Reiswaffeln im Test: Grosse Unterschiede bei Schadstoffen
Problematisch für Kleinkinder Reiswaffeln im Test: Grosse Unterschiede bei Schadstoffen Alle Produkte halten die Grenzwerte ein. Der Test zeigt aber deutlich...
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Problematisch für Kleinkinder Reiswaffeln im Test: Grosse Unterschiede bei Schadstoffen
Alle Produkte halten die Grenzwerte ein. Der Test zeigt aber deutliche Unterschiede bei den Schadstoffen Arsen und Acrylamid.
08.09.2026, 22:52
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Die einen lieben sie, für andere ist es «essbares Styropor»: Reiswaffeln gelten als leichter Snack für zwischendurch und als Basis für Fitness-Rezepte. «Kassensturz» und das Konsumentenmagazin «Saldo» liessen zehn häufig verkaufte Produkte aus Schweizer Läden im Labor auf Arsen, Acrylamid und Schimmelpilzgift testen.
So haben die Reiswaffeln abgeschnitten
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Erfreulich: Bei keinem Produkt wurden die Grenzwerte überschritten. Die Unterschiede sind aber beachtlich: Die besten Reiswaffeln enthalten zwei- bis dreimal weniger Schadstoffe als die schwächsten Produkte im Test.
Bestnoten für Bio- und Reform-Produkte
Die Bestnote 6 erhält die Marke Lima. Knapp dahinter folgen die Aldi-Eigenmarke Bio (Note 5,9), Alnatura (5,8) und die Schweizer Bio-Marke Leib und Gut (5,7).
Perfekt fällt das Resultat bei den Aflatoxinen aus – in keiner einzigen Waffel fanden sich die unerwünschten Stoffe. «Diese krebserregenden Schimmelgifte können entstehen, wenn Reis während der Lagerung oder des Transports feucht wird. Das bedeutet, dass Lagerung und Transportkette gut kontrolliert sind und sich keine Schimmelpilze gebildet haben», sagt Laborleiter Davide Staedler. Das Labor Tibio in Cheseaux-sur-Lausanne VD hat die Reiswaffeln analysiert.
Einschätzung der Europäischen Lebensmittelbehörde zu Schadstoffen
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Arsen: Die Efsa, die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit, beurteilt anorganisches Arsen als gesundheitlich bedenklich und weist darauf hin, dass eine langfristige Exposition das Risiko für verschiedene Krebsarten erhöhen kann. Sie empfiehlt, die Aufnahme so tief wie möglich zu halten.
Acrylamid: Die Efsa kommt zum Schluss, dass Acrylamid in Lebensmitteln das Krebsrisiko für Verbraucher aller Altersgruppen potenziell erhöht. Deshalb gilt in der EU das Minimierungsprinzip, und Hersteller sollen die Gehalte möglichst senken.
Aflatoxine: Die Efsa stuft Aflatoxine, eine Gruppe von Schimmelpilzgiften, als genotoxisch und krebserregend ein. Bereits geringe Mengen können langfristig das Krebsrisiko erhöhen, weshalb sehr strenge Höchstwerte gelten.
Acrylamid entsteht beim Verpuffen von Reis unter Hitze. Der Stoff gilt als wahrscheinlich krebserregend. Am höchsten war der Acrylamidgehalt bei den Reiswaffeln der Denner-Eigenmarke. Das Produkt erhält deshalb lediglich die Note 4,0. Denner begründet die Werte mit einem längeren Trocknungsprozess, der durch die dickere Form der Reiswaffeln nötig sei. Die gemessenen Werte lägen aber unter dem gesetzlichen Richtwert.
Obwohl kein akutes Gesundheitsrisiko bestehe, zeigen die grossen Unterschiede im Acrylamidgehalt für Laborleiter Davide Staedler, dass sich die Schadstoffbelastung beeinflussen lässt: «Einzelne Hersteller könnten mehr unternehmen, um diesen krebserregenden Stoff zu reduzieren.»
Kein täglicher Snack für Kleinkinder – wegen Arsen
Erfreulich sind auch die Werte des Schadstoffs Arsen, der natürlicherweise im Boden und im Grundwasser vorkommt. Reispflanzen nehmen den Stoff besonders gut auf. Den höchsten Arsengehalt im Test weist die Spar-Eigenmarke auf (Gesamtnote 4,7). Spar betont, der gemessene Wert liege deutlich unter dem gesetzlichen Höchstgehalt. Das gilt auch für alle anderen Produkte im Test.
Mit den vorliegenden Werten gebe es zwar keinen Grund zur Alarmierung, sagt Davide Staedler. Für kleine Kinder seien Reiswaffeln dennoch kein Lebensmittel für den täglichen Konsum: «Wir haben keine alarmierend hohen Arsengehalte gefunden. Aber für kleine Kinder sind sie eine relevante Menge.»
«Kassensturz» ist an Ihrer Meinung interessiert
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Sein Fazit der Analyseergebnisse fällt positiv aus: Reiswaffeln seien ein wertvolles Lebensmittel und müssten nicht vom Speiseplan verschwinden. Entscheidend sei eine abwechslungsreiche Ernährung. Oder wie Staedler es selbst hält: Seine beiden Kinder essen weiterhin Reiswaffeln, «nicht jeden Tag, aber regelmässig».
SRF 1, Kassensturz, 8.9.26, 21:10 Uhr