Volleyball: Österreich brennt auf erste EM seit 55 Jahren
Österreichs Volleyballnationalteam der Frauen ist am Mittwoch zur ersten EM-Endrunde seit 55 Jahren aufgebrochen. Weit geht es nicht, Spielort der Gruppe B von Freitag bis Mittwoch ist Brno. Die Equipe des Österreichischen Volleyballverbands (ÖVV) hatte vor einem Jahr als fünftbester Gruppenzweiter das letzte der 24 EM-Tickets ergattert. Dass man als Außenseiter antritt, ist laut ÖVV-Präsident Gernot Leitner ein Vorteil. „Sie können locker aufspielen“, sagte der 59-Jährige.
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Volleyball
Österreichs Volleyballnationalteam der Frauen ist am Mittwoch zur ersten EM-Endrunde seit 55 Jahren aufgebrochen. Weit geht es nicht, Spielort der Gruppe B von Freitag bis Mittwoch ist Brno. Die Equipe des Österreichischen Volleyballverbands (ÖVV) hatte vor einem Jahr als fünftbester Gruppenzweiter das letzte der 24 EM-Tickets ergattert. Dass man als Außenseiter antritt, ist laut ÖVV-Präsident Gernot Leitner ein Vorteil. „Sie können locker aufspielen“, sagte der 59-Jährige.
Online seit heute, 8.02 Uhr
„Für die Mädels ist es ein Meilenstein“, sagte Leitner. „Das erste Spiel werden wir wahrscheinlich verlieren, aber jeder Punkt, jeder Satz ist ein Erlebnis.“ Hinsichtlich der Auftaktpartie ist der Verbandsboss nicht Pessimist, sondern Realist. Denn der Start am Freitag (14.00 Uhr, live in ORF1) erfolgt gegen Gruppenfavoriten Serbien, Nummer eins der Europarangliste, aktueller Vizeeuropameister, dreifacher Europameister und bei den jüngsten sieben kontinentalen Titelkämpfen immer zumindest im Semifinale.
Auch das zweite Match am Samstag (19.00 Uhr, live in ORF Sport +) gegen Gruppengastgeber Tschechien wird eine Herausforderung. Nach einem Ruhetag sollten die Ukraine am Montag, Griechenland am Dienstag und Bulgarien am Mittwoch (alle 16.00 Uhr, live in ORF Sport +) etwas besser in Reichweite liegen. „Wir sind bei dieser Europameisterschaft nicht Favorit“, sagte Schwab. „Wir müssen jeden Ball mit 100 Prozent spielen, dann werden Punkte auch in unsere Richtung gehen.“ Die Top Vier der Gruppe kommen ins Achtelfinale. Schwab für sein Team: „Das wäre eine Riesensensation.“
Volleyballerinnen starten ins EM-Abenteuer
Österreichs Volleyballnationalteam der Frauen ist bereit für die Europameisterschaft in Brno. Zwar gehen die Österreichinnen als Außenseiterinnen in das Turnier, die Freude ist dennoch groß.
„Das beste Team, gegen das ich bisher antreten durfte, ist Schweden“, sagte Frankreich-Legionärin Kora Schaberl bezogen auf ihre bisher vierjährige Teamkarriere. Die Schweden sind im Europaranking Zehnte, Österreich ist 24. „Jetzt auf einmal spielen wir gegen Serbien. Die sind noch einmal ein ordentliches Stück weiter vorne. Das ist einfach eine wahnsinnige Ehre. Mal so richtig gutes Volleyball spielen zu dürfen, sich messen, wo stehe ich im Vergleich zu diesem Weltranglisten-Toplevel“, meinte die Außenangreiferin.
Vier Vorrundenspielorte
Seit 2019 werden EM-Endrunden aus kommerziellen Gründen an vier Länder vergeben. Leitner: „In der Vorrunde kann man die Hallen gut füllen.“ Fans hätten kürzere Reisewege, wie die Österreicher nach Brno. „50 bis 60 Spiele in einem Land wären hingegen schwierig zu vermarkten.“ Beim anstehenden Titelkampf wird auch noch im Göteborger Scandinavium, in der Nationalen Gymnastik-Arena von Baku und der Istanbuler Sinan-Edrem-Arena gespielt. In der Türkei bleibt man bis zum Finale, Achtel- und Viertelfinale werden auch im Brünner Exhibition Centre ausgetragen.
Volleyballerinnen vor historischem EM-Start
Nach 55 Jahren ist Österreichs Volleyballnationalteam wieder bei einer Europameisterschaft vertreten. Für die Volleyballerinnen beginnt das EM-Abenteuer am Freitag. Kapitänin Nina Nesimovic betonte die besondere Bedeutung der Qualifikation.
