Flugzeug-Täuschung enthüllt: Kühnes Manöver des US-Präsidenten wegen Iran-Mordkomplott
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Trump hockte im Lkw-Container: Iranische Morddrohungen zwangen US-Militär zu Flugzeug-Trick
Stand: 11.08.2026, 08:05 Uhr
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Vor laufenden Kameras steigt Trump nach dem NATO-Gipfel in der Türkei in seinen Regierungsflieger. Doch es war ein Täuschungsmanöver.
Washington, DC – Drei Flugzeuge, zwei Flüge, eine List: Der Rückflug von Donald Trump vom NATO-Gipfel in Ankara im Juli ist wohl ein höchst ungewöhnliches und ausgeklügeltes Täuschungsmanöver gewesen. Das lief so: Vor laufenden Kameras stieg Trump zunächst in die alte, hellblaue Präsidentenmaschine Air Force One, in der auch sein Team und das Pressekorps saßen. Kurz darauf wechselte Trump laut Washington Post aber von allen unbemerkt in einen seitlich an dem Jet platzierten Catering-Container. Dessen Lkw brachte ihn dann inkognito zu einem kleineren Militärflugzeug.

Die Maschine vom Typ Air Force C-32A brachte Trump zum US-Luftwaffenstützpunkt Mildenhall in Großbritannien. Sie soll dort gegen 22:20 Uhr Ortszeit gelandet sein, die Air Force One erst wenige Minuten später. Nun kam der nächste Dreh: Auf Videoaufnahmen ist deutlich zu sehen, wie Trump um 22:56 Uhr Ortszeit die hellblaue Boeing 747 verlässt. Allerdings ist unklar, wie er zuvor vom kleineren Militärflugzeug zurück in die größere Präsidentenmaschine gelangt war. Grund für den Trump-Trick soll eine glaubwürdige Morddrohung aus dem Iran gewesen sein.
Iran-Drohung gegen Trump – Weißes Haus setzte auf Täuschung
In Großbritannien kam dann noch ein drittes Flugzeug ins Spiel: Nach der Landung wechselte der Tross des Präsidenten von der alten, hellblauen Air Force One in den neuen Jet, der Trump von Katar geschenkt worden war. Trump stieg dort auch in diesen neuen Regierungsflieger um. Die Öffentlichkeit sollte den Eindruck bekommen, dass er die ganze Reise in den beiden Präsidentenmaschinen zurückgelegt habe, berichtete die Washington Post. In den USA stieg er dann erneut vor laufenden Kameras aus.
Der Zeitung zufolge sollen selbst einige Angestellte des Weißen Hauses, die ebenfalls in der Türkei in die Air Force One gestiegen waren, nicht gewusst haben, dass Trump gar nicht an Bord war. Auch die mitreisende Journalistengruppe, die Trump regelmäßig auf seinen Reisen begleitet, wusste demnach nichts von der Aktion: Sie seien angewiesen worden, während des Flugs die Fensterrollos in der Pressekabine geschlossen zu halten. Laut dem Bericht sollen sie über die mögliche iranische Bedrohung nicht informiert worden sein.
Trump hatte ohnehin schon die Air Force One ausgetauscht
Der Abflug Trumps aus der Türkei hatte bereits zuvor für Aufregung gesorgt. Er war mit der neuen, von Katar geschenkten Boeing 747 in die Türkei gereist. Doch dann wurde bekannt, dass er für die Rückreise wieder die alte Air Force One nutzen würde. Dieser plötzliche Wechsel hatte Fragen zur Sicherheit des neuen Flugzeugs aufgeworfen, da dessen beschleunigte Nachrüstung durch das US-Militär offenbar nicht alle Sicherheitsstandards der älteren Maschine erreicht hatte.
Die New York Times hatte unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, Trump habe auf Anraten des Secret Service den Flug vom NATO-Gipfel in der Türkei zum britischen Luftwaffenstützpunkt Mildenhall mit der alten Maschine absolviert. Demnach ging es dabei um Sicherheitsbedenken. Trump selbst hatte in Ankara die Bedeutung des Flugzeugwechsels heruntergespielt. Er werde um „der alten Zeiten wegen“ mit einer älteren Maschine fliegen. Auf die Berichte über Sicherheitsbedenken angesprochen, sagte er: „Ich bin die Nummer 1 auf der Todesliste des Iran.“

Welches Flugzeug heißt Air Force One?
Als Air Force One wird normalerweise immer das Flugzeug bezeichnet, in dem sich der US-Präsident befindet. Die Bezeichnung kann also für beide Regierungsmaschinen vom Typ Boeing 747 gelten. Die kleinere Militärmaschine, mit der Trump die Türkei verließ, nutzte dem Bericht zufolge einen anderen Namen, um die List nicht auffliegen zu lassen. Ein ähnliches Manöver hatte es laut Guardian bereits im Jahr 2000 gegeben: Damals nutzte Bill Clinton für einen Flug nach Pakistan einen unmarkierten Regierungsjet, während die offizielle Air Force One als Ablenkung diente.
Das Weiße Haus äußerte sich auf Anfrage nicht direkt zu dem Zeitungsbericht. Kommunikationsdirektor Steven Cheung verwies darauf, dass es – wie Trump kürzlich gesagt habe – viele Feinde Amerikas gebe, die es auf ihn abgesehen hätten. Man setze „jedes uns zur Verfügung stehende Mittel“ ein, um diesen Bedrohungen zu begegnen. (Quellen: Washington Post, AP, Guardian, NY Times, dpa) (cs)