Trump prahlt mit Artikel zu fallenden Arzneimittel-Preisen. Im Text loben Experten Biden dafür

USA Trump prahlt mit Artikel zu fallenden Arzneimittel-Preisen. Im Text loben Experten Biden dafür Der US-Präsident wollte die Erfolgsmeldung für sich reklamieren. Experten sehen es allerdings als Lang...

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Trump prahlt mit Artikel zu fallenden Arzneimittel-Preisen. Im Text loben Experten Biden dafür

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Trump prahlt mit Artikel zu fallenden Arzneimittel-Preisen. Im Text loben Experten Biden dafür

Der US-Präsident wollte die Erfolgsmeldung für sich reklamieren. Experten sehen es allerdings als Langfristleistung von Donald Trumps Vorgänger

Fabian Sommavilla

Ein Mann im Anzug hält ein ausgedrucktes Artikelblatt in die Kamera, während er auf einem Flugfeld spricht. Im Hintergrund sind Personen in Uniform und ein Flugzeug erkennbar. Der Himmel ist bewölkt.
Bevor es für Trump in den Flieger ging, wollte er den Medien auf der Joint Base Andrews in Maryland noch etwas mitgeben.

Es ist hinlänglich bekannt, dass sich US-Präsident Donald Trump seine wohlwollendsten Artikel, Tweets und E-Mails gerne vorlegen lässt. Weil sie es mit derart großem Engagement macht, wird Trumps persönliche Assistentin Natalie Harp deshalb intern auch als "menschlicher Drucker" bezeichnet. Ebenso ist bekannt, dass sich Trump von den Medien missverstanden fühlt und er sie auch deshalb immer wieder als Fakenews-Schleudern verunglimpft, weil sie seine Erfolge seiner Ansicht nach nicht ausreichend feiern. Deshalb hilft er gerne nach.

Ein Mann mit blondem Haar liest ein Dokument, während er nach unten schaut. Der Himmel im Hintergrund ist bewölkt.
Trump las den Titel des Artikels den anwesenden Medienvertretern vor.

So geschehen auch am Freitag, als Trump auf der Joint Base Andrews in Maryland noch etwas loswerden wollte, ehe er die Air Force One betrat, um nach einem kurzen Stopp in New York bei einer Polizeiakademie nach New Jersey zu seinem Golfclub weiterzureisen. Er hielt einen ausgedruckten Artikel der Washington Post hoch, dessen Titel lautete: "Die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente verzeichnen den stärksten Rückgang seit mehr als 60 Jahren".

Sichtlich stolz auf seine Errungenschaft, verlangte er von den anwesenden Medien diesen Erfolg zu berichten. Nach einigen US-Medien möchte nun auch DER STANDARD dieser Aufforderung nachkommen.

Im Artikel erklären Fachleute, dass es einer Politentscheidung aus der Biden-Ära zu verdanken ist, dass die Preise im Jahresvergleich derart nachgegeben haben. "Der Inflation Reduction Act war eine der wichtigsten Errungenschaften des ehemaligen Präsidenten Joe Biden – ein weitreichendes Gesetz, das 2022 verabschiedet wurde und darauf abzielte, die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente zu senken, indem Medicare, das staatliche Gesundheitsprogramm für Senioren, verpflichtet wurde, über die Preise zu verhandeln, die es den Arzneimittelherstellern für eine Reihe beliebter und teurer verschreibungspflichtiger Medikamente zahlt", heißt es im Bericht der Post. "Die ersten Preissenkungen traten zu Beginn dieses Jahres in Kraft", heißt es. Im Artikel kommt zudem ein Experte zu Wort, der die fallenden Preise explizit nicht Trumps Politik zuschreibt, sondern eben Biden.

Ein Mann im Anzug hält ein Dokument und spricht zu Medienvertretern. Vor ihm sind Mikrofone positioniert. Im Hintergrund stehen uniformierte Personen in einer offenen, wolkigen Umgebung.
Trump forderte die Fotografen auf, Fotos zu machen.

Auf sämtlichen Kanälen rückten neben Trump dennoch auch weitere Kabinettsmitglieder aus, um die vermeintliche Erfolgsmeldung aus dem Artikel als Trumps Errungenschaft zu verkaufen.

Die um 3,1 Prozent gefallenen Preise wurden von jenem US-Büro für Arbeitskraft- und Arbeitsmarktstatistiken veröffentlicht, dessen Chefin Trump im vergangenen Jahr feuerte, weil ihm die Arbeitsmarktzahlen nicht passten.

Nach Verlesen des Titels fragte Trump: "Okay, habt ihr’s verstanden? Haben es alle?" Er "habe doch gesagt, dass das passieren würde", sagte Trump ehe er in die Air Force One stieg. (Fabian Sommavilla, 16.8.2026)

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