Für Schwab war nach eigenen Angaben recht klar, welche Spielerinnen er in den Kader nominiert. „Das sind die besten 14, die wir in Österreich haben.“ Und auch wenn er eine auf ein Gerüst von insgesamt sechs Legionärinnen gebaute Grundsechs hat, im dichten Zeitplan soll jede ihre Momente bekommen. „Wir werden alle 14 Spielerinnen brauchen, um die Kräfte zu bündeln und Punkte zu holen.“ Die Dichte der Ansetzung sei weniger ein körperliches Problem, da kein Laktat produziert werde. „Die große Herausforderung ist die kognitive Belastung.“
„Cooles Team“ mit sechs Legionärinnen
Nina Nesimovic ist eine aus der Grundsechs und Legionärin bei Stal Mielec im Volleyballland Polen. Die Mittelblockerin führt ihr Team als Kapitänin auf das Feld und ist froh, am Samstag in der Sport Arena Wien Deutschland als letzten EM-Testgegner gehabt zu haben. „Das war für uns sehr lehrreich und auch gut, da wir das erste Spiel gegen Serbien spielen.“ Vor dem Duell mit Idolen so mancher ÖVV-Athletin werde es „am Donnerstag schwierig sein einzuschlafen“. Zuspielerin Dana Schmit ist aber nicht bange: „Wir sind ein cooles Team, ich sehe viel Potenzial.“
Schmit geht ohne Resultatsziel in das Turnier: „Ich will, dass wir uns gut präsentieren, die anderen ärgern und wenn wir Chancen haben, dann diese auch nützen“, sagte die 28-Jährige. „Ich kann mir schon vorstellen, dass wir vielleicht eine kleine Überraschung sind, weil uns jeder unterschätzt. Serbien und Tschechien werden nicht unbedingt die Spiele sein, in denen uns der Überraschungssieg gelingen wird. Aber dafür in den anderen drei Spielen“, betonte die mit ÖVV-Teamspieler Paul Buchegger liierte Athletin.
ÖVV-Kader für EM 2026
Zuspiel: Dana Schmit (CDA Volley Talmassons FVG/ITA/27 Jahre), Victoria Deisl (ZOK Napredak 037/SRB/26)
Annahme/Außenangriff: Kora Schaberl (Chamalieres/FRA/27), Marie Bruckner (UVC Graz/22), Carmen Raab (Linz AG Steelvolleys/20), Lina Hinteregger (VB NÖ Sokol/Post/21), Julia Trunner (Graz/21); Mittelblock – Nina Nesimovic (Stal Mielec/POL/29), Aida Korman-Mehic (Sokol/Post/25), Jana Gärtner (Linz/21), Dagmar Hensel (TSV Hartberg/18)
Diagonalangriff: Anamarija Galic (Gruppo Formula 3 Messina/ITA/25), Diana Vavrek (Rote Raben Vilsbiburg I/II/GER/17); Libera – Eva Stabentheiner (Sokol/Post/27)
Gruppe B in Brünn
| 1. | Österreich | 0 | 0 | 0 | 0:0 | 0 |
| . | Bulgarien | 0 | 0 | 0 | 0:0 | 0 |
| . | Griechenland | 0 | 0 | 0 | 0:0 | 0 |
| . | Serbien | 0 | 0 | 0 | 0:0 | 0 |
| . | Tschechien | 0 | 0 | 0 | 0:0 | 0 |
| . | Ukraine | 0 | 0 | 0 | 0:0 | 0 |
| Spielplan | |||
| 21.08. | Österreich | Serbien | 14.00 Uhr * |
| Bulgarien | Ukraine | 17.00 Uhr | |
| Tschechien | Griechenland | 20.00 Uhr | |
| 22.08. | Ukraine | Griechenland | 16.00 Uhr |
| Tschechien | Österreich | 19.00 Uhr ** | |
| 23.08. | Griechenland | Bulgarien | 16.00 Uhr |
| Tschechien | Serbien | 19.00 Uhr | |
| 24.08. | Österreich | Ukraine | 16.00 Uhr ** |
| Serbien | Bulgarien | 19.00 Uhr | |
| 25.08. | Österreich | Griechenland | 16.00 Uhr ** |
| Tschechien | Ukraine | 19.00 Uhr | |
| 26.08. | Österreich | Bulgarien | 16.00 Uhr ** |
| Serbien | Griechenland | 19.00 Uhr | |
| 27.08. | Ukraine | Serbien | 16.00 Uhr |
| Tschechien | Bulgarien | 19.00 Uhr |