Seit 2024 geschlossen: Entscheidung gefallen – Grundsatzbeschluss zum Hallenbad Lebach

Seit dem Pfingsthochwasser von 2024 müssen die Menschen in Lebach ohne das dortige Hallenbad auskommen. Wasser und Schlamm sorgten für einen Millionen-Schaden. Der Stadtrat fällte jetzt eine zentrale Grundsatzentscheidung – die nicht nur beim örtlichen DLRG für neue Hoffnung sorgen dürfte.

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Seit 2024 geschlossen: Entscheidung gefallen – Grundsatzbeschluss zum Hallenbad Lebach

Seit 2024 geschlossen Entscheidung gefallen – Grundsatzbeschluss zum Hallenbad Lebach

Lebach · Seit dem Pfingsthochwasser von 2024 müssen die Menschen in Lebach ohne das dortige Hallenbad auskommen. Wasser und Schlamm sorgten für einen Millionen-Schaden. Der Stadtrat fällte jetzt eine zentrale Grundsatzentscheidung – die nicht nur beim örtlichen DLRG für neue Hoffnung sorgen dürfte.

20.08.2026 , 22:34 Uhr

 Sorgenkind seit 2024: Das Hallenbad in Lebach ist seit dem katastrophalen Pfingsthochwasser von vor zwei Jahren wegen schwerer Schäden geschlossen. Im Stadtrat wurde nun jedoch eine wegweisende Entscheidung zur weiteren Zukunft des Bades getroffen.

Sorgenkind seit 2024: Das Hallenbad in Lebach ist seit dem katastrophalen Pfingsthochwasser von vor zwei Jahren wegen schwerer Schäden geschlossen. Im Stadtrat wurde nun jedoch eine wegweisende Entscheidung zur weiteren Zukunft des Bades getroffen.

Foto: Tom Peterson

Es dürfte ein großer Hoffnungsblick für viele Menschen in Lebach sein: Seit weite Teile der Innenstadt während des dramatischen Pfingsthochwassers von 2024 massiv in Mitleidenschaft gezogen worden waren, müssen die Lebacher ohne ihr Hallenbad auskommen. Dieses wurde in den Fluten derart schwer beschädigt, dass es seitdem geschlossen bleiben muss. Doch das dürfte sich bald ändern. Auf seiner jüngsten Sitzung hat der Lebacher Stadtrat nun eine Grundsatzentscheidung getroffen, mit der die Weichen für eine umfangreiche Sanierung gestellt werden.

Stadtrat Lebach fällt Grundsatzentscheidung zur Sanierung von beschädigtem Hallenbad

Einstimmig stimmten die Ratsmitglieder am Donnerstagabend einem Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung zu, welcher die Umsetzung entsprechender Bau- und Instandsetzungsmaßnahmen vorsieht. Und die werden alles andere als einfach sein. Denn Voruntersuchungen hatten gezeigt, dass durch Wasser und Schlamm weitaus mehr als nur die Technik des Hallenbades in Mitleidenschaft gezogen wurde. So gibt es etwa auch Probleme mit den Zuleitungen oder der Bodenplatte unter dem Gebäude. Gleichzeitig soll das Bad auch für zukünftige Hochwasser fit gemacht und energetisch modernisiert werden.

 Blick in das leere Hallenbad in Lebach. Seit dem Pfingsthochwasser von 2024 war hier keiner mehr schwimmen.

Blick in das leere Hallenbad in Lebach. Seit dem Pfingsthochwasser von 2024 war hier keiner mehr schwimmen.

Foto: Tom Peterson

Die Stadt steht daher auch vor einer enormen finanziellen Herausforderung. Alleine die reinen Baukosten belaufen sich nach Angaben von Lebachs Bürgermeister Klauspeter Brill auf mehr als elf Millionen Euro. Zusammen mit den Baunebenkosten und Kosten der Projektsteuerung steigen die notwendigen Aufwendungen demnach sogar auf rund 14,5 Millionen Euro.

