Russland lässt US-Soldaten frei: Schwer kranker ehemaliger US-Soldat aus russischer Haft entlassen

Der US-Militärveteran Robert Gilman wurde nach mehr als vier Jahren aus einem russischen Gefängnis entlassen. Er soll auf dem Weg in ein texanisches Krankenhaus sein. Quell...

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Russland lässt US-Soldaten frei: Schwer kranker ehemaliger US-Soldat aus russischer Haft entlassen

Der US-Militärveteran Robert Gilman wurde nach mehr als vier Jahren aus einem russischen Gefängnis entlassen. Er soll auf dem Weg in ein texanisches Krankenhaus sein.

Quelle: DIE ZEIT, AP,

hell

Aktualisiert am 11. August 2026, 18:36 Uhr

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Robert Gilman Russland US-Militärveteran Gefängnis
Der ehemalige US-Marinesoldat Robert Gilman im April vor einem russischen Gericht © Vladimir Lavrov/​Reuters

Russland hat einen schwer kranken ehemaligen US-Soldaten nach mehr als vier Jahren Haft freigelassen. Robert Gilman sei auf dem Weg in ein US-Militärkrankenhaus im Bundesstaat Texas, teilte Eric Lebson von der Organisation Global Reach mit. Dort solle der 32-Jährige medizinisch und psychologisch untersucht und behandelt werden.

Präsident Wladimir Putin habe eine Begnadigung des gesundheitlich angeschlagenen Gilman aus humanitären Gründen unterzeichnet, sagten US-Regierungsvertreter. Gilmans Familie sei nach Texas gereist, um ihm dort beizustehen, sagte Lebson. Dazu gehöre auch Gilmans Mutter, die sich zuvor in Russland aufgehalten und versucht habe, ihn dort im Krankenhaus zu besuchen.

Gilman war seit 2022 in Russland inhaftiert. Er soll im Januar 2022 in Woronesch rund 550 Kilometer südlich von Moskau festgenommen worden sein. Zunächst war er zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden, nachdem er nach Angaben der russischen Justiz einen Polizisten geschlagen hatte.

Strafe auf zehn Jahre verlängert

Später wurde Gilman wegen weiterer Angriffe auf einen Gefängnismitarbeiter bei einer Zellenkontrolle, einen Ermittler und einen Wachmann verurteilt. Im Oktober 2024 erhielt er eine Haftstrafe von acht Jahren und einem Monat. Im vergangenen Jahr wurde die Strafe nach einer weiteren Verurteilung wegen Angriffen auf Gefängniswärter auf zehn Jahre verlängert.

Nach Angaben Lebsons war Gilman vor seiner Ausreise aus Russland 47 Tage lang kaum ansprechbar gewesen. Sein Zustand sei eine Folge der Misshandlungen gewesen, denen er im Gefängnis ausgesetzt gewesen sei. Gilman war demnach aus der Haft in ein ziviles Krankenhaus gebracht worden. Dort wurde er über eine Sonde ernährt und an ein Bett gefesselt. Seine Unterstützer hatten erklärt, er sei schwer krank und in Lebensgefahr. Gilman war einer von mindestens zehn US-Bürgern, von denen bekannt ist, dass sie in Russland inhaftiert sind.