Trotz verkürzter Übung: Nordkorea feuert zehn ballistische Raketen ab
Die jüngsten Zugeständnisse der USA und Südkoreas, das gemeinsame Militärmanöver zu verkürzen, beeindrucken Nordkorea nicht. Im Gegenteil: Die Regierung in Pjöngjang feuert eine hohe Anzahl an Geschossen ab.
- 2 min read
Trotz verkürzter ÜbungNordkorea feuert zehn ballistische Raketen ab
20.08.2026, 14:18 Uhr
00:00
/
02:17

Die jüngsten Zugeständnisse der USA und Südkoreas, das gemeinsame Militärmanöver zu verkürzen, beeindrucken Nordkorea nicht. Im Gegenteil: Die Regierung in Pjöngjang feuert eine hohe Anzahl an Geschossen ab.
Während eines gemeinsamen Militärmanövers der USA und Südkoreas hat Nordkorea nach Angaben aus Seoul mehrere ballistische Raketen abgefeuert. Die nordkoreanischen Streitkräfte hätten "etwa zehn ballistische Kurzstrecken-Raketen" aus dem Großraum Pjöngjang abgefeuert, teilte die südkoreanische Armee mit. Dass Nordkorea so viele Raketen gleichzeitig abfeuert, ist ungewöhnlich. Die Geschosse flogen demnach in östlicher Richtung in das Japanische Meer.
Trump hatte das gemeinsame Militärmanöver, gegen das sich der Raketentest Pjöngjangs mutmaßlich richtete, jüngst verkürzen lassen. Die Übungen des Manövers "Ulchi Freedom Shield" dienen unter anderem der Vorbereitung auf einen möglichen Angriff Nordkoreas.
Trump hatte den Schritt auf Truth Social unter anderem mit den hohen Kosten begründet und in einer überraschenden Volte die Manöver mit dem engen Verbündeten Südkorea "feindselig" genannt. Er verwies dabei auf seine angeblich "sehr gute Beziehung" zu Nordkoreas Machthaber. Am Mittwoch bejahte er dann vor Journalisten am Weißen Haus die Frage, ob er damit rechne, Kim noch in diesem Jahr zu treffen. Südkoreas Präsident Lee Jae Myung hatte sich Mitte August ebenfalls für direkte Gespräche mit dem nordkoreanischen Staatschef ausgesprochen.
Nordkorea reagierte dennoch mit Kritik. Kim Yo Jong, Schwester des langjährigen Machthabers, erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA, Umfang und Dauer der Übungen zu verringern ändere nichts an deren "provokativem und offensivem Charakter". Es handele sich weiterhin um feindselige Militärübungen gegen Nordkorea. Dem abgeschotteten Land unter Machthaber Kim Jong Un ist es gemäß mehreren Resolutionen des UN-Sicherheitsrats grundsätzlich untersagt, ballistische Raketen abzufeuern.
Quelle: ntv.de, raf/AFP