Stand: 21.08.2026, 08:00 Uhr
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Oregano, Lavendel, Brennnessel – viele Kräuter aus dem eigenen Garten sind wahre Wundermittel für Hühner. Welche zehn Pflanzen Sie unbedingt kennen sollten und wie Sie sie richtig einsetzen.
1 / 10Thymian wirkt antibakteriell und schleimlösend und ist besonders hilfreich bei Atemwegserkrankungen. Seine ätherischen Öle stärken die Schleimhäute und können Infektionen der Atemwege vorbeugen. Entweder können Sie kleine Sträußchen in den Stall hängen oder direkt verfüttern.
Auch hier gilt: Im Winter am besten getrocknet ins Futter mischen. Tipp: Thymian eignet sich ebenso wie Lavendel auch gut als Beimischung ins Staubbad – er wirkt dort als natürlicher Insektenschutz. © Franziska Gabbert/dpa-tmn
2 / 10Schafgarbe ist ein starkes Leberkraut – sie unterstützt die Entgiftung, stärkt den Verdauungstrakt und wirkt appetitanregend. Außerdem kann sie Durchfall vorbeugen und das Immunsystem allgemein kräftigen. Sie können sie direkt ins Gehege legen oder unter das Futter mischen. oder Schafgarbentee (abgekühlt) ins Trinkwasser geben, besonders nach Krankheitsphasen. © KI-generiert
3 / 10Die Ringelblume ist ein echter Geheimtipp: Ihre Farbpigmente (Carotinoide) sorgen für einen intensiv orangefarbenen Eidotter. Außerdem wirkt sie entzündungshemmend, unterstützt die Wundheilung und kann bei Magen-Darm-Infektionen mit Hefepilzen helfen. Die Blütenblätter können direkt oder getrocknet als Beimischung ins Futter gestreut werden. Tipp: Ringelblumen sind pflegeleicht und blühen den ganzen Sommer lang – ideal für das Hühnerkräuterbeet! © M. Wuchenauer/IMAGO
4 / 10Die Brennnessel ist ein echtes Superfood für Hühner: Sie ist außerordentlich reich an Eisen, Kalzium, Vitaminen (A, C, K) und Proteinen. Sie stärkt das Immunsystem, kurbelt den Stoffwechsel an und unterstützt die Blutbildung. Besonders während der Mauser – wenn Hühner viel Eiweiß für das Nachwachsen der Federn brauchen – ist die Brennnessel eine wertvolle Ergänzung. Außerdem fördert sie eine intensive Dotterfarbe. Am besten geben Sie sie getrocknet ganzjährig als Beimischung ins Futter. © KI-generiert
5 / 10Die ätherischen Öle der Pfefferminze stärken das Immunsystem und unterstützen die Gesundheit der Atemwege. Sie wirkt zudem erfrischend und kann Stress reduzieren. Einige Hühnerhalter berichten von einer positiven Wirkung auf die Federbildung. Entweder direkt ins Gehege legen – Hühner knabbern gerne daran – oder im Sommer frische Minze ins Trinkwasser geben. Das wirkt erfrischend und regt zum Trinken an. Tipp: Pfefferminze hält auch Mäuse und Ratten fern – ein nützlicher Nebeneffekt im Stall! © Wirestock/IMAGO
6 / 10Löwenzahn ist ein Vitamin-Kraftpaket: Er enthält wichtige Vitamine und Mineralien, stärkt über seine Bitterstoffe Leber und Verdauung und kräftigt den Stoffwechsel. Ein schöner Nebeneffekt: Er sorgt für eine intensive, satte Dotterfarbe! Frisch lassen sich Blätter, Blüten und Stängel direkt verfüttern – im Winter getrocknet als Beimischung ins Futter. © Harald Lange/Imago
7 / 10Kamille ist ein entzündungshemmendes Allround-Kraut. Sie hilft bei Magen-Darm-Problemen, beruhigt gereizte Schleimhäute und wirkt entspannend. Auch bei leichten Hautproblemen und Atemwegsreizungen ist sie ein bewährtes Hausmittel. Sie können abgekühlten Kamillentee ins Trinkwasser geben (ungesüßt!) oder getrocknet ins Nestmaterial mischen für eine beruhigende Wirkung. Tipp: Besonders wertvoll in stressigen Phasen wie der Mauser oder bei Neuankömmlingen im Gehege. © IMAGO / Wassilis Aswestopoulos
8 / 10Lavendel wirkt beruhigend und entspannend – ideal für gestresste Hühner in der Legezeit oder nach dem Transport. Außerdem hält er Milben, Federlinge und andere Parasiten auf natürliche Weise fern. Sie können kleine Sträußchen erhöht im Stall aufhängen (nicht direkt erreichbar, damit die Wirkung voll entfaltet wird) oder Lavendel getrocknet ins Nestmaterial einarbeiten für eine beruhigende Atmosphäre. Tipp: Lavendel im Staubbad gemischt wirkt als natürlicher Milbenschutz. © KI-generiert
9 / 10Petersilie ist ein echtes Vitamin-Wunder: Sie enthält mehr Vitamin C als Zitronen und ist gleichzeitig reich an Eisen, Kalzium und Vitamin A. Diese Nährstoffe stärken das Immunsystem und fördern die Blutbildung. Zudem regt es die Legetätigkeit und Federbildung an. Außerdem wirkt Petersilie entwässernd und reinigend – sie unterstützt die Nieren und hilft beim Entgiften des Organismus. Kleine Büschel direkt ins Gehege legen oder fein gehackt unters Futter mischen – Hühner fressen sie sehr gerne. Alternativ ist sie getrocknet als Beimischung ins Futter ganzjährig einsetzbar. Tipp: Petersilie lässt sich problemlos im Kübel oder im Kräuterbeet direkt neben dem Stall ziehen und steht so immer frisch zur Verfügung. © Svetlana Radayeva/IMAGO
10 / 10Oregano gilt als das natürliche Antibiotikum unter den Kräutern. Er wirkt antibakteriell und antiviral, stärkt das Immunsystem und fördert eine gesunde Darmflora. Es findet Anwendung bei Durchfall, Schnupfen und Problemen der Atemwege. Frisch am besten direkt ins Gehege legen oder unter das Futter mischen. Getrocknet ist es eine gelungene Beimischung ins tägliche Hühnerfutter (Legemehle, Pellets). Tipp: Oregano ist Bestandteil der klassischen italienischen Kräutermischung – zusammen mit Basilikum und Majoran ein echtes Gesundheits-Trio. © imagebroker/IMAGO Kräuter sind mehr als nur ein leckeres Extra – sie sind eine natürliche Hausapotheke für Ihre Hühner . Ob frisch aus dem Garten, getrocknet ins Futter gemischt oder als Nestdeko: Die richtigen Pflanzen können die Abwehrkräfte stärken, die Verdauung fördern und sogar die Legetätigkeit anregen. Wir zeigen Ihnen oben in der Fotostrecke die zehn besten Kräuter, die Sie einfach selbst anbauen können.
⚠️ Wichtiger Hinweis für Hühnerhalter Kräuter sind kein Ersatz für tierärztliche Behandlung , sondern eine sinnvolle, natürliche Ergänzung zur Hühnerhaltung. Setzen Sie sie als vorbeugende und unterstützende Maßnahme ein. Bei ernsteren Erkrankungen wenden Sie sich bitte immer an eine Tierarztpraxis. Achten Sie außerdem darauf, dass alle Kräuter unbehandelt und pestizidfrei sind.