Stadt hofft auf Mittel aus dem Schwimmbadförderungsprogramm vom Bund

Im Rat und der Stadtverwaltung setzt man daher einen großen Teil der Hoffnungen auch in das aktuelle Schwimmbadförderprogramm des Bundes. Dieser stellt dem Saarland und seinen Kommunen über sein Infrastruktursondervermögen rund 113,5 Millionen Euro für die Instandsetzung ihrer Schwimmbäder zur Verfügung. Zwar soll die entsprechende Förderrichtlinie erst noch Anfang September im Ministerrat beschlossen werden, laut Bürgermeister Brill ständen die Chancen aber gut, dass die Stadt hierdurch eine Förderung von gut 5,3 Millionen Euro für die Sanierung ihres Hallenbades bekommen könnte. Zusammen mit den bereits bewilligten, beziehungsweise in Aussicht gestellten Fördersummen des Landes bliebe für die Stadt im besten Fall am Ende ein Eigenanteil von rund 3,2 Millionen Euro.

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Folgen des Hochwassers – So sieht es im Rathaus und Hallenbad von Lebach aus

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Foto: Tom Peterson

Die Fraktionen im Stadtrat machten jedenfalls deutlich, dass sie hinter den Sanierungsplänen stehen. „Wir wollen der Bevölkerung und der DLRG signalisieren, dass wir unser Hallenbad erhalten und wieder erneuern“, machte etwa der Sprecher der FDP-Fraktion, Fred Metschberger deutlich. Rainer Fries von der CDU sprach von „sehr guten Nachrichten“ und dass es „keine Frage ist, dass wir dem zustimmen“. Nadine Urhahn von den Grünen betonte wiederum, dass es sich bei dem Hallenbad um „kein Luxusbad“ handele, sondern dieses unter anderem für den Schwimmunterricht eine enorme Bedeutung habe. Und auch wenn die Summen für die Instandsetzung und Modernisierung enorm seien, das Hallenbad wäre „jede Mühe wert“, ergänzte die Sprecherin der SPD-Fraktion, Anna Schmidt.

DLRG Lebach: Grundsatzbeschluss gibt „neue Hoffnung“

Dass es nun in absehbarer Zeit mit den Sanierungsarbeiten losgehen soll, sorgt vor allem bei den örtlichen Rettungsschwimmern vom DLRG und dessen Vorsitzenden Thomas Endres für Erleichterung. „Wir haben die Hoffnung zwar nie ganz aufgegeben, gleichzeitig hatten wir uns aber auch immer mehr Sorgen gemacht, wie wir den Verein ohne das Hallenbad überhaupt am Leben erhalten sollen“, so Endres.

 Hat Grund zur Freude: Der Grundsatzbeschluss des Lebacher Stadtrates zum Hallenbad gibt Thomas Endres, Vorsitzender der DLRG Lebach, wieder neue Hoffnung.

Hat Grund zur Freude: Der Grundsatzbeschluss des Lebacher Stadtrates zum Hallenbad gibt Thomas Endres, Vorsitzender der DLRG Lebach, wieder neue Hoffnung.

Foto: Tom Peterson

Seit der Schließung des Hallenbades müsse der Verein für seine Trainings- und Schwimmunterrichtstunden nämlich nicht nur auf Bäder in anderen Kommunen ausweichen, wodurch zudem die Ausbildung von Rettungsschwimmern erschwert werde. „Auch die Mitgliederzahlen stagnieren seitdem“, erklärt Endres. Die jetzige Grundsatzentscheidung im Stadtrat gebe den Mitgliedern der Lebacher DLRG daher „neue Hoffnung, dass es doch weitergeht“.

Bis Endres vom DLRG und die restlichen Menschen in Lebach wieder ihr Hallenbad von innen sehen können, dürfte dennoch etwas Zeit vergehen. Mit einer Wiederinbetriebnahme rechnet man seitens der Verantwortlichen nicht vor Ende 2028. Der erste große Schritt dahin wurde jedenfalls jetzt getan.