Sinnflut-Festival: Junges Team übernimmt

Das 32. Sinnflut-Festival in Erding ist nach elf Tagen zu Ende gegangen. Bei hochsommerlichen Temperaturen stellte Biergarten-Chef Kilian Höhenberger kurzerhand seine private Gartendusche auf dem Marktplatz auf.

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Sinnflut-Festival: Junges Team übernimmt

Stand: 04.08.2026, 07:00 Uhr

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„Sinnflut-Stimmung mit Urlaubsfeeling“ wie Lea Feller es beschreibt, war heuer wieder deutlich zu spüren.

„Sinnflut-Stimmung mit Urlaubsfeeling“ wie Lea Feller es beschreibt, war heuer wieder deutlich zu spüren. © Torsten Gatz

Das 32. Sinnflut-Festival in Erding ist nach elf Tagen zu Ende gegangen. Bei hochsommerlichen Temperaturen stellte Biergarten-Chef Kilian Höhenberger kurzerhand seine private Gartendusche auf dem Marktplatz auf.

Erding – Elf Tage Musik, Kultur und Sommerstimmung sind vorbei – und die Bilanz des 32. Sinnflut-Festivals fällt durchweg positiv aus. Die wichtigste Botschaft dabei lautet: Mit Geschäftsführerin Lea Feller (33) und Biergarten-Chef Kilian Höhenberger (31) ist der Generationenwechsel gelungen. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Erding ist enger geworden. Nach zwei unsicheren Jahren blicken die Veranstalter nun wieder zuversichtlich in die Zukunft.

Übernehmen Verantwortung: Geschäftsführerin Lea Fellner und Biergarten-Chef Kilian Höhenberger.

Übernehmen Verantwortung: Geschäftsführerin Lea Fellner und Biergarten-Chef Kilian Höhenberger. © Sinnflut

„Der Verlauf der vergangenen elf Tage war absolut positiv“, sagt Lea Feller. Gemeinsam mit Höhenberger übernimmt sie inzwischen immer mehr Verantwortung für das Festival, das ihr Vater Peter Feller gemeinsam mit Börnie Sparakowski, der noch immer als Geschäftsführer fungiert, vor mehr als drei Jahrzehnten ins Leben gerufen hat.

Die hochsommerlichen Temperaturen stellten die Veranstalter zwar vor Herausforderungen, sorgten aber gleichzeitig für „die geliebte Sinnflut-Stimmung mit Urlaubsfeeling“, schwärmt Lea Feller. „In der zweiten Festivalhälfte hat sich die Besucher-Spitze nach hinten verschoben. Erst ab 19 Uhr war richtig viel los“, berichtet Höhenberger. Die erweiterte Überdachung der Biergärten habe sich bewährt. Für zusätzliche Abkühlung sorgte eine spontane Idee: Der 31-Jährige brachte kurzerhand seine Gartendusche mit und stellte sie auf dem Marktplatz auf. „Das fanden die Leute super.“

Die Besucher seien wie gewohnt friedlich gewesen. Das bestätigt die Polizei Erding: „Keine Vorkommnisse“, so der stellvertretende Leiter Harald Pataschitsch.

Für die Mitarbeiter seien die heißen Tage zwar anstrengend gewesen, „aber unser Personal hat das wirklich hervorragend gemeistert“, lobt Höhenberger. Peter Feller ergänzt: „Ohne die Menschen, die woanders herkommen und bei uns leben, würde das alles nicht hinhauen.“

Spontane Ideen kommen gut an

Auch wirtschaftlich fällt die Bilanz positiv aus. Gleichzeitig beobachten die Verantwortlichen eine sinkende Kaufkraft. „Der Geldbeutel sitzt nicht mehr so locker“, sagen Peter und Lea Feller. Dennoch wurden die Preise seit drei Jahren bewusst nicht erhöht. „Wir wollen die gestiegenen Kosten nicht eins zu eins an unsere Gäste weitergeben. Es gibt viele Menschen, die sich das sonst nicht mehr leisten könnten“, betont Peter Feller.

Gut angekommen sind Neuerungen: Erstmals war an der Selbstabholungsschänke Kartenzahlung möglich, gleichzeitig konnten Besucher dort Bargeld abheben. Die Fragner Bus Bar, der neue Barbecue-Stand mit Pulled Beef und Jackfruit-Spezialitäten sowie das frei zugängliche Klavier fanden großen Anklang. „Solche spontanen Ideen machen den besonderen Charakter des Festivals aus“, sagt Lea Feller.

Bewährt habe sich auch die Zusammenarbeit mit dem Eventforum Erding, ehemals Stadthalle. Die Konzerte mit namhaften Musikern in der Eishalle lockten Besucher weit über die Landkreisgrenzen hinaus nach Erding. Die Kooperation soll fortgesetzt werden.

Modernisiert wurde zudem der Außenauftritt. Die neue Homepage und die Social-Media-Kanäle seien ein Muss.

Positive Rückmeldungen gab es außerdem von Händlern und Gastronomen, die nach dem schwierigen Vorjahr mit vielen Regentagen wieder mehr Umsatz verbuchen konnten und die gute Atmosphäre betonten. Seit vielen Jahren unterstützt der Montessori-Verein, dessen Mitglieder die Parkplatzeinweisung und den Ticketverkauf übernehmen.

Bereits gestern Morgen begann der Abbau des Festivalgeländes. Bis Donnerstag soll alles abgeschlossen sein, ehe nahtlos der Aufbau für das Erdinger Herbstfest weitergeht.

Für Peter Feller, der nach all den Jahren kürzer treten und Verantwortung abgeben wollte, geht die Entwicklung des Festivals in die richtige Richtung. „Für mich passt das jetzt so“, sagt der Gründer.