Sexualdelikte in Bussen und Bahnen der BVG: Jeder zehnte Fall betrifft ein Kind
KI-Stimme. InfoEine aktuelle Polizei-Statistik zu sexuellen Gewalttaten in Bus und Bahn, über die die „Berliner Zeitung“ berichtet, macht betroffen. Demnach gab es 2025 insgesamt 443 Fälle sexualisierter Gewalt...
- 2 min read
KI-Stimme. Info
Eine aktuelle Polizei-Statistik zu sexuellen Gewalttaten in Bus und Bahn, über die die „Berliner Zeitung“ berichtet, macht betroffen. Demnach gab es 2025 insgesamt 443 Fälle sexualisierter Gewalt in Berliner U-Bahnen, Straßenbahnen oder Bussen. Fälle in S-Bahnen und im Regionalverkehr wurden nicht erfasst, da sie in den Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei fallen. Die Dunkelziffer dürfte höher liegen, da insbesondere Sexualdelikte, etwa aus Scham, nicht immer angezeigt werden.
Wie aus der Statistik hervorgeht, war bei 43 der 443 Taten ein Kind bis 14 Jahre das Opfer. 24 Fälle betrafen exhibitionistische und sexuelle Handlungen vor Kindern, 13-mal erfolgten sexuelle Handlungen an einem Kind oder durch ein Kind. In fünf Fällen wurde demnach auf ein Kind durch pornografische Inhalte oder Reden eingewirkt, zwei Fälle betrafen schweren sexuellen Missbrauch oder „sonstige Begehungsweisen“.
- Polizei & Feuerwehr: Aktuelle Blaulicht-Meldungen aus Berlin im Blog
- „Sicherheitsrisiko“: Polizeigewerkschaft schießt gegen Pkw-Assistenzsysteme
- Nach CSD-Anschlag: Vier islamistische Gefährder in Berlin müssen jetzt Fußfesseln tragen
- 6500 Unfälle mit E-Scootern in Berlin: „Zustände wie im Wilden Westen“
- Exklusiv: KI-Kameraüberwachung in Berlin soll schon im August starten
Sexualdelikte: Das sind die „gefährlichsten“ Bahnhöfe in Berlin
Unter den übrigen 399 Delikten waren laut Statistik unter anderem zwölf Vergewaltigungen und 32 sexuelle Übergriffe. Daneben wurden 194 sexuelle Belästigungen, 111 exhibitionistische Handlungen sowie 34 Fälle von „Erregung öffentlichen Ärgernisses durch sexuelle Handlungen“ registriert.
Mehr zu den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG)
- Sicherheit: Kaum Chancen für Zugangssperren in der Berliner U-Bahn
- Nahverkehr in Berlin: Gewalt ist hier an der Tagesordnung
- Neue Daten: Diese U-Bahn-Linien haben die meisten Fahrgäste
- Bildergalerie: Die schönsten U-Bahnhöfe auf historischen Postkarten
Als „gefährlichster“ Bahnhof gilt laut „Berliner Zeitung“ der U-Bahnhof Hermannplatz mit zehn registrierten Fällen. Danach folgen die U-Bahnhöfe Kottbusser Tor und Alexanderplatz mit je sieben und mit je sechs Fällen, der U-Bahnhof Jakob-Kaiser-Platz und der Bahnhof Warschauer Straße. Jeweils fünf Fälle verzeichnen die U-Bahnhöfe Gesundbrunnen, Eberswalder Straße und Rathaus Spandau sowie die Bahnhöfe Zoologischer Garten und Hauptbahnhof.

Überraschenderweise wurden die meisten Sexualstraftaten nicht in der Nacht, sondern zwischen 15 und 16 beziehungsweise zwischen 16 und 17 Uhr registriert, also mitten im Berufsverkehr.
BM