Schüsse an Schule in Thailand: Jugendlicher in Thailand tötet Großeltern und fünf Menschen an Schule
Ein Vierzehnjähriger hat in Thailand fünf Menschen an einer Schule erschossen und mehr als 30 weitere teils lebensgefährlich verletzt. Anschließend tötete er sich selbst. Qu...
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Ein Vierzehnjähriger hat in Thailand fünf Menschen an einer Schule erschossen und mehr als 30 weitere teils lebensgefährlich verletzt. Anschließend tötete er sich selbst.
Quelle: DIE ZEIT, AFP, AP, dpa, Reuters,
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Aktualisiert am 7. August 2026, 17:50 Uhr
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In Thailand hat ein Jugendlicher an einer Schule außerhalb von Bangkok Schüsse abgegeben und mindestens sieben Menschen getötet. Nach Polizeiangaben tötete der 14-Jährige am Freitag mit der Pistole seines Großvaters zuerst seine Großeltern, bei denen er aufgewachsen war, in deren Wohnung.
Anschließend erschoss er an der Debsirin Nonthaburi School in der Provinz Nonthaburi nördlich der Hauptstadt Bangkok fünf Beschäftigte, darunter zwei Lehrer. Mehr als 30 weitere Menschen wurden verletzt, neun von ihnen lebensgefährlich. Anschließend habe er sich selbst das Leben genommen. Die Schule soll mindestens eine Woche lang geschlossen bleiben.
Der Hergang deute darauf hin, dass der Junge die Tat »eindeutig geplant« habe, teilte Regierungschef Anutin Charnvirakul mit. Das Motiv der Tat ist bislang noch unklar. Die Ermittler prüfen verschiedene mögliche Hintergründe, darunter Berichte über Mobbing. Ersten Angaben zufolge sollen Mitschüler den Jugendlichen wiederholt verspottet und angegriffen haben.
Der mutmaßliche Täter soll thailändischen Medienberichten zufolge selbst Schüler der Schule gewesen sein. Die Tatwaffe sei legal auf den Großvater registriert gewesen. Die Ermittler entdeckten in der Tasche des mutmaßlichen Täters zudem große Mengen Munition. Die Polizei untersuchte auch das Umfeld des Jugendlichen. Ermittler werteten Computer und digitale Spuren aus. Dabei fanden sie den Angaben nach Videos über frühere Schusswaffenangriffe, die der Schüler kurz vor der Tat angesehen haben soll.
Tat löst Debatte über Schusswaffen und Sicherheit an Schulen aus
In der Folge kam es in Thailand erneut zu einer Debatte über den Zugang zu Schusswaffen, psychische Gesundheit und die Sicherheit an Schulen. Mehrere Politiker forderten strengere Kontrollen für Schusswaffen und bessere Schutzmaßnahmen an Bildungseinrichtungen. Ministerpräsident Anutin Charnvirakul zeigte sich erschüttert und sprach den Familien der Betroffenen sein Beileid aus.
In Thailand gibt es Schätzungen zufolge rund zehn Millionen Schusswaffen in Privatbesitz. Jeder siebte Einwohner besitzt demnach eine Waffe. Angriffe mit Schusswaffen an Schulen sind in Thailand selten. Zuletzt hatte Anfang des Jahres ein Jugendlicher an einer Schule in Songkhla den Schulleiter getötet und eine Schülerin verletzt. 2022 tötete ein ehemaliger Polizist in einer Kindertagesstätte in der Provinz Nong Bua Lamphu 37 Menschen, darunter 24 Kinder.