Trump-Vertrauter stellt sich nach WM-Eklat hinter Argentinien
StartseiteSportFußballTrump-Vertrauter nimmt Argentiniens Kriegsplakat im WM-Halbfinale in SchutzStand: 18.07.2026, 17:48 UhrKommentareUns auf Google folgenNach Argentiniens WM-Finaleinzug sorgten die Stars mit...
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Trump-Vertrauter nimmt Argentiniens Kriegsplakat im WM-Halbfinale in Schutz
Stand: 18.07.2026, 17:48 Uhr
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Nach Argentiniens WM-Finaleinzug sorgten die Stars mit einem Kriegsplakat für einen Skandal. Ein Vertrauter von US-Präsident Donald Trump nimmt die Argentinier nun in Schutz.
USA – Der Jubel nach dem dramatischen 2:1-Halbfinalsieg gegen England bei der WM 2026 kannte bei der argentinischen Nationalmannschaft keine Grenzen. Joker Lautaro Martinez köpfte die „Albiceleste“ mit seinem Treffer in der 92. Minute ins WM-Finale und lässt Argentinien nun vom zweiten WM-Titel in Folge träumen. Doch die ausgelassenen Feierlichkeiten könnten nun ein Nachspiel haben: Mehrere argentinische Stars bejubelten den Sieg mit einem Kriegsplakat – und riskierten damit Konsequenzen.

Auf dem Banner, das Fans mit ins Stadion gebracht hatten, stand der Schriftzug „Las Malvinas son argentinas“ – auf Deutsch: „Die Falklandinseln gehören Argentinien.“ Nach dem späten Sieg gegen England trugen Lisandro Martinez und Giovani Lo Celso das Plakat über den Rasen. Der Slogan bezieht sich auf den jahrzehntelangen Souveränitätsstreit um die Falklandinseln (spanisch: Islas Malvinas).
Trump-Vertrauter verteidigt Argentiniens umstrittenes Kriegsplakat
1982 besetzte Argentinien die Inselgruppe, woraufhin Großbritannien militärisch reagierte. Der daraus entstandene Falklandkrieg dauerte 74 Tage und endete mit einem britischen Sieg. Bis heute erhebt Argentinien Anspruch auf die Inseln. Auf der Insel beansprucht man die Inselgruppe für sich, in Argentinien sieht man das anders (Die Hintergründe zum Falklandkrieg).
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Unterstützung erhalten die argentinischen Stars nun aber von Andrew Giuliani, einem Vertrauten von US-Präsident Donald Trump. Der 40-jährige Leiter der WM-Taskforce des Weißen Hauses verteidigt die Aktion und beruft sich auf die Meinungsfreiheit. „Wir glauben hier in den Vereinigten Staaten an das Recht des ersten Verfassungssatzes. Was die Möglichkeit betrifft, öffentliche Aussagen zu machen, hat Argentinien das Recht, dies in den Vereinigten Staaten zu tun“, sagte Giuliani am Freitag vor Journalisten in Washington.
Giuliani beruft sich dabei auf das „First Amendment“ der US-Verfassung, das mitunter die Meinungs- und Redefreiheit garantiert. Mit den Regularien der FIFA bricht das Plakat allerdings: Der Weltverband verbietet sämtliche politische Botschaften beim Turnier. Weder Spielern noch Mitarbeitern der Mannschaften ist es gestattet, derartige Äußerungen verbal oder schriftlich kundzutun.
Die FIFA prüft den Vorfall derzeit, eine Entscheidung dürfte allerdings erst nach dem WM-Finale am Sonntag fallen. Vor Turnierstart hatte der Weltverband angekündigt, das jeweilige Strafmaß individuell nach der WM festlegen zu wollen. Von einer Geldstrafe bis hin zu einer Spielsperre ist grundsätzlich alles möglich. (mato)