Testosteron-Wahn im Weißen Haus: Trumps Männlichkeits-Kult und seine erschreckenden Anhänger
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Testosteron-Kult der Republikaner: Trump macht gefährliches Männlichkeitsbild zur Staatsideologie
Stand: 05.08.2026, 19:36 Uhr
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Trump und sein Umfeld inszenieren Männlichkeit als Dominanz. Selbst schwere Vorwürfe schaden Kandidaten kaum, wie US-Expertin Navidi in ihrer Kolumne schreibt.
New York, USA – Was ist für Sie Männlichkeit? Für Republikaner bedeutet Männlichkeit vor allem eins: Testosteron! Schon seit Jahren steht die Testosteronkrise im Zentrum republikanischer Debatten: Männer würden verweichlichen und gesellschaftlich und wirtschaftlich abstürzen. Deshalb hat Kriegsminister Pete Hegseth kürzlich auch angekündigt, dass sich Streitkräfte nunmehr Testosterontests unterziehen müssen. Künftig sollen Soldaten zu tödlichen Kampfmaschinen werden.

„Testosteronkrise“ ist ein Kampfbegriff im Kulturkrieg. Er soll Ängste vor Status- und Bedeutungsverlust auslösen. Ein zentrales Manipulationsmittel ist dabei auch das evangelikale Männlichkeitsideal. Danach hat Gott den Mann mit extra viel Testosteron ausgestattet, damit er sich als Beschützer und Familienoberhaupt durchsetzen kann. Die Aufgabe der Frau ist es, sich keusch zu verhalten. Fällt der Mann ihr sexuell anheim, ist es ihre Schuld. Das kennen wir doch schon aus einer anderen Religion.
Testosteron-Kult der Republikaner: Trump macht Männlichkeitsbild zur Staatsideologie
Donald Trump ist die Verkörperung dieses patriarchalischen Verständnisses von Männlichkeit. Er inszeniert sich als dominanter Mann, der ungestraft alle Gesetze und Tabus brechen kann. Härte und Unterwerfung belohnt er. Dass republikanische Wähler dieses Männlichkeitsbild lieben, zeigt auch der Erfolg ihrer extremen Kandidaten, die gegenwärtig im Spitzenfeld rangieren. Da hätten wir beispielsweise Victor Marx, Gouverneurskandidat in Colorado. Der behauptete, im Alter von sieben Jahren einen Mann getötet zu haben. In Interviews schloss er nicht aus, später noch weitere Menschen umgebracht zu haben.
Ebenfalls ein Liebling der Republikaner: Ken Paxton, Justizminister von Texas und US-Senatskandidat. Der Moralapostel ist bekannt für seine außerehelichen Affären, seinen Machtmissbrauch und die gegen ihn erhobenen Korruptionsvorwürfe. Aktuell macht gerade der Fall des Republikaners Max Miller Schlagzeilen. Der kandidiert für die Wiederwahl als Abgeordneter von Ohio. Miller soll seiner Ex-Frau eine Pistole an die Schläfe gesetzt und sie mit brühend heißem Wasser übergossen haben. Seiner zweijährigen Tochter soll er das Schlüsselbein gebrochen und ein Nacktfoto von ihr veröffentlicht haben. Nach Aussage des 37-Jährigen waren die leeren Spritzen neben seinem Bett lediglich Testosteronspritzen. Wobei wir wieder beim Thema wären.
Obwohl es zu den Vorwürfen Tonbandaufnahmen, Zeugenaussagen und polizeiliche Vernehmungsprotokolle gibt, halten Trump und die Republikaner zu Miller. Weil ein Mann, der seine Frau und seine Kinder diszipliniert, gilt dort als männlich. Eine Trump-Administration, die auf aggressive und gewissenlose testosterongetunte Männer setzt und die Frauen und Minderheiten ausgrenzt, zeigt, auf welchen Kurs sie Amerika bringt: einen eindeutigen Abwärtskurs!