Trotz Rückstand und Roter Karte: KSV Baunatal holt einen Punkt gegen Darmstadt II
StartseiteSportRegionalsportSport KasselStand: 17.08.2026, 07:00 UhrKommentareUns auf Google folgenVoller Einsatz: Baunatals Stürmer Mike Feigenspan (rechts) stößt im Heimspiel mit Darmstadts Torhüter Benedikt ...
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Stand: 17.08.2026, 07:00 Uhr
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Der KSV Baunatal muss in der Fußball-Hessenliga weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Trotz eines Rückstandes holten die Nordhessen gegen Darmstadt II aber immerhin einen Punkt.
Baunatal – Der KSV Baunatal war im Heimspiel gegen die U21 des SV Darmstadt 98 zwar die bessere Mannschaft, muss in der Fußball-Hessenliga aber weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Die Gastgeber zeigten nach dem unglücklichen Pausenrückstand Moral und holten beim 1:1 zumindest noch einen Punkt.
Den Baunatalern war der Wille zur Wiedergutmachung nach dem schwachen Saisonstart und der 1:3-Derbypleite beim CSC 03 Kassel deutlich anzumerken. Bereits nach wenigen Sekunden zog Silvio Babic energisch in den Darmstädter Strafraum, sein Querpass war aber etwas zu fest, Nico Möller verpasste in der Mitte. Der KSV machte Druck, hatte bis zur sechsten Minute noch zwei weitere Abschlüsse. Beide Male traf der starke Serkan Karakoc aus der Distanz das Außennetz. Die Gastgeber hatten das Spiel im Griff, die Darmstädter zogen sich weit zurück. Sie bauten mit ihrer Fünferkette und den zwei Sechsern davor, einer davon war der Ex-Löwe Yannick Stark, ein Abwehrbollwerk auf.
Der KSV suchte geduldig nach der Lücke in der kompakten SVD-Verteidigung und unterband die Konter der schnellen Gäste frühzeitig. „Wir sind sehr gut in die Partie hineingekommen, es fehlt uns derzeit aber im letzten Drittel die Durchschlagskraft“, sagte KSV-Trainer Tobias Nebe. Dennoch erspielten sich die Baunataler zwei gute Möglichkeiten: Nach einem Pass von Mike Feigenspan wurde der Schuss von Babic im Darmstädter Strafraum aber von Markus Ballmert im letzten Moment abgeblockt (18. Minute). Nur vier Minuten später schoss Dominik Schneider bei einem indirekten Freistoß aus neun Metern Torentfernung in die Mauer.
Von den Gästen ging in der Offensive lange Zeit keine Gefahr aus. Plötzlich kamen die Darmstädter aber zu drei Eckbällen in kürzester Zeit. Und nach der dritten Standardsituation jubelten sie: Stark traf per Kopfball zum 1:0 (35.).
KSV Baunatal: Egli Milloshaj sorgt für den Ausgleich
Der Nackenschlag machte den Baunatalern sichtlich zu schaffen, sie bewiesen aber Moral und kamen wie verwandelt aus der Kabine. Der KSV setzte sich direkt in der Hälfte der Darmstädter fest. Egli Milloshaj wurde erst bei einem Kopfball noch gerade so gestört, kurz darauf sorgte er dann mit einem wuchtigen Schuss im Strafraum für das 1:1 (49.).
Nur drei Minuten später zappelte der Ball nach einem Schuss von Feigenspan wieder im Netz. Aber der Baunataler Jubel schlug schnell in heftiges Reklamieren um. Die Fahne des Schiedsrichter-Assistenten war oben, Feigenspan soll beim Pass von Schneider im Abseits gestanden haben. Eine umstrittene Entscheidung.
Die Hausherren drückten jetzt auf die Führung, und erspielten sich in ihrer stärksten Phase drei Großchancen im Zwei-Minuten-Takt. Erst köpfte Milloshaj aus sechs Metern knapp am Tor vorbei (54.). Dann schoss Möller aus der Distanz über die Latte (56.). Schließlich hielt SVD-Torhüter Benedikt Börner den Ball nach dem Schuss von Feigenspan aus spitzem Winkel stark mit dem Fuß (58.).
Die Darmstädter schafften es in der Folge, die Partie ausgeglichener zu gestalten. Allerdings gab es auf beiden Seiten keine Großchancen mehr. „Die Jungs haben sich in der Pause noch einmal eingeschworen und wir hatten dann auch eine gute Wucht. Aber die Kraft ist uns dann etwas ausgegangen. Es war eine gute kämpferische Leistung, wir sind bis ans Limit gegangen“, sagte Nebe, der auch auf die angespannte Personalsituation hinwies. Gerade einmal vier Einwechselspieler hatte der KSV gegen Darmstadt auf der Bank.
Obwohl die Baunataler über weite Strecken des Spiels überlegen waren, mussten sie um den Punkt noch einmal bangen. Denn in der Schlussphase spielten sie in Unterzahl. Schiedsrichter Nils Ole Vitt hatte einen Zweikampf von Elias Rohde gegen seinen Gegenspieler als grobes Foulspiel geahndet und stellte den 17-Jährigen vom Platz. Rohde traf den Darmstädter zwar, sah ihn allerdings vorher nicht. Tendenz: Gelbe Karte okay, Rote Karte viel zu hart. „Wir hatten zuletzt viele unglückliche Entscheidungen gegen uns“, sagte Baunatals Sportlicher Leiter Dominik Schaumburg. (Manuel Kopp)