„Steuergeld darf kein Versagen belohnen“: Carsten Maschmeyer teilt gegen Deutsche Bahn aus

Harte Worte von Carsten Maschmeyer: Bei Instagram zeigte der Unternehmer Unverständnis für die Boni-Ausschüttung bei der Deutschen Bahn. „Mit Steuergeld darf man kein Versagen belohnen“, forderte er.

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„Steuergeld darf kein Versagen belohnen“: Carsten Maschmeyer teilt gegen Deutsche Bahn aus

Stand: 21.08.2026, 08:30 Uhr

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Carsten Maschmeyer - Carsten Maschmeyer hat das Prämiensystem bei der Deutschen Bahn kritisiert.

Carsten Maschmeyer - Carsten Maschmeyer hat das Prämiensystem bei der Deutschen Bahn kritisiert. © Getty Images / Andreas Rentz

Harte Worte von Carsten Maschmeyer: Bei Instagram zeigte der Unternehmer Unverständnis für die Boni-Ausschüttung bei der Deutschen Bahn. „Mit Steuergeld darf man kein Versagen belohnen“, forderte er.

Die Deutsche Bahn und Pünktlichkeit - das ist bekanntermaßen so eine Sache. Eine klare Meinung zu diesem Thema vertritt auch Carsten Maschmeyer. „Mit Steuergeld darf man kein Versagen belohnen, Deutsche Bahn“, verdeutlicht der Unternehmer nun bei Instagram. Grund für Maschmeyers Wortmeldung sind die hohen Boni, die Vorstände und Chefs der DB ausgezahlt bekommen.

„Schon wenn gerade mal 67,5 Prozent der Fernzüge pünktlich sind, würden Vorstand und Chefetage dafür eine ordentliche Bonuszahlung bekommen“, wundert sich der 67-Jährige über die Strukturen in dem Transportunternehmen. „Mal ehrlich: Die Vorstände der Bahn verdienen bereits sehr gut“, verwies er auf das üppige Jahresgehalt des einstigen Vorstandsvorsitzenden von 1,4 Millionen Euro.

„Wer einen Bonus bekommt, sollte etwas Außergewöhnliches erreicht haben“

Carsten Maschmeyer hält es für unangebracht, dann auch noch hohe Extrazahlungen auszuschütten. „Wer darüber hinaus einen Bonus bekommt, sollte etwas Außergewöhnliches erreicht haben“, fährt der Unternehmer bei Instagram fort. „68 von 100 Zügen pünktlich ans Ziel zu bringen, gehört für mich nicht dazu“, wählte Maschmeyer unmissverständliche Worte.

Stattdessen warf der 67-Jährige eine andere Idee auf: „Vielleicht wären solche Sonderzahlungen dort besser aufgehoben, wo über Jahre zu wenig investiert wurde: in unsere Infrastruktur.“ Solange die Bahn nicht mindestens 80 Prozent Pünktlichkeit erreiche, solle es laut Maschmeyer „keinen einzigen Euro Bonus geben“.

In der Instagram-Kommentarspalte sahen es viele ähnlich. „Variable Vergütung sollte echte Verbesserung belohnen - nicht das bloße Verwalten eines unzureichenden Status quo“, meinte einer. Ein anderer fügte hinzu: „Steuergeld darf Unternehmen stabilisieren, wenn ein öffentliches Interesse besteht. Aber es darf nicht dazu führen, dass dauerhaft fehlende Konsequenzen finanziert werden.“ (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)