Trockenheit und niedrigere Strompreise belasten Verbund
Stromerzeuger Trockenheit und niedrigere Strompreise belasten Verbund Der Gewinn des teilstaatlichen Verbunds ist im ersten Halbjahr 2026 um mehr als ein Drittel eingebrochen ...
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Stromerzeuger
Trockenheit und niedrigere Strompreise belasten Verbund
Der Gewinn des teilstaatlichen Verbunds ist im ersten Halbjahr 2026 um mehr als ein Drittel eingebrochen
Wien – Die anhaltende Trockenheit sowie niedrigere Strompreise belasten Österreichs größten Stromerzeuger, den teilstaatlichen Verbund. Der Gewinn ist im ersten Halbjahr 2026 um mehr als ein Drittel auf 518 Millionen Euro eingebrochen. Der Umsatz sank um 11 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro, wie das börsennotierte Unternehmen am Donnerstag bekanntgab. Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand einen Gewinn von rund 1 bis 1,2 Milliarden Euro, wovon die Hälfte an die Aktionäre ausgeschüttet werden soll.
Wie das Unternehmen mitteilte, lag der Erzeugungskoeffizient der Laufwasserkraftwerke mit 0,68 um 8 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres und um 32 Prozentpunkte unter dem langjährigen Durchschnitt. Dadurch sank die Stromproduktion aus Wasserkraft um fast 10 Prozent auf 11,2 Terawattstunden (TWh). Gestiegen sei indes die Stromerzeugung aus den neuen erneuerbaren Stromerzeugungsanlagen. Der Erzeugungskoeffizient aus Wind und Photovoltaik sei zwar unter den Erwartungen gelegen, die Stromproduktion stieg – dank des Ausbaus – dennoch um 10 Prozent auf 1,2 TWh.
Durchschnittlicher Absatzpreis sank
"Negativ auf die Ergebnisentwicklung wirkte darüber hinaus der niedrigere durchschnittlich erzielte Absatzpreis bezogen auf die Eigenerzeugung aus Wasserkraft", erklärte der Verbund. Der Absatzpreis fiel demnach um 31 auf 86,2 Euro pro Megawattstunde (MWh). Der Rückgang sei auf den hohen Absatzpreis in den ersten beiden Quartalen 2025 zurückzuführen, "der insbesondere aus vorzeitigen 'Limit'-Verkäufen im Jahr 2023 zu hohen Großhandelspreisen resultierte", wie es in der Mitteilung hieß.
Der Verbund hatte in den vergangenen Jahren aufgrund der drastisch gestiegenen Energiepreise Rekordgewinne geschrieben, auf die die Politik mit der Abschöpfung von "Überschusserlösen" reagiert hatte. (APA, 30.7.2026)
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