S-Neo soll Investieren vereinfachen – doch jede Sparkasse macht eigene Regeln

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S-Neo soll Investieren vereinfachen – doch jede Sparkasse macht eigene Regeln

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Auch die Sparkassen wollen im wachsenden Markt der Broker-Apps mitmischen. Mit „S-Neo“ treten sie gegen Trade Republic und Scalable Capital an, um  junge Anleger zu gewinnen.

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S-Neo: Sparkassen greifen Trade Republic und Scalable Capital an – mit einem entscheidenden Nachteil

Sparkassen starten Brokerage-App S-Neo (Foto: Shutterstock/Chris Redan)

Die deutschen Sparkassen steigen in den hart umkämpften Brokerage-Markt ein.
Mit „S-Neo“ starten sie eine eigene Broker-App, die erfolgreichen Neobrokern wie Trade Republic oder Scalable Capital Paroli bieten und junge Anleger:innen an die Sparkassen binden soll.

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Was kann „S-Neo“?

Mit „S-Neo“ können Kund:innen seit dieser Woche mit mehr als 21.000 Wertpapieren wie ETFs (Exchange Traded Funds) handeln – direkt in der Sparkassen-App. Depotführung und Wertpapierkauf werden dabei ebenfalls direkt in der App bereitgestellt.

Zunächst richtet sich das Angebot allein an Bestandskund:innen. Laut Angaben der Sparkassen hat rund die Hälfte der 20 Millionen App-Nutzer:innen noch kein Wertpapierdepot. Zum Jahreswechsel 2026/2027 wird S-Neo dann auch für Neukund:innen geöffnet.

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Wie teuer S-Neo ist, entscheidet jede der bundesweit 338 Sparkassen selbst. Die Preise werden sich aber am marktüblichen Standard von Neobrokern wie Trade Republic, Scalable Capital oder Revolut orientieren, die den Wertpapierhandel per Smartphone salonfähig gemacht haben.

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Bei den meisten Sparkassen werden Depotführung und Ausführung von Sparplänen in der Regel kostenlos sein. Allerdings ist die kostenlose Depotführung bei einigen Sparkassen begrenzt und gilt nur bis zu einem bestimmten Höchstbetrag. Die Transaktionsgebühr liegt meist zwischen 95 Cent und einem Euro.

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Bei den Sparkassen funktionierte der Wertpapierhandel bislang nur über den S-Broker und war auch im Vergleich zu Online-Banken eher teuer. Dass für S-Neo eine zentrale Übersicht der Konditionen fehlt, schwächt die Vergleichbarkeit des Angebots und könnte neue Kund:innen abschrecken.

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Ulrich Reuter, hatte noch vor dem Start hohe Erwartungen an das eigene Brokerage-Angebot formuliert. Er glaube, „dass wir im Gesamtpaket besser sein werden als jeder heutige Neo-Broker“.

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S-Neo: Start in einen umkämpften Markt

Mit dem neuen Angebot starten die Sparkassen allerdings spät in einen umkämpften Markt, den die Neobroker vor Jahren erschlossen haben. Anbieter wie Trade Republic, Scalable Capital oder Revolut haben den Wertpapierhandel über das Smartphone salonfähig gemacht und vor allem junge Anleger:innen an den Kapitalmarkt herangeführt. Auch bei ihnen sind Sparpläne und die Depotführung oft kostenlos und die Transaktionsgebühren liegen ebenfalls bei rund einem Euro.

Die Neobroker haben ihr Geschäftsmodell seitdem aber stark weiterentwickelt und bieten etwa neben Aktien-Sparplänen auch Zinsen auf das Verrechnungskonto oder den Handel mit Kryptowährungen an.

Zum Start setzen die Sparkassen auf eine breit angelegte Werbe-Kampagne mit der Webvideo-Serie „Die Neusparer“, die auf Joyn, RTL+, Amazon Prime sowie auf Instagram, Facebook, Tiktok und Youtube zu finden ist. Ob die Geschichten, die im mittelfränkischen Spardorf spielen, wirklich junge Anleger:innen für die App begeistern, wird sich zeigen.

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