„Ruhig mal emotionaler“: Was sich die WM-Fans vom ZDF-Endspiel-Kommentator wünschen
Mehr kann man als Fußball-Kommentator fast nicht erreichen: Am Sonntag begleitet Oliver Schmidt am ZDF-Mikro das WM-Finale Spanien gegen Argentinien. Der gebürtige Erkelenzer kommentiert seit vielen Jahren Shitstorm-frei. Nur eines vermissen manche Fans ...
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Stand: 19.07.2026, 06:00 Uhr

Mehr kann man als Fußball-Kommentator fast nicht erreichen: Am Sonntag begleitet Oliver Schmidt am ZDF-Mikro das WM-Finale Spanien gegen Argentinien. Der gebürtige Erkelenzer kommentiert seit vielen Jahren Shitstorm-frei. Nur eines vermissen manche Fans ...
In seiner Reporter-Laufbahn hat Oliver Schmidt schon einige Final-Spiele begleitet. Mehrere Endspiele der Champions League waren darunter und auch das Finale der Europameisterschaft 2021 zwischen Italien und England. Doch was auf den 1972 im westfälischen Erkelenz geborenen Sportjournalisten nun zukommt, ist unzweifelhaft sein beruflicher Höhepunkt: Der 54-Jährige kommentiert an diesem Sonntag (19.7.) das WM-Finale Spanien gegen Argentinien - live ab 21 Uhr im ZDF.
Eine Überraschung ist die Personalentscheidung des Mainzer Senders nicht. Seit sich Béla Réthy nach der Weltmeisterschaft 2022 in den Ruhestand verabschiedet hat, ist Schmidt die bekannteste und populärste Fußball-Stimme im Zweiten. Bei den Fans gilt der zweifache Familienvater als angesehen und beliebt. Hat er überhaupt schon mal einen Shitstorm nach einem Live-Einsatz am Mikro kassiert? „Wenn ich das vergleichen darf mit dem, was meine Kollegin und Freundin Claudia Neumann abkriegt, würde ich sagen: auf keinen Fall“, sagte Schmidt kürzlich im Interview mit „Radio Osnabrück“.
Oliver Schmidt ist Fan von Fortuna Düsseldorf - aus einleuchtendem Grund
In dem Gespräch bekannte der studierte Politikwissenschaftler allerdings auch, dass er von Publikumsseite gelegentlich aufgefordert würde, nicht so sparsam mit Gefühlsausbrüchen zu sein. Gerade bei Spielen der deutschen Nationalmannschaft. „Sei ruhig mal emotionaler, das ist doch unser Land“, bekomme er dann zu hören. Er jedoch beharre auf dem Prinzip der journalistischen Distanz: „Wenn etwas schlecht ist, kann ich es mir nicht schön grillen.“ Da hat der ZDF-Mann mit Blick auf die deutschen WM-Leistungen 2026 natürlich einen Punkt.
Distanz hin oder her: Einen Lieblingsclub hat auch Oliver Schmidt - und er hat ihn schon vor Jahren verraten. Er sei Fan des rheinischen Traditionsclubs Fortuna Düsseldorf, sagte er einst gegenüber der „Rheinischen Post“. Die Begründung liest sich einleuchtend: „Im Gegensatz zu den Spielen von Borussia Mönchengladbach auf dem Bökelberg gab's bei Fortuna im riesigen Rheinstadion nie Stress mit Karten.“
Oliver Schmidt spielte früher selbst aktiv Fußball. Seine ersten Berührungspunkte als Sportjournalist hatte er ab 1990 als Lokalreporter in Erkelenz. Seit nunmehr gut 30 Jahren arbeitet er fürs ZDF. Zunächst war er freier Mitarbeiter, zwischen 2010 und 2014 war er Redaktionsleiter des altehrwürdigen „aktuellen sportstudios“. Bei großen Turnieren kennt das Publikum die Stimme des in Wiesbaden lebenden Journalisten seit 2010. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)