Titan-Verstärkung für Meistertrainer Hirdes
StartseiteSportKSV Hessen KasselStand: 21.08.2026, 08:00 UhrKommentareUns auf Google folgenImmer engagiert an der Seitenlinie: Junioren-Trainer Thorsten Hirdes musste sich zuletzt einer Hüft-OP unterziehen. © F...
- 3 min read
Stand: 21.08.2026, 08:00 Uhr
Kommentare

Thorsten Hirdes hat sich am 24. Juni in Hamburg ein künstliches Hüftgelenk einsetzen lassen. Der 52-Jährige machte die OP zwei Wochen nach der Meisterschaft mit den A-Junioren des KSV Hessen.
Kassel – In etwa 350 Spielen lief Thorsten Hirdes bis 2009 für Seniorenteams des KSV Hessen Kassel auf, darunter in 13 Jahren auch in zwei Drittliga-Spielzeiten. Sechs Jahre trainierte der frühere Defensivspieler die U23 des KSV Hessen, nunmehr schon im vierten Jahr die U19, mit der er zuletzt zweimal in Folge Meister wurde. Fast folgerichtig, dass er nun eine größere OP auf den Saisonverlauf abstimmte.
Am 24. Juni wurde Thorsten Hirdes, der seine sportliche Heimat bereits seit seiner eigenen A-Junioren-Zeit beim KSV Hessen sieht, in der Endo-Klinik in Hamburg rechts ein künstliches Hüftgelenk aus Titan eingesetzt. Zwei Wochen nachdem dem 52-Jährigen mit der U19 die Titelverteidigung in der Fußball-Hessenliga gelungen war. Vier Wochen später befindet sich der B+-Lizenz-Inhaber in der Reha, die er ambulant im Orthopädikum in Kassel macht.
Auf dem Fußballplatz halfen dem Breunaer zuletzt seine Co-Trainer Jonas Bernhard und Ludger Krull, indem sie die Einheiten in der Vorbereitung übernahmen. Zu Hause war er für die Hilfe seiner Frau Antje, mit der er seit 29 Jahren verheiratet ist und zwei erwachsene Kinder hat, dankbar. „Sie war mit in Hamburg bei der OP. Gerade in den ersten Wochen danach hat sie mich gepflegt und unterstützt“, erklärt Thorsten Hirdes.
Die Entscheidung für ein künstliches Hüftgelenk war für ihn langwierig – und eine, die er auch anderen Patienten mit ähnlichen Problemen empfehlen würde. Mit Schmerzen im Oberschenkel nach Urlaubsfahrten fing es bei Thorsten Hirdes vor etwa elf Jahren an. Damals ließ der Nordhesse, der bei Wettsingen Breuna mit dem Kicken angefangen hatte, seine Karriere schließlich als aktiver Fußballer in der Gruppenliga bei der SG Rhoden ausklingen.
Richtig problematisch wurde es dann vor drei Jahren, als selbst das Gehen immer mehr Probleme machte, die Schonhaltungen stark zunahmen. Nach kräftigenden Übungen hatte er bis zu zehn Tage Probleme. Dr. Ralf Seitz und Dr. Marco Spielmann, lange Jahre Teamärzte beim KSV, rieten zur OP, genau wie die erfahrenen Physiotherapeuten Karsten Pfeiffer und Thomas Zanner. Die Hüftpfanne rieb auf dem Knochen, ohne schützende Knorpelschicht. „Es ging nicht mehr“, beschreibt der U19-Trainer.
Nach der OP fühlt es sich nun „wie neu“ an. Die Krücken konnte Thorsten Hirdes, der seit 30 Jahren bei VW in Baunatal arbeitet, schon zur Seite legen. „Die Muskulatur fehlt noch etwas, aber 90-Grad-Kniebeugen kann ich schon sauber ausführen. Die Beweglichkeit, die Innen- und Außenrotation ist top gegeben“, freut sich der 52-Jährige täglich über Fortschritte in der Reha, die wohl noch ein paar Wochen fortgesetzt wird.
Sein letztes Fußballspiel bestritt Thorsten Hirdes im August 2022 in Allendorf vor 3500 Zuschauern mit der FC-Ederbergland-Traditionself gegen die FC Bayern Legends mit den Weltmeistern Klaus Augenthaler und Paulo Sergio sowie vielen weiteren FCB-Stars. Das Ziel des früheren Mitglieds der KSV-Traditionsmannschaft ist es aber nicht, wieder selbst kicken zu können. Priorität habe, wieder ein- oder zweimal in der Woche schmerzfrei joggen zu können.
Auf den Fußball nimmt er lieber weiter als Trainer von außen Einfluss. Das nächste Spiel der U19 von Thorsten Hirdes steht am Samstag (15.15 Uhr) bei Bundesliga-Absteiger Kickers Offenbach an.