Bundesliga: So will Borussia Mönchengladbach die Fans versöhnen

Ab und zu schauen sie auch mal auf das Geschehen auf dem Rasen nebenan und plötzlich brandet sogar etwas Jubel auf: Der Schwede Hugo Bolin ist von der linken Außenbahn in die Mitte gekurvt und hat den Ball aus ...

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Bundesliga: So will Borussia Mönchengladbach die Fans versöhnen

Ab und zu schauen sie auch mal auf das Geschehen auf dem Rasen nebenan und plötzlich brandet sogar etwas Jubel auf: Der Schwede Hugo Bolin ist von der linken Außenbahn in die Mitte gekurvt und hat den Ball aus 25 Metern in den rechten Winkel geschlenzt. "Das ist einer!", sagt Fritz aus Bamberg zu WDR.de. "Das habe ich letzte Saison schon gesehen, wenn er denn mal spielen durfte. Ich hoffe nur, dass der Trainer sich jetzt auch mal traut, den regelmäßig aufzustellen, der haut sich wenigstens rein." Sein Kumpel Peter aus Bamberg nickt zustimmend, die beiden wohnen hier jedes Jahr für fünf Tage im selben Hotel, nur 300 Meter vom Trainingsplatz entfernt.

Kleindienst will eine rauere Gangart

Kleindienst fordert auf WDR-Nachfrage generell eine rauere Gangart, er hat wegen einer schweren Knieverletzung fast die komplett Vorsaison von der Tribüne aus zusehen müssen und dabei festgestellt: "Wir waren oft zu brav, jetzt müssen wir ganz schnell dahin kommen, das es den Gegnern wehtut, gegen uns zu spielen. Es muss sich eklig anfühlen für die. Das kriegst du aber nur hin, wenn schon im Training mal der Ellenbogen ausgefahren wird."

Chance zur Wiedergutmachung

Tatsächlich waren die Gladbacher in der vergangenen Spielzeit oft weit davon entfernt, ihre Gegner zu malträtieren. Nach einer 1:0-Führung folgte oft der kollektive Rückzug, die Spielweise war seltsam mutlos und geprägt von der Idee, dass man ganz viel zu verlieren hat. Erst im Saisonendspurt, und das auch eher durch das kollektive Schwächeln der anderen Kellerkinder, wurde der Klassenerhalt gesichert.

Schröder hört sich die Meinungen der Fans an

Dass er die nutzen will, sieht und hört man hier im Tegernseer Tal, wo sich die schrillen Laute aus seiner Trillerpfeife in den Bergen vervielfältigen. Das Echo bei den Fans ist noch zwiespältig. Viele hätten sich einen kompletten Neustart gewünscht, andere sprechen klar gegen eine erneute Trainerentlassung, die zuletzt bei der Borussia beinahe im Jahresrhythmus stattgefunden hat.

Hannelore Kraft: "Wir sind ein Familienverein"

In der Vorwoche hatten am selben Ort die Münchener Bayern ihr Trainingslager, doch das war von der Volksfeststimmung mit den vielen Bierbänken weit entfernt - es gab in der kompletten Woche genau eine öffentliche Einheit.

Team soll und muss anders auftreten

Wenn die Profis den Rasen verlassen, setzen sie sich manchmal noch für ein paar Minuten in eine Eistonne, trinken Shakes zur Regeneration, ehe der nächste Marathon ansteht: Eine kleine Kiste mit schwarzen Eddings liegt auf der Tartanbahn, dann nimmt sich jeder Spieler einen davon und setzt auf dem Weg zum Mannschaftsbus seinen Namen auf die vielen Trikots, Kappen und Bälle.