Geheime Militärbrücke: Russland und Nordkorea bauen erste Straßenverbindung – Selenskyj warnt vor 30.000 Soldaten
wa.dePolitikRussland und Nordkorea bauen Geheimbrücke: Militärexperten enthüllen den wahren ZweckStand: 28.07.2026, 20:00 UhrKommentareUns auf Google folgenRussland und Nordkorea verbinden sich per Brücke – und...
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Russland und Nordkorea bauen Geheimbrücke: Militärexperten enthüllen den wahren Zweck
Stand: 28.07.2026, 20:00 Uhr
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Russland und Nordkorea verbinden sich per Brücke – und Experten sind alarmiert. Warum das Bauwerk den Ukraine-Krieg gefährlicher machen könnte.
Chassan – Russland und Nordkorea stehen kurz vor der Fertigstellung der ersten Straßenbrücke zwischen beiden Ländern. Eine Untersuchung der ukrainischen Menschenrechtsorganisation Truth Hounds kommt zu dem Schluss: Die Brücke dient vor allem militärischen Zwecken. Gleichzeitig warnt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor der Entsendung von weiteren 30.000 nordkoreanischen Soldaten in den Ukraine-Krieg.

Die neue Querung überspannt den Berichten zufolge den Tumen-Fluss. Sie verbindet Khasan im russischen Fernen Osten mit Tumangang in Nordkorea. Laut dem Guardian ist die Brücke rund einen Kilometer lang, sieben Meter breit und mit einem Hubschrauberlandeplatz gespickt – zumindest auf russischer Seite. Doch während Nordkorea seinen Teil des Projekts bereits abgeschlossen haben soll, scheint es bei den Russen kaum voranzugehen: Eine Eröffnung war ursprünglich für den 19. Juni geplant. Ein neues Eröffnungsdatum lässt bislang auf sich warten.
Ukraine sieht Kims Hilfe als „einen der wichtigsten Faktoren“ für Russlands Krieg
Russische und nordkoreanische Behörden bezeichnen das Projekt offiziell als Handels- und Tourismusinfrastruktur. Russlands Verkehrsminister Andrey Nikitin erklärte: „Die Eröffnung der neuen Straßenbrücke wird den gegenseitigen Handel steigern, die Logistik optimieren, kulturelle Verbindungen stärken und die Grenzregionen in dynamisch wachsende Wirtschaftszentren verwandeln.“ Nordkoreas Staatsmedium KCNA sprach von einer Förderung von „Reise, Tourismus und Warenverkehr“.
Die Untersuchung von Truth Hounds zweifelt an dieser Darstellung. Die Baukosten belaufen sich demnach auf über 100 Millionen US-Dollar, der bilaterale Handel zwischen den beiden Ländern hatte 2024 aber lediglich einen Wert von 34 Millionen US-Dollar, berichtet der Guardian. Hinter dem Unterfangen stecke mehr als ein bloßes Infrastrukturprojekt, glaubt Nazar Myhun.
Myhun, der die Untersuchung leitete, erklärte gegenüber dem Guardian: „Lkw sehen auf Satellitenbildern fast immer gleich aus.“ Straßentransporte seien damit deutlich schwerer zu überwachen als Schienentransporte. Bei Eisenbahnwaggons lasse sich aus der Bauart oft auf die Ladung schließen. Offene Waggons etwa machten Güter für Satelliten sichtbar. Zudem könnten Lkw überall be- und entladen werden. Züge hingegen seien auf wenige feste Knotenpunkte angewiesen.
Weiter bezeichnete er die russisch-nordkoreanische Kooperation als „einen der wichtigsten Faktoren für Russlands Stärke“ im Ukraine-Krieg. Die öffentliche Vertiefung der Beziehungen habe den Austausch von Waffen und Technologie zudem „einfacher und weniger transparent“ gemacht.
Selenskyj warnt vor 30.000 Nordkorea-Soldaten für Putins Armee: „Bedrohung für alle in Asien“
Parallel zur Debatte um die Brücke warnte Selenskyj auf X vor einer massiven Verstärkung Russlands durch nordkoreanische Truppen. „Seit Juni laufen in der russischen Region Woronesch Vorbereitungen für ihre Aufnahme“, schrieb der ukrainische Präsident. Nordkorea bereite zudem die Lieferung weiterer Raketenabschussrampen vor.
Selenskyj warnte, Russland helfe Nordkorea dabei, „das Führen von Krieg zu erlernen, seine Waffen zu verbessern und echte Kampferfahrung zu sammeln“. Dies stelle „eine Bedrohung für alle Menschen in Asien dar, die sich in Reichweite nordkoreanischer Raketen befinden“. Nordkoreas Außenministerin Choe Son Hui hatte kurz zuvor Moskau besucht und wurde von Präsident Wladimir Putin empfangen.
Die militärische Zusammenarbeit beider Länder geht auf einen umfassenden strategischen Partnerschaftspakt zurück. Putin und Kim hatten diesen im Juni 2024 unterzeichnet. Seitdem hat Nordkorea Russland Truppen, Artilleriemunition und ballistische Raketen geliefert. Im Gegenzug versorgt Russland Nordkorea nach Angaben von Analysten mit Finanzhilfen, Militärtechnologie sowie Lebensmittel- und Energielieferungen.
In der russischen Region Kursk haben bereits mehr als 14.000 nordkoreanische Soldaten für Putins Armee gekämpft. Mindestens 2000 von ihnen sind nach bisherigen Erkenntnissen gefallen. (Quellen: Guardian, AFP, Truth Hounds) (nak)