Spanische Exklave außer Kontrolle: Tausende Migranten, mindestens 9 Tote – Spanien schickt Militär

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Spanische Exklave außer Kontrolle: Tausende Migranten, mindestens 9 Tote – Spanien schickt Militär

Tausende Migranten schwimmen an spanischer Grenze an Land – Video zeigt Lage

Stand: 31.07.2026, 09:13 Uhr

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Spaniens Exklave Ceuta erlebt einen der schwersten Migrationsanstiege seit Jahren – Madrid reagiert mit Soldaten und Spezialkräften.

Ceuta – Binnen weniger Tage sind mehr als 1.500 Migranten schwimmend in die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta gelangt – EU-Gebiet, das direkt an Marokko grenzt. Am Donnerstag, dem 30. Juli 2026, verschärfte sich die Lage dramatisch: Die Grenzsicherung brach nach Angaben des Vorsitzenden der Guardia-Civil-Gewerkschaft, Rachid Sbihi, zeitweise praktisch zusammen. Wie viele Menschen allein an diesem Tag ankamen, ist unklar – Schätzungen reichen von Hunderten bis zu mehreren Tausend. Die Aufnahmezentren sind um ein Vielfaches überfüllt, viele Menschen schlafen im Freien. Mindestens neun Personen kamen beim Versuch, Ceuta zu erreichen, ums Leben. Als möglicher Auslöser gilt ein Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs von Anfang Juli, das die bisherige Praxis der direkten Rückweisung aufgegriffener Migranten ins Meer für unzulässig erklärt hat.

Soldaten, Taucher, Militärschiff – Madrids Antwort auf die Krise

Die spanische Zentralregierung reagierte mit einem Militäreinsatz: Bis Freitag sollen drei Züge mit je 20 Soldaten, eine Tauchereinheit und ein Militärschiff nach Ceuta verlegt werden. Zudem werden die Spezialeinheiten der Polizei auf 200 Beamte aufgestockt. Die Ausrufung eines nationalen Notstands – wie vom Regionalpräsidenten Juan Jesús Vivas gefordert – lehnte Madrid ab. Die EU bot über Migrationskommissar Magnus Brunner Unterstützung an, unter anderem durch die Grenzschutzagentur Frontex. Regierungschef Pedro Sánchez und Innenminister Fernando Grande-Marlaska kündigten an, am Freitag persönlich nach Ceuta zu reisen. Spanien und Marokko wollen die Grenzkontrollen verstärken und Rückführungen beschleunigen – wie schnell sich die Lage stabilisieren lässt, bleibt offen. Das Video zeigt die derzeitige Lage in Ceuta.