Nach 321 Tagen Winterschlaf: Nasa-Sonde meldet sich aus 10 Milliarden Kilometern zurück
New Horizons ist in gutem Zustand aus dem „Winterschlaf“ erwacht. Die Nasa verwendete diese tierische Metapher in einem Artikel auf ihrer Webseite, die ein Update über ihre Raumsonde liefert.Anzeige Laut dem Be...
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New Horizons ist in gutem Zustand aus dem „Winterschlaf“ erwacht. Die Nasa verwendete diese tierische Metapher in einem Artikel auf ihrer Webseite, die ein Update über ihre Raumsonde liefert.
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Laut dem Beitrag meldete sich New Horizons aus einer Entfernung von fast 10 Milliarden Kilometern von der Erde entfernt. Um genau zu sein, waren es laut der US-Weltraumbehörde 9,5 Milliarden Kilometer. Das Signal, dass New Horizons wiedererwacht ist, brauchte fast neun Stunden, um zur Basis im Johns Hopkins Applied Physics Laboratory im US-Bundesstaat Maryland zu gelangen.
Darum versetzt die Nasa New Horizons in eine Art Winterschlaf
New Horizons befand sich 321 Tage in dem Ruhezustand. Die Nasa versetzt die Raumsonde, die vor zwanzig Jahren Richtung Pluto gestartet ist, immer wieder in eine Art Stand-by-Modus. um Ressourcen zu sparen.
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Während dieser Zeit schickt die Bodenstation keine Befehle an die Sonde. Das Team fragt dann auch keine Daten ab, die diese gesammelt hat.
Das leistet New Horizons im Stand-by-Modus
Ganz nutzlos ist die New Horizons in der Ruhephase aber nicht. Die Sonde sammelt und speichert dennoch weiter Daten. Sie nimmt etwa durch ihre heliosphärischen Plasmasensoren oder durch ihren Weltraumstaubdetektor Informationen auf. Die können später, wenn die Sonde
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Während des passiven Zustands herrschte aber nicht Funkstille zwischen Erde und Sonde. Wöchentlich schickt New Horizons Statusmeldungen an die Erde. Die waren in dem knappen Jahr des letzten Winterschlafs laut Nasa stets positiv.
Das steht für New Horizons jetzt an
Nachdem New Horizons erwacht ist, wird die Bodenstation nun zunächst prüfen, ob es der Sonde wirklich gut geht. Dann analysiert das Team die im Ruhezustand gesammelten Daten.
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In drei Wochen soll laut Nasa ein an Bord befindlicher UV-Spektrograf die Verteilung von Wasserstoff in der äußeren Heliosphäre unseres Sonnensystems untersuchen. Auch die anderen Instrumente der Sonde, der Weltraumstaubdetektor, ein Gerät zur Messung der Sonnenwinde in Richtung Pluto und ein Spektrometer, dass Ionen und Elektronen misst, die der Atmosphäre des Pluto entweichen.
Im Jahr 2027 soll New Horizons die sogenannte Randstoßwelle unseres Sonnensystems durchqueren. In diesem Areal, eine der Begrenzungen der Heliosphäre, fällt der Sonnenwind unter Schallgeschwindigkeit. Langfristig soll New Horizons den interstellaren Raum erreichen, das sternenfernste Gebiet innerhalb einer Galaxie.
Das erforschte New Horizons seit 2006
Seit Januar 2006 ist New Horizons bereits im Weltraum unterwegs, ob aktiv oder Stand-by. Seine primäre Mission war, den Pluto zu erforschen. Der war damals der einzige Planet unseres Sonnensystems, der noch nicht von einer Sonde aus der Nähe beobachtet wurde. Zum Zeitpunkt des Starts galt Pluto nämlich noch als solcher, erst im Sommer 2006 wurde er zum Zwergplaneten herabgestuft.
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Nachdem New Horizons im Jahr 2015 den Pluto erreicht und analysiert hatte, startete ein Jahr später ihre Sekundärmission. Das Ziel war der Asteroid Arrokuth im Kuipergürtel. Bei diesem handelt es sich um das erdfernste Objekt, das je von einer Sonde aus der Nähe untersucht wurde.
Dieser Artikel wurde ursprünglich am 09.07.2026 veröffentlicht, interessiert jedoch immer noch sehr viele unserer Leser:innen. Deshalb haben wir ihn aktualisiert und hier nochmals zur Verfügung gestellt.
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