Rot-Weiß Erfurt feiert gegen Stahnsdorf das nächste Schützenfest

Rot-Weiß Erfurt hat seinen Fans das nächste Offensivfeuerwerk beschert. Gegen Aufsteiger RSV Eintracht spielten die Thüringer mehr als eine Halbzeit lang in Überzahl und bleiben Tabellenführer.

  • 4 min read
Rot-Weiß Erfurt feiert gegen Stahnsdorf das nächste Schützenfest

Fußball | Regionalliga

Schützenfest im Steigerwald - Rot-Weiß Erfurt fertigt Aufsteiger RSV Eintracht in Überzahl ab

Stand: 11.09.2026 21:30 Uhr

Rot-Weiß Erfurt hat seinen Fans das nächste Offensivfeuerwerk beschert. Gegen Aufsteiger RSV Eintracht spielten die Thüringer mehr als eine Halbzeit lang in Überzahl und bleiben Tabellenführer.

Beim 5:0 (1:0)-Erfolg am Freitagabend vor 6.248 Zuschauern im Steigerwaldstadion erzielte Dustin Forkel nach 13 Minuten die Führung und legte in der 75. Minute das 3:0 nach. Zuvor hatte Raphael Assibey-Mensah das 2:0 erzielt (66.), der eingewechselte Mechak Quiala-Tito (80.) und Benjika Caciel (84.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. Stahnsdorf musste mehr als eine Halbzeit lang in Unterzahl agieren, nachdem Isma Baraze Adam binnen sechs Minuten Gelb-Rot (40.) gesehen hatte.

Ende

11.09.2026 19:00 Uhr

5:0(1:0)

Aufstellung

Rot-Weiß Erfurt

L. Otto - M. Awoudja, S. Ikene, N. Walther - T. Schwarz (61. S. Fehler), M. Wolf (61. M. Quiala-Tito) - R. Assibey-Mensah (76. B. Dreca), B. Caciel, L. Dehl, D. Forkel (76. Lucas Falcão), R. Hajrulla (61. B. Boboy)

RSV Eintracht 1949

F. Güldner - A. Bilbija (73. Y. Boulehris), T. Fron (3. Cauã Belizário), E. Smailović, J. Uwakhonye - D. Chornenkyi (47. K. Herrmann), J. Hasenberg, D. Kim, L. Pohlenz - I. Baraze, N. Kukanda (73. C. Güllmeister)

Weitere Daten zum Spiel

Fußball, Regionalliga Nordost (M)

Ergebnisse und Tabelle

Gerber: "Wir haben die Geduld gebraucht"

"Das war der erwartet schwere Gegner", sagte Erfurts Trainer Fabian Gerber im Anschluss. "Wir haben die Geduld gebraucht, der Platzverweis hat uns in die Karten gespielt. Insgesamt bin ich mir der Leistung sehr zufrieden."

Video: RWE-Trainer Gerber: "Die Euphorie ist in der ganzen Stadt zu spüren" (4 Min)

Dank des sechsten Saisonsieges untermauern die Thüringer unter die Tabellenspitze vor dem punktgleichen Chemnitzer FC, der im Parallelspiel mit 2:0 bei der VSG Altglienicke gewann. RWE hat aber weiterhin das bessere Torverhältnis (23:15). "Wir genießen es, an der Spitze zu stehen", erklärte Erfurts Coach weiter. "Die Euphorie ist in der ganzen Stadt zu spüren. Aber es gibt keinen Grund, jetzt bequem zu werden."

Forkel-Solo bringt Erfurt die Führung

Gerber änderte seine Startelf im Vergleich zum 1:1 gegen den BFC Preussen auf drei Positionen und beorderte unter anderem Til Linus Schwarz zurück auf die Doppelsechs. Und der ehemalige Kapitän war direkt an einer guten Aktion beteiligt, als er nach drei Minuten per Kopf clever vors Tor ablegte, seine Teamkollegen allerdings den Abschluss verpassten. Dennoch war Erfurt die spielbestimmende Mannschaft, Stahnsdorf lief zu Beginn fast nur hinterher. Vor allem über die rechte Seite machten die Gastgeber immer wieder Dampf - so auch in der 13. Minute: Forkel zündete den Turbo, ließ zunächst Aleksander Bilbija wie einen Statisten auf der Außenbahn stehen und überrumpelte anschließend auch Felix Güldner mit seinem Schuss aus spitzem Winkel zum 1:0.

Dustin Forkel jubelt über seinen Treffer für Rot-Weiß Erfurt.

Die seit fünf Spielen sieglosen Gäste kamen auch danach kaum aus der eigenen Hälfte heraus, überstanden die nächste Drangphase aber unbeschadet. Dann wurden die Brandenburger stärker und hätten um ein Haar aus dem Nichts den Ausgleich erzielt. Nach einer scharfen Hereingabe konnte Niclas Walther aber gerade noch gegen Baraze Adam klären. Letzterer sollte bis zur Pause noch zweimal im Mittelpunkt stehen, wenn auch ungewollt: Zunächst sah der RSV-Angreifer nach einem Foul an Sofiane Ikene Gelb, ehe er nur sechs Minuten später völlig unüberlegt und übermotiviert von hinten auch noch in Assibey-Mensah rauschte - Gelb-Rot nach 40 Minuten.

Erfurter Scheibenschießen in der Schlussphase

Erfurt hatte - wenig verwunderlich - jetzt alle Trümpfe in der Hand, tat sich zunächst aber schwer. Forkel traf nach Wiederanpfiff nur das Außennetz (49.), kurz darauf zielte Assibey-Mensah aus der Distanz zu ungenau (50.). Allerdings wehrten sich die Gäste auch nach Kräften und waren nun vor allem in den Zweikämpfen präsenter. Wirklich gefährlich wurde es vor dem Erfurter Tor aber nicht. Dafür schluderten die Thüringer weiter mit ihren Chancen, wie erneut durch Assibey-Mensah, der den Ball aus fünf Metern neben den linken Pfosten setzte (61.).

Video: Die Tore zwischen Rot-Weiß Erfurt und RSV Eintracht (1 Min)

Fünf Minuten später machte es Erfurts Offensivmann dann aber deutlich besser. Nach einem Konter setzte Caciel seinen Teamkollegen mit einem feinen Steckpass perfekt in Szene, den Assibey-Mensah cool ins lange Eck zum 2:0 vollendete. Damit war die Gegenwehr bei Stahnsdorf endgültig gebrochen. Forkel schnürte nach einem zu zentral parierten Ball den Doppelpack, ehe sich der eingewechselte Quiala-Tito auf engstem Raum um seinen Gegenspieler drehte und sehenswert auf 4:0 erhöhte. Den Schlusspunkt setzte Caciel mit einer abgefälschten Bogenlampe über Güldner hinweg ins Netz.

Video: RWE-Doppeltorschütze Forkel: "Habe im Pokal Selbstvertrauen getankt" (1 Min)

jsc

Fußball | Regionalliga

FC Rot-Weiß Erfurt - Aktuelle Meldungen

Rot-Weiß Erfurt hat sich nach der Rückkehr in die Regionalliga in der Spitzengruppe etabliert. Trainiert wird RWE seit 2021 von Fabian Gerber. Die Thüringer tragen ihre Heimspiele im Steigerwaldstadion aus.

Nachrichten personalisieren

MDR.de bei Google als bevorzugte Quelle wählen

Die Nachrichtenlage ist unübersichtlich und Sie wollen aktuelle Informationen aus Ihrer Region, die für Sie relevant sind? Dann legen Sie MDR.de als bevorzugte Quelle in der Google-Suche fest. So funktioniert's.