Trauer um Achim Exner: „Ein Mensch mit Rückgrat“
StartseiteHessenStand: 03.08.2026, 18:30 UhrKommentareUns auf Google folgenAchim Exner war zwölf Jahre lang Oberbürgermeister. © Renate HoyerLandeshauptstadt nimmt Abschied von früherem OberbürgermeisterNach de...
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Stand: 03.08.2026, 18:30 Uhr
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Landeshauptstadt nimmt Abschied von früherem Oberbürgermeister
Nach dem Tod des früheren Oberbürgermeisters Wiesbadens, Achim Exner, reagieren die Menschen, die ihn durchs Leben begleiteten. Er starb am 30. Juli im Alter von 81 Jahren. Von 1985 bis 1997 prägte der Sozialdemokrat die Politik an der Rathausspitze.
Der Rechtsanwalt Gerhard Strauch erinnert sich: „Anfang der 2000er Jahre war eine Landtagserweiterung bis an die Grabenstraße in Wiesbaden geplant. Es bildete sich eine Altstadtinitiative um Piano Schulz, Galerie Servi Leisen, Altstadtwirte und andere Geschäftsleute.“ Laut Strauch hat Exner einen entscheidenden Beitrag für die Initiative geleistet. „Er konnte über Parteigrenzen hinweg vermitteln, dass eine solch voluminöse Erweiterung nicht nötig sei und wie wichtig der Aufenthaltsplatz neben der Grabenstraße sei. Schließlich wurde das Projekt dann gekippt, viel Geld wurde gespart und wir haben heute diesen schönen Aufenthaltsplatz“, sagt Strauch.
Der Volleyballclub VC Wiesbaden trauert um eine seiner „Schlüsselfiguren in der Geschichte des VC Wiesbadens“, so schreibt es der Verein in den sozialen Medien. „Als Vorsitzender des Bundesliga-Ausschusses trug er maßgeblich dazu bei, dass wir vor mehr als zwei Jahrzehnten den Weg in die erste Bundesliga fanden und uns dort nachhaltig verankern konnten“, sagt der VC. In der Kommentarspalte des Beitrags häufen sich Nachrichten. Eine Nutzerin schreibt: „Ich habe ihn auch noch in Erinnerung, wie er mit seiner Energie alles Dagewesene auf den Kopf gestellt hat.“
Das Wiesbadener Bündnis gegen Raketenstationierung beschreibt Achim Exner in einer Würdigung als einen „streitbaren Mensch mit Rückgrat – auch bei seinem Einsatz für Frieden und Entspannung“. Bei einem Treffen zur geplanten Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland im Februar 2025 soll sich Exner kritisch geäußert haben: „Er könne nicht verstehen, wie ein SPD-Verteidigungsminister davon spricht, Deutschland müsse ‚kriegstüchtig‘ gemacht werden. Und selbstverständlich müsse über die geplante Raketenstationierung öffentlich und auch in den Parlamenten diskutiert werden“, steht es in der Würdigung. Das Bündnis wolle an seine Friedenspolitik erinnern.
Ein Kondolenzbuch liegt ab dem heutigen Dienstag, 4. August, 10 Uhr, im Foyer des Rathauses aus, wie die Stadt mitteilt.