„Optimierung“ – Rot-Weiss Essen schränkt Besuchsrechte für Fans beim Training deutlich ein

KI-Stimme. InfoEine schlechte Nachricht positiv zu verkaufen, ist nicht nur in der Politik längst eine gebräuchliche Praxis. Ein Paradebeispiel dafür lieferte am Samstag Fußball-Drittligist Rot-Weiss Essen. Mit...

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„Optimierung“ – Rot-Weiss Essen schränkt Besuchsrechte für Fans beim Training deutlich ein

KI-Stimme. Info

Eine schlechte Nachricht positiv zu verkaufen, ist nicht nur in der Politik längst eine gebräuchliche Praxis. Ein Paradebeispiel dafür lieferte am Samstag Fußball-Drittligist Rot-Weiss Essen. Mit der Überschrift „Optimierung im Trainingsbetrieb: RWE erweitert Angebot für Fans“ veröffentlichte der Revierklub auf seiner Homepage einen Artikel, dessen Inhalt ganz und gar nicht zur Zeile passt.

Konkret geht es um die öffentlichen Trainingseinheiten des Drittligisten. Künftig soll es für die Fans über den Caterer David Ulrich die Möglichkeit geben, auf dem Trainingsplatz an der Hafenstraße Speisen und Getränke zu erwerben. Auch Toiletten sollen dann zur Verfügung stehen. Das ist in der Tat ein erweitertes Angebot, jedoch wird dieses nur maximal einmal pro Trainingswoche zur Verfügung stehen.

Rot-Weiss Essen schottet sich künftig ab

Auf Wunsch der sportlichen Leitung um den Vorstandsvorsitzenden Marc-Nicolai Pfeifer soll es künftig nicht mehr als eine öffentliche Trainingseinheit für Fans, Journalisten und sonstige Besucher geben. In der vergangenen Saison waren zumeist nur die letzten beiden Einheiten vor einem Pflichtspiel nicht öffentlich, um taktische Vorgaben oder mögliche Aufstellungen nicht nach außen dringen zu lassen. Zwei Tage hinter verschlossenen Türen reichen den Verantwortlichen nun aber nicht mehr aus.

Familientag beim MSV

In Sachen Trainingsbesuche ist der MSV Duisburg deutlich fanfreundlicher als Rot-Weiss Essen.© FUNKE Foto Services | Michael Dahlke

„Der Hintergrund dieser Anpassung, die auch bei anderen Vereinen so üblich ist, ist der uneingeschränkte Fokus der Mannschaft auf die neue Spielzeit 2026/27 und die bevorstehenden Aufgaben“, heißt es in der Erklärung des Klubs. In den letzten Wochen der vergangenen Saison hatte sich der Klub komplett abgeschottet und vor den letzten vier Pflichtspielen keine einzige öffentliche Trainingseinheit angeboten. Damit habe man gute Erfahrungen gemacht. „Dieses Vorgehen hat bereits im Endspurt der vergangenen Spielzeit Anwendung gefunden und trug mit dazu bei, dass RWE in die Relegation einzog.“

Schalke, VfL Bochum und der MSV Duisburg machen es anders

Die Aussage des Klubs, dass dieses Vorgehen „auch bei anderen Vereinen so üblich“ sei, trifft zumindest auf mehrere große und sogar höherklassige Vereine aus dem Ruhrgebiet nicht zu. Bundesliga-Aufsteiger FC Schalke 04 ermöglicht seinen Fans bis zu zwei öffentliche Trainingseinheiten, Anhänger des Zweitligisten VfL Bochum dürfen mindestens zweimal pro Woche kommen. Ligarivale MSV Duisburg hatte seinen Fans im Endspurt der vergangenen Saison ermöglicht, alle Einheiten der Zebras zu besuchen. An diesem Sonntag lädt der Klub in Meiderich zum Familientag ein.

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Ob es tatsächlich ein Rezept für sportlichen Erfolg ist, Fans und Journalisten komplett von Trainingseinheiten auszuschließen, werden aus RWE-Sicht die kommenden Wochen zeigen. Am Sonntag (16:30 Uhr) startet Aufstiegskandidat Rot-Weiss Essen beim 1. FC Saarbrücken in die neue Saison. Trotz der Sommerferien, die deutlich mehr Kindern und Jugendlichen den Trainingsbesuch ermöglichen, greift der Verein in der nächsten Woche zum erprobten Mittel der kompletten Abschottung. Eine öffentliche Einheit wird es somit nicht geben. „Wir bitten um Verständnis“, schreibt RWE dazu.

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