Erster Saisonsieg: FC Zürich gewinnt 2:1 gegen Servette – Kollers Handschrift sichtbar
Publiziert2. August 2026, 04:53Erster FCZ-SiegOb der Schuss genau so rein sollte? «Das ist die Frage des Tages»Der FC Zürich erkämpft sich den ersten Saisonsieg mit Marcel Kollers Mischung aus Jung und Alt – un...
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Publiziert2. August 2026, 04:53
Erster FCZ-SiegOb der Schuss genau so rein sollte? «Das ist die Frage des Tages»
Der FC Zürich erkämpft sich den ersten Saisonsieg mit Marcel Kollers Mischung aus Jung und Alt – und etwas Mithilfe des Servette-Goalies.

Darum gehts
- Ob er den Freistoss genau so treten wollte? «Das ist die Frage des Tages», sagt Valon Berisha lachend.
- Der 33-jährige Mittelfeldterrier trifft zum 1:0 – Servette-Goalie Gertmonas greift komplett daneben.
- Der FCZ gewinnt gegen Servette 2:1 und feiert am 1. August seinen ersten Saisonsieg.
Ob es zum 130. Geburtstag des FC Zürich eine Torte mit 130 Kerzen drauf gab, ist nicht überliefert. Fakt sind jedoch die drei Punkte, die sich der FCZ am 1. August schenkte. Gegen Servette feierte man mit einem 2:1 den ersten Sieg in dieser Saison.
Für Captain Lindrit Kamberi ist dieser Erfolg absehbar gewesen. «Nach der guten Leistung in St. Gallen habe ich gesagt, dass wir uns irgendwann belohnen werden». Dieses «irgendwann» kam schon ein Spiel später.
Der Hitze getrotzt – Joker sticht zu
Nach einer etwas schläfrigen ersten Halbzeit schalteten beide Mannschaften einen Gang hoch – trotz hoher Temperaturen im weiten Rund des Letzigrundes. «Wir haben trotz grosser Hitze alles hineingeworfen. Dieser Sieg war für unsere Moral extrem wichtig. Wenn man drei Punkte holt, dann ist es verdient», so Kamberi selbstbewusst.
Trotz erst zwei Pflichtspielen unter Neo-Trainer Marcel Koller erkenne man seine Handschrift schon sehr gut. Die hat man schon bis zur Schlussphase in St. Gallen gesehen und nun am Samstag gleich von der ersten Minute an.
Der FCZ-Captain freue sich besonders für Mohamed Bangoura, der den zweiten Treffer schoss und erst Augenblicke zuvor eingewechselt wurde. «Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass die Einwechslungen den Unterschied machen werden, das war nun auch so.»
«Denke, wir können noch viel besser werden»
Mittelfeldterrier Valon Berisha erschien ebenfalls bestens gelaunt in der Mixed Zone nach dem Spiel. Kein Wunder, denn er erzielte das Führungstor per Freistoss. Auch wenn er dabei gütige Mithilfe von Servette-Goalie Edvinas Gertmonas erhielt, der komplett daneben griff.
Als Berisha die Frage gestellt bekam, ob er den Freistoss genau so treten wollte, musste er lachen. «Das ist die Frage des Tages, gell? Nein, ich wollte einfach eine gute Flanke schlagen – dann flog der Ball ins Tor. Darüber freue ich mich natürlich sehr. Das wichtigste heute ist aber definitiv dieser Arbeitssieg.»

Mit 33 Jahren ist der in Norwegen aufgewachsene Kosovare der zweitälteste Spieler im Kader, geht als Leader voraus und nimmt seine jungen Mitspieler an die Hand. «Ich bin schon immer gerne vorangegangen und habe Verantwortung übernommen. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg, können aber noch viel besser werden», so Berisha.
«Mit Leandro Schödler habe ich einen sehr jungen Spieler neben mir im Mittelfeld.» Der 20-Jährige bestritt gegen Servette erst sein zweites Profispiel. Ihm müsse er manchmal noch unter die Arme greifen. «Aber er arbeitet sehr gut für die Mannschaft und hat heute auch ein sehr gutes Spiel gemacht.»
Nächstes Wochenende geht es für den FCZ in die nagelneue AIL-Arena nach Lugano. Dort wartet mit dem Tabellendritten der letzten Saison die nächste harte Nuss, die man mit der «Kollerschen Mischung» aus jungen Wilden und erfahrenen Routiniers knacken will.

Nino Vinzens (nvi) arbeitet seit 2024 für 20 Minuten. Seine Expertise verteilt sich hauptsächlich auf die Sportarten Fussball, Ski Alpin und Eishockey.
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