Seltenes Wetterphänomen bestätigt: Mindestens drei Tornados tobten am Mittwochabend über Deutschland
Unwetter in Teilen Deutschlands haben am Mittwochabend starke Verwüstungen angerichtet. Wie der Deutsche Wetterdienst jetzt bestätigt, handelte es sich in mindestens drei Fällen um Tornados.
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Nach einem Tornado ragt ein Ast durch das Dach eines Schuppens
Foto:
Patrick Pleul / dpa
Bei den schweren Unwettern am Mittwochabend sind mindestens drei Tornados über verschiedene Regionen Deutschlands hinweggefegt. Das bestätigte der Deutsche Wetterdienst (DWD). Betroffen waren Höhr-Grenzhausen in Rheinland-Pfalz, der Großraum Wetzlar in Hessen sowie Fürstenwalde/Spree in Brandenburg.
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Die Wirbelstürme verursachten teils massive Schäden. Reihenweise wurden Dächer abgedeckt und zahlreiche Bäume entwurzelt. Die Bürgermeisterin des hessischen Solms, Katharina Didlapp, sagte, angesichts der Schäden sei es ein Wunder, dass niemand verletzt worden sei. Allein in Solms wurden etwa ein Dutzend Häuser beschädigt, zwei gelten als unbewohnbar. Teilweise wurden Bäume in Gärten geweht, von denen man gar nicht wisse, woher sie stammten, hieß es.
Auch in Fürstenwalde/Spree richtete der Tornado in einem Wohngebiet große Schäden an: Ein Baumstamm bohrte sich durch die Decke einer Küche, Dachziegel wirbelten durch die Luft, Bäume knickten um. Mehrere Menschen wurden verletzt, teilte der örtliche Bürgermeister mit.
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Tornados sind wirbelnde Luftsäulen mit Bodenkontakt, die relativ senkrecht in die Höhe ragen. Sie entstehen bei extremen Temperaturunterschieden, die wiederum kräftige Druckunterschiede erzeugen. In der Häufigkeit wie am Mittwochabend tritt das Wetterphänomen in Deutschland nur selten auf.
msh/dpa