, aus Sicherheitsgründen eingestellt worden. In den sozialen Netzwerken kursieren zahlreiche Videos, die das Ausmaß des Erdbebens deutlich machen.
Die nationale Katastrophenschutzbehörde UNGRD teilte auf X mit, sie stehe mit den Stellen vor Ort in Kontakt, um Berichte über mögliche Schäden zu prüfen.
Der Artikel wird fortlaufend aktualisiert.
mit afp/dpa/kna