OFC: Keanu Staude scheint seine Chance zu nutzen
StartseiteSportKickers OffenbachStand: 13.07.2026, 16:25 UhrKommentareUns auf Google folgenKeanu Staude hinterlässt in der Vorbereitung bislang einen positiven Eindruck. Gegen die KSC-Reserve habe er es „gut ge...
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Stand: 13.07.2026, 16:25 Uhr
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Nachdem er eine „Ansage“ bekommen hatte, sammelt Kickers Offenbachs Offensivmann Pluspunkte. Für Stürmer Valdrin Mustafa wird es hingegen schwierig.
Offenbach – Vor ein paar Tagen haben Keanu Staude und Valdrin Mustafa in den Sozialen Netzwerken ein gemeinsames Foto gepostet – ohne Kommentar. Allerdings: Die beiden Offensivspieler des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach befinden sich in der gleichen Situation. Man hatte ihnen nach der enttäuschenden vergangenen Saison einen Vereinswechsel nahegelegt, sie aber nicht aussortiert. „Jeder, der in Topverfassung ist und auf dem Platz alles gibt, kann uns helfen“, sagte Sportdirektor Martin Pieckenhagen vor rund einem Monat und deutet damit an, dass Staude und Mustafa diese Voraussetzungen in der vergangenen Saison nicht erfüllt hätten. Zudem stellte der 54-Jährige klar: „Alle haben die Möglichkeit, sich zu zeigen. Wir werden uns das genau anschauen.“
Extrem austrainiert und spielfreudig
Vor allem Staude scheint sich die Worte zu Herzen genommen zu haben. Der gelernte Linksaußen machte beim Vorbereitungsstart des OFC einen extrem austrainierten Eindruck, zeigte sich zuletzt spielfreudig und scheint gewillt zu sein, die Kritiker Lügen zu strafen. Nach seinem vor zwei Jahren erlittenen Kreuzbandriss war Staude fast zehn Monate ausgefallen und damit deutlich länger als die Kollegen Marc Wachs (inzwischen 1senburg United) und Daniel Dejanovic. Dass er während der Reha eine Urlaubspause eingelegt hatte, war nicht gut angekommen. Als der ehemalige Zweitliga-Profi wieder spielfähig war, wurde er aufgrund der Verletztenmisere gleich recht häufig eingesetzt. Dem einstigen „Unterschiedsspieler“ fehlte jedoch die nötige Fitness und Spritzigkeit. Daher verlief die vergangene Saison auch persönlich für den 29-Jährigen unbefriedigend (24 Einsätze, drei Tore, zwei Vorlagen, eine Gelb-Rote Karte).
Das galt auch für Mustafa. Obwohl fit, stand der drittliga-erfahrene Stürmer vergangene Saison nur 13 Mal in der Startelf. Insgesamt kam er zwar auf 24 Einsätze, in denen ihm fünf Tore und drei Vorlagen gelangen. Mark Zimmermann ist jedoch bereits der dritte OFC-Trainer, unter dem es Mustafa nicht zum Stammspieler geschafft hat. Der 28-jährige Deutsch-Kosovare gilt zwar als abschluss-, aber nicht als laufstark. Daran wird sich wohl auch nichts mehr ändern. Daher sind beide Fälle anders gelagert. Dafür gibt es einige Indizien.

Während Staude weiterhin die Elf auf dem Trikot trägt, wurde Mustafas Neun an Zugang Maximilian Schmid vergeben. Im Test gegen den Karlsruher SC II (2:1) durfte der in der 22. Minute für Zugang Maximilian Wolfram eingewechselte Angreifer nur bis zur Pause ran – und trat hingegen kaum in Erscheinung. Staude wirkte hingegen nach dem Seitenwechsel 45 Minuten lang mit und sammelte in dieser Zeit einige Pluspunkte. Er behauptete im halbrechten Mittelfeld mehrfach auf engem Raum geschickt den Ball und leitete mit einem Pass in die Tiefe die Szene ein, die zum Ausgleich führte. Vor dem 2:1 setzte er nach, wurde vom Torwart im Strafraum zu Fall gebracht und verwandelte den fälligen Strafstoß souverän. Interessant: Als es im Test beim FC Germania Bieber Elfmeter gab, hatte Staude noch dem jungen Stürmer Jan Becker den Vortritt gelassen.
Zimmermann ging darauf nach der Partie nicht ein. Staude habe es „gut gemacht“, lobte der Trainer. Die zur Pause eingewechselten Stürmer, Jan Becker und Maximilian Schmid, seien „eindeutig aktiver“ gewesen – als die Akteure, die in der ersten Hälfte im Angriff zum Einsatz gekommen waren. „Sie haben mehr Alarm gemacht in Kombination mit Keanu, der im Zentrum den Ball haben will und Situationen auch mal im Eins-gegen-eins löst.“
Staude und Mustafa haben „keine Sonderrolle“, betonte Zimmermann. „Es gab eine Ansage. Aber beide haben noch einen Vertrag. Davon gibt es noch mehr, für die gilt das Gleiche. Jeder muss für sich entscheiden, was er verändert, damit wir als Mannschaft besser werden.“ Der Trainer bestätigte, dass es mit Staude und Mustafa vor und nach Saisonende ein individuelles Gespräch gegeben hatte. „Mehr nicht. Sie sind Teil des Teams und haben wie jeder andere Spieler fünf, sechs Wochen Zeit, sich anzubieten. Im weiteren Verlauf der Vorbereitung werden wir die Einsatzzeiten anders gewichten. Dann gucken ein paar Jungs in die Röhre.“ Staude hat gute Chancen, nicht dazuzugehören. Für Mustafa wird es schwieriger.
Bedarf auf der rechten Schiene
Eins, zwei Plätze sind im OFC-Kader noch offen. Bedarf besteht unter anderem auf der rechten Schiene. Dort gibt es laut Trainer Mark Zimmermann außer Rückkehrer Jan Hendrik Marx („Der ist das gewohnt“) keinen Spezialisten. Zugang Bastian Frölich und Rekonvaleszent Jayson Breitenbach könnten dort aushelfen, sind aber gelernte Außenverteidiger, die auch im Abwehrzentrum spielen können. Die Stärken von Mohamadaziz Abdelhadi liegen auch in der Defensive. Aktuell mischt daher Harris Uhumwangho (19) aus der OFC-Reserve bei den Profis mit.