NASA Swift-Rettung in Gefahr: Link-Satellit gerät ins Trudeln

Der kommerzielle Link-Satellit sollte das alternde Swift-Teleskop der NASA vor dem Verglühen retten. Jetzt rotiert das Raumfahrzeug nach einem technischen Defekt unkontrolliert im Erdorbit. Ingenieure kämpfen um den Erhalt der Mission.

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NASA Swift-Rettung in Gefahr: Link-Satellit gerät ins Trudeln

Der kommerzielle Link-Satellit sollte das alternde Swift-Teleskop der NASA vor dem Verglühen retten. Jetzt rotiert das Raumfahrzeug nach einem technischen Defekt unkontrolliert im Erdorbit. Ingenieure kämpfen um den Erhalt der Mission.

Nasa, Pegasus, Swift Observatory, NASA?s Goddard Space Flight Center

NASA Goddard Space Flight Center

Rettungsmission gerät ins Trudeln

Knapp einen Monat nach dem Start hat der kommerzielle Satellit Link von Katalyst Space schwerwiegende Orientierungsprobleme im niedrigen Erdorbit. Das Raumfahrzeug soll eigentlich das 22 Jahre alte Swift-Teleskop der NASA vor dem Verglühen in der Atmosphäre bewahren. Am Wochenende verlor der Retter-Satellit jedoch die Kontrolle über seine Fluglage und versetzte sich in eine unkontrollierte Rotation, was seither die Kommunikation mit der Bodenstation stört.

Erste Untersuchungen zeigen konkrete Ursachen für den Kontrollverlust. Zwei der drei sogenannten Reaktionsräder sind derzeit außer Betrieb. Die Bauteile steuern normalerweise durch Drehimpulse die exakte Ausrichtung eines Satelliten. Zusätzlich meldet das System einen teilweisen Funktionsverlust der Kaltgas-Triebwerke, die für feinere Kurskorrekturen zuständig sind. Die gute Nachricht: Trotz der Ausfälle generieren die Solarpaneele weiterhin ausreichend Strom, sodass die Ingenieure grundlegenden Zugriff auf das System behalten.

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Zeitdruck durch solare Aktivität

Das Swift-Teleskop benötigt dringend Hilfe, da es über keinen eigenen Antrieb verfügt. Eine hohe Sonnenaktivität dehnt die äußere Erdatmosphäre aus, was den Luftwiderstand vergrößert und den Absturz des Observatoriums beschleunigt. Wie Ars Technica berichtet, umfasst die Rettung drei komplexe Phasen. Nach der Annäherung an das rotierende Teleskop soll es mit drei Roboterarmen eingefangen werden. Abschließend ist ein Anheben der gemeinsamen Umlaufbahn durch elektrische Triebwerke geplant.

Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde zahlt rund 30 Millionen Dollar (etwa 26 Millionen Euro) für den Service des Unternehmens Katalyst Space. Ein Vorteil der Mission liegt in der aktiven Erprobung kommerzieller Satellitenreparaturen, die zukünftig Weltraumschrott reduzieren könnten. Ein Nachteil zeigt sich nun in der kurzen Entwicklungszeit von nur neun Monaten. Der straffe Zeitplan hat das Risiko für technische Defekte beim Bau deutlich erhöht.

Improvisation im Erdorbit

Um die Rotation zu stoppen, plant das Team nun einen unkonventionellen Schritt. Die mit Xenon betriebenen elektrischen Triebwerke sollen die Fluglage stabilisieren. Ursprünglich waren diese aber ausschließlich für das Anheben der Umlaufbahn konstruiert worden. Sollte das Manöver gelingen, müssen die Navigationssysteme an die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Erst danach entscheiden die Verantwortlichen, ob eine sichere Annäherung an das Swift-Observatorium weiterhin verantwortbar ist.

Glaubt ihr, dass die Ingenieure den Satelliten rechtzeitig stabilisieren können? Teilt eure Einschätzung zu kommerziellen Rettungsmissionen im All gerne in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung

  • Der Satellit Link von Katalyst Space geriet im Orbit außer Kontrolle
  • Er soll das alte NASA-Weltraumteleskop Swift vor dem Absturz retten
  • Zwei der drei Reaktionsräder zur präzisen Orientierung fielen aus
  • Die erhöhte Sonnenaktivität beschleunigt den Absturz des Teleskops
  • Die NASA zahlt rund 30 Millionen Dollar für diese Rettungsmission
  • Nun sollen elektrische Xenon-Triebwerke die Rotation des Retters stoppen

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