Nahost-Krieg aktuell: USA blockieren laut Iran Lebensmitteltransporte

Newsblog zum Krieg in Nahost Iran: USA blockieren LebensmittelAktualisiert am 09.08.2026 - 02:33 UhrLesedauer: 12 Min.JD Vance will die Öl- und Gasversorgung wieder herstellen. Der Iran wirft den USA vor, Leben...

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Nahost-Krieg aktuell: USA blockieren laut Iran Lebensmitteltransporte

Newsblog zum Krieg in Nahost

Iran: USA blockieren Lebensmittel


Aktualisiert am 09.08.2026 - 02:33 UhrLesedauer: 12 Min.

JD Vance will die Öl- und Gasversorgung wieder herstellen. Der Iran wirft den USA vor, Lebensmitteltransporte zu blockieren. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Sonntag, 8. August

Iran: USA blockieren Lebensmittel

Die Preise für Lebensmittel und andere Güter des täglichen Bedarfs sind im Iran seit Beginn des Konflikts im Februar rasant gestiegen. Dies sagt der iranische Präsident Massud Peseschkian auf einer Pressekonferenz. Er machte die USA für Schwierigkeiten beim Import von Grundgütern verantwortlich.

Ausnahmen von der US-Blockade für humanitäre Hilfe erwähnte er nicht. Das US-Zentralkommando hatte kurz zuvor mitgeteilