Riedemann vor Feuertaufe: Wabern erwartet Wolfhagen
Wenn der TSV Wabern den FSV Wolfhagen empfängt, dann wird Tim Riedemann an der Seitenlinie das Sagen haben. Der 27-Jährige vertritt den gesperrten Patrick Herpe – und muss Lösungen finden.
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Stand: 21.08.2026, 08:00 Uhr
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Wenn der TSV Wabern den FSV Wolfhagen empfängt, dann wird Tim Riedemann an der Seitenlinie das Sagen haben. Der 27-Jährige vertritt den gesperrten Patrick Herpe – und muss Lösungen finden.
Na, wenn das mal keine Feuertaufe ist: Erst seit ein paar Wochen ist Tim Riedemann der neue Co-Trainer beim TSV Wabern, soll Patrick Herpe – nach einer erfolgreichen Verbandsliga-Saison in der Alleinverantwortung – unterstützen. Jetzt wird aus jener Hilfstätigkeit aber mal eben eine Chefrolle – zumindest temporär. Denn nachdem Herpe beim 1:4 gegen Rengershausen einen Platzverweis gesehen hat, steht nun Riedemann allein in der Verantwortung. Angst hat der 27-Jährige davor nicht, will er doch stattdessen einen Erfolg gegen den FSV Wolfhagen feiern (So. 15 Uhr, Reiherwald).
Die Basis, um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, ist in jedem Fall gegeben. Die Kennenlernphase mit der Mannschaft ist nämlich schon vorbei. „Es waren sehr lehrreiche erste Wochen, in denen ich mich auch schon gut eingelebt habe. Dazu kam der Vorteil, dass ich mit Luca Wendel und Luci Schmeer auch schon zwei Spieler kannte“, sagt der B-Lizenzinhaber, der von Herpe „vollstes Vertrauen“ spüre. Nichtsdestotrotz wird es eine knifflige Aufgabe für Riedemann. Denn neben dem Input, den Herpe als Mannschaftsverantwortlicher liefert, fehlt der 33-Jährige eben auch als Spieler. Erst zum zweiten Mal (zuletzt beim 1:0-Auswärtssieg in Hofbieber im März) seit der Saison 2022/2023. Und das wiegt schwer für die Zuckerrübenstädter, ist er doch der unumstrittene Ankerpunkt im Offensivspiel des TSV.
Spekulationen um den Herpe-Ersatz
Wie die Lösung für die klaffende Lücke nun aussieht? „Wir haben verschiedene Ideen. Und es gibt mehrere Kandidaten für das Zentrum“, sagt Riedemann, der sich seine Herangehensweise nicht entlocken lassen möchte. Bleiben also nur Spekulationen. Andre England als gelernter Stürmer hat Wabern schon wieder gen Mengsberg verlassen. Dann vielleicht Luca Jäger, der zuletzt für die Kreisoberliga-Reserve als Torgarant (drei Treffer) in Erscheinung getreten ist? Neuzugang Moritz Matthaei, der in der A-Jugend des KSV Hessen Kassel vermehrt im Sturm gespielt hat? Oder gar ein System ohne echte Neun? Sicher ist: Gerade aus physischer Sicht geht Wabern da etwas verloren.
Riedemann war sieben Jahre im Jugendbereich tätig
Riedemann muss Lösungen finden. Gegen einen Gegner, der nach seiner Einschätzung „mit spielerischer Stärke und Physis“ auftrumpft. Und der dazu – genau wie Wabern – nach vier Spielen sechs Punkte vorzuweisen hat. In die Bredouille bringt den gebürtigen Haldorfer die Aufgabe jedoch nicht. Mit schwierigen Situationen kennt er sich nämlich aus. Beim VfL Kassel hat er zuletzt sieben Jahre lang verschiedene Jugendmannschaften trainiert – als Assistent, aber auch als Chefcoach. Musste auch dort immer wieder Widerständen trotzen.
Die Heimpartie gegen Wolfhagen ist aber zweifellos die größte Bühne, auf der sich der ehemalige Spieler des SC Edermünde beweisen darf. Ein Erfolg, der zugleich die passende Reaktion auf die beiden jüngsten Pleiten darstellen würde, wäre da sicherlich ein erfreulicher Arbeitsnachweis. Und ein gutes Omen für mindestens mal ein weiteres Spiel mit Riedemann als Chef.
(Von Dennis Pritsch)