Styber und Rödiger holen zweiten Weltcup-Sieg – trotz höchster Vorlage

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Styber und Rödiger holen zweiten Weltcup-Sieg – trotz höchster Vorlage

Stand: 14.07.2026, 06:00 Uhr

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Akrobatische Sightseeingtour durch Budapest: Die Kunstrad-Elite um Celine Stapf und Niklas Kreuzmann (von links), Theresa Klopfer sowie Lea-Victoria Styber und Nico Rödiger vor dem Parlamentsgebäude in der ungarischen Hauptstadt.

Akrobatische Sightseeingtour durch Budapest: Die Kunstrad-Elite um Celine Stapf und Niklas Kreuzmann (von links), Theresa Klopfer sowie Lea-Victoria Styber und Nico Rödiger vor dem Parlamentsgebäude in der ungarischen Hauptstadt. © Privat

Lea-Victoria Styber und Nico Rödiger gewinnen den zweiten UCI-Kunstrad-Weltcup der Saison in Ungarn. Mit 153,08 Punkten hatten Konkurrenten ihnen zuvor die höchste Vorlage gestellt, die das Duo jemals bekommen hatte.

Vác – Mission erfüllt: Lea-Victoria Styber und Nico Rödiger haben auch den zweiten UCI-Kunstrad-Weltcup der Saison im ungarischen Vác gewonnen und damit ihre Spitzenposition im Gesamtweltcup verteidigt. Das für den RSV Langenselbold startende Duo setzte sich am Samstag im Zweier der Offenen Klasse mit 156,04 ausgefahrenen Punkten gegen die ausschließlich deutsche Konkurrenz durch und untermauerte einmal mehr seine Ausnahmestellung.

Nach dem Erfolg beim ersten Weltcup im Februar in der Slowakei waren Styber und Rödiger auch in Ungarn die Gejagten. Die Konkurrenz hatte die Messlatte im Vorfeld allerdings hochgelegt: Celine Stapf/Niklas Kreuzmann vom RV Adler Soden blieben mit 142,97 ausgefahrenen Punkten zwar ein wenig hinter den Erwartungen zurück, doch die Vize-Europameister Patrick Tisch und Julia Hämmerli vom RV Pfeil Magstadt legten mit 153,08 Punkten stark vor – es war die höchste Vorlage, die das Langenselbolder Duo jemals bekommen hatte.

Die amtierenden Welt- und Europameister selbst gingen mit einer noch höheren Ausgangswertung von 167,70 Punkten an den Start – und präsentierten zudem ein überarbeitetes Programm mit zwei neuen Übungen. „Natürlich haben wir uns erst einmal sehr darüber gefreut, dass wir gewonnen haben“, sagte Lea-Victoria Styber nach dem Wettkampf. „Mit der höheren Vorlage und den neuen Übungen war man schon deutlich aufgeregt. Deshalb waren wir froh, dass wir dem standhalten konnten und sturzfrei gefahren sind.“

Ganz ohne Punktverluste blieb die Kür allerdings nicht. Das Paar kassierte mehrere Abzüge. Besonders schmerzhaft war eine 50-prozentige Abwertung bei der Lenkersitzsteiger-Drehung mit Schultersitz, weil die beiden während der Übung leicht von der Ideallinie abwichen. Allein dadurch gingen dreieinhalb Punkte verloren. „Wir haben ein paar Abzüge bekommen, die wir sehr streng fanden. Manche konnten wir nachvollziehen, manche nicht“, erklärte Styber. Dennoch überwog am Ende die Zufriedenheit. „Alle Übungen, die wir neu ins Programm aufgenommen haben, haben funktioniert. Darüber haben wir uns sehr gefreut.“

Mit dem Sieg in Vác festigten Styber und Rödiger ihre hervorragende Ausgangsposition im Gesamtweltcup und zeigten einmal mehr, dass sie trotz eines anspruchsvolleren Programms auch unter großem Druck zuverlässig ihre Leistung abrufen können.