Trump brüstet sich vor US-Midterms mit Rinderhack-Deal – Republikaner und Viehzüchter wüten

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Trump brüstet sich vor US-Midterms mit Rinderhack-Deal – Republikaner und Viehzüchter wüten

Trump brüstet sich mit dubiosem Rinderhack-Deal – doch Republikaner toben

Stand: 23.08.2026, 06:15 Uhr

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US-Präsident Trump will vor den US-Midterms mit einem Deal für zollfreies Rinderhack punkten. Doch von Republikanern und traditionellen MAGA-Anhängern gibt es Kritik.

Washington, D.C. – Ausgerechnet aus den eigenen Reihen bekommt Donald Trump für seinen Plan, massenhaft billiges Auslandsrindfleisch in die USA zu importieren, heftigen Gegenwind. Dabei war Trumps Vorstoß zu Rinderhack wohl ein Versuch, wenige Monate vor den US-Zwischenwahlen bei US-Verbraucherinnen und US‑Verbrauchern zu punkten.

US-Präsident Donald Trump bei einem Besuch in einem Fast-Food-Restaurant am 27. Februar 2026 in Texas.

US-Präsident Donald Trump in einem Fast-Food-Restaurant im Februar 2026 in Texas. Auf X kündigte er jetzt einen Deal für zollfreies Rinderhackfleisch an. © IMAGO/Molly Riley/White House

Trump hatte auf seiner Plattform Truth Social ein nicht näher spezifiziertes Abkommen angekündigt: In den kommenden 90 Tagen sollen bis zu 300.000 Tonnen Rinderhackfleisch zollfrei in die USA gelangen. „Wir haben zugesichert, dass dieses Rindfleisch 25 Prozent unter dem aktuellen Marktpreis verkauft wird“, heißt es in seinem Beitrag.

Republikaner wüten gegen angebliches Rinderhack-Abkommen von Trump

Doch Republikaner und Branchenverbände finden das angebliche Rinderhack-Abkommen alles andere als förderlich, denn es schade den Landwirten im eigenen Land. „Wir alle wünschen uns niedrigere Lebensmittelpreise, aber wie ich schon seit Monaten sage, dürfen wir das nicht auf Kosten der amerikanischen Erzeuger erreichen“, schrieb die republikanische Senatorin Deb Fischer aus Nebraska auf X.

Die „Überschwemmung des Marktes mit ausländischem Rindfleisch“ werde der heimischen Viehwirtschaft schaden, so Fischer weiter – einem Wirtschaftszweig, der in ihrem Bundesstaat besonders bedeutend ist. Der republikanische Senator Tim Sheehy schloss sich der Kritik an und schrieb auf X, Trumps Vorstoß würde Viehzüchtern in den USA schaden.

Trump will vor US-Midterms mit zollfreiem Rinderhack punkten – es hagelt Kritik

In den USA läuft der Wahlkampf für die wichtigen Zwischenwahlen: Am 3. November werden Repräsentantenhaus und Senat neu geordnet. Trumps Republikaner halten dort derzeit eine hauchdünne Mehrheit.

Die US-Bevölkerung leidet aktuell immens unter hohen Preisen. Sie folgten auf die Energiekrise infolge des Kriegs gegen den Iran und die angespannte Lage in der Straße von Hormus. Versuche von Donald Trump, das traditionell demokratisch besetzte Thema Erschwinglichkeit für sich zu nutzen, blieben bislang ohne Erfolge.

Viehzüchter und Bauern zählen traditionell zu den republikanischen Wählergruppen in den USA – viele von ihnen sind Anhänger der MAGA-Bewegung. Auf die Kritik angesprochen, sagte Trump am Freitagnachmittag lediglich, die Farmer hätten „zugegeben“, dass sie Hilfe bräuchten, um die Preise zu senken. „Das ist also, was wir tun. Das hören wir.“

Trump verkündet Hackfleisch-Deal – doch Branche fürchtet um heimische Viehzüchter

Scharf reagierten jedoch auch betroffene Branchenverbände. „Man stellt Amerika nicht an erste Stelle, indem man die US-amerikanischen Rinderzüchter an letzte Stelle setzt“, sagte Justin Tupper, Präsident des US-Viehzüchterverbands. „Dieser Schritt schwächt unsere Märkte und gefährdet die Lebensmittelsicherheit.“

Colin Woodall, Vorsitzender des Nationalen Rinderzuchtverbands, warnte davor, mit staatlich subventioniertem Auslandsrindfleisch unterhalb des Marktpreises den heimischen Rinderbestand zu untergraben. Die „langfristige Stabilität“ werde durch spontane Versprechungen von US-Präsident Trump geopfert. (Quelle: dpa) (smu)