Steckt jetzt auch in Samsung-Handys: Was ist eigentlich ein Silizium-Carbon-Akku?
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Samsung setzt beim neuen Galaxy Z Fold8 Ultra auf einen Silizium-Caron-Akku. Aber was genau ist das eigentlich und warum verbauen immer mehr Smartphone-Hersteller solche Akkus?
Samsung verbaut im Galaxy Z Fold8 Ultra einen Silizium-Carbon-Akku um bessere Akkulaufzeiten zu ermöglichen. Das ist das erste Mal, dass diese Technik in einem Samsung-Smartphone zum Einsatz kommt. Andere waren da schneller: Vor allem chinesiche Hersteller wie Honor, Xiaomi und Oppo setzten auf Silizium-Carbon-Akkus. Sie sind zum Beispiel im Vivo X300 Ultra (hier im Test) oder im Honor 600 Pro (hier im Test) verbaut. Aber auch im Motorola Signature (hier im Test) und anderen Motorola-Modellen stecken stecken Silizium-Carbon-Akkus. Aber warum ist diese Technik so interessant für Handy-Hersteller?
Was ist eigentlich ein Silizium-Carbon-Akku?
Ein Silizium-Carbon- (oder auch Silizium-Kohlenstoff-) Akku ist eigentlich eine Weiterentwicklung den bekannten Lithium-Ionen-Akkus, der in den meisten aktuellen Smartphones steckt. Bei einem Lithium-Ionen-Akku besteht die Anode (der Minus-Pol) aus Graphit, beim Silizium-Carbon-Akku wird die Anode zum Teil oder komplett durch Silizium ersetzt, die Kathode besteht weiterhin aus Lithium. Dadurch steigt die Energiedichte, bei gleicher Baugröße des Akkus ist mehr Kapazität möglich - oder die Kapazität bleibt gleich und der Akku kann kleiner werden.
Beide Varianten sind für Smartphone-Hersteller interessant: Entweder bleibt das Smartphone gleich groß und hält dank Silizium-Carbon-Akku länger durch oder das Handy wird bei gleicher Akkulaufzeit dünner und leichter. Außerdem sollen Silizium-Kohlenstoff-Akkus widerstandsfähiger gegen Kälte sein.
Welche Nachteile haben Silizium-Carbon-Akkus?
Silizium dehnt sich bei beim Laden des Akkus stark aus und schrumpft beim Entladen wieder. Das sorgt für eine höhere mechanische Belastung im Inneren des Akkus, was zu einer geringeren Lebensdauer führen kann. Das ist auch der Grund, warum kein reines Silizium als Anode zum Einsatz kommt, sondern eine Mischung als Kohlenstoff und Silizium. Der Kohlenstoff wirkt zusätzlich auch stabilisierend.
Dass Samsung jetzt einen Silizium-Carbon-Akku im Galaxy Z Fold8 Ultra (zum Test) verbaut, spricht aber für die neue Technik. Man kann davon ausgehen, dass im Vorfeld aufwendige Tests stattgefunden haben um den Akku zur Serienreife zu bringen. Immerhin haben die Koreaner Erfahrung mit Akkuproblemen bei Smartphones - der ein oder andere kann sich vielleicht noch an den weltweiten Rückruf des Samsung Galaxy Note 7 wegen explodierender Akkus in 2016 erinnern - und sie sind sicher nicht erpicht auf eine Wiederholung.
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