Neuer Eisbären-Cheftrainer Dubois: "Ich mag Druck"

Die Eisbären sind der Dauer-Meister der Deutschen Eishockey-Liga. Nun hat der neue Cheftrainer Eric Dubois seine Arbeit aufgenommen. Wie er mit dem Druck umgeht und welche historische Leistung in seiner ersten Station als Cheftrainer gelingen könnte.

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Neuer Eisbären-Cheftrainer Dubois: "Ich mag Druck"

Trainingsauftakt

Neuer Eisbären-Cheftrainer Dubois: “Ich mag Druck”

Der neue Eisbären-Trainer Eric Dubois (Quelle: dpa/Elisa Schu)
Der neue Eisbären-Trainer Eric Dubois (Quelle: dpa/Elisa Schu)

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Angenehme 18 Grad sind es an diesem Freitagabend im Wellblechpalast in Alt-Hohenschönhausen. Doch es ist nicht primär die Abkühlung, die die rund 2.000 Eisbären-Fans in die Eishalle lockt, sondern vor allem ein Mann: Eric Dubois. Der Kanadier ist der neue Mann hinter der Bande der Berliner - und zu sagen, dass er in große Fußstapfe tritt, kommt wohl einer Untertreibung gleich.

Denn sein Vorgänger Serge Aubin führte das Team in den letzten sechs Jahren fünf Mal zum Titel. Doch nach der jüngsten Meisterschaft in der Deutschen Eishockey-Liga verabschiedete er sich aus der Hauptstadt, auf der Suche nach einer neuen Herausforderung in der Schweiz.

Rund 2.000 Zuschauer kommen zum öffentlichen Training der Eisbären (Quelle: dpa/Elisa Schu)
Rund 2.000 Zuschauer kommen zum öffentlichen Training der Eisbären (Quelle: dpa/Elisa Schu)

Dubois: "Ich mag Druck"

Nach dieser Bilanz ist für den 56-Jährigen Dubois der Arbeitsauftrag klar: "Die Mannschaft will jedes Jahr den Titel holen. Also versuchen wir, das in diesem Jahr wieder zu schaffen", sagte er vor dem ersten Training der neuen Saison. "Natürlich ist der Druck sehr hoch, aber ich mag Druck. Denn das bedeutet, dass man ein Team hat, mit dem man gewinnen kann."

Verteidiger Niemeläinen geht

Die Eisbären und Verteidiger Markus Niemeläinen haben sich einvernehmlich auf eine Vertragsauflösung geeiningt. Das gab der Verein am Freitag bekannt. Der Finne gewann in Berlin zwei Meisterschaften, war aufgrund mehrerer Verletzungen aber auch oft zum Zuschauen verdammt.

Alles neu auf der Torhüter-Position

Nach der dritten Meisterschaft in Folge ist der Kern der Mannschaft zusammengeblieben. Dem wohl namhaftesten Abgang von Stürmer Marcel Noebels steht die Rückkehr von Gabriel Fontaine gegenüber, der nach einem Jahr in München wieder für die Eisbären aufläuft.

Einzig im Tor stellten sich die Berliner komplett neu auf. Auf Jake Hildebrand und Jonas Stettmer folgen Jack LaFontaine und Jonas Neffin. Beide Torhüter sind auf Top-Niveau noch sehr unerfahren.

Dubois setzt auf klare Kommunikation

Die Fans sind daher zum Trainingsauftakt vorsichtig optimistisch: "Ganz oben wieder mitspielen, das wäre natürlich schön", sagt Kai, der sich das öffentliche Training anschaut. "Aber mit dem neuen Trainer und dem einen oder anderen Spieler muss man sehen, wie sich das alles zusammenfügt."

Rund drei Wochen bleiben dem neuen Trainer bis zum ersten Pflichtspiel in der Champions Hockey League, in einem Monat startet dann auch die Liga. Der Schlüssel zum Erfolg ist für ihn dabei vor allem die Kommunikation. "Ich mag Klarheit. Meine Botschaften an die Spieler sind deutlich", sagt Dubois, der sich selbst als "Players-Coach" beschreibt.

Wissmann: Historischer viertel Titel in Serie ist "extra Anreiz"

Dennoch muss sich auch der Kanadier in seiner ersten Saison als Profi-Cheftrainer erst beweisen. Zumindest die Liga kennt er bereits: In der vergangenen Saison war der 56-Jährige als Co-Trainer beim ERC Ingolstadt für die Verteidigung und die Entwicklung der deutschen Talente zuständig.

Nun hört auf dem Eis alles auf sein Kommando. Und damit könnte er den Titelverteidiger zu etwas Historischem führen. Denn vier Mal hintereinander hat noch kein Team in der DEL den Titel gewonnen. "Natürlich kann man immer sagen, dass wir Meister werden wollen. Aber es gibt einen extra Anreiz dadurch, dass es noch nie ein Team gab, das dieses Ziel erreicht hat", so Kapitän Kai Wissmann.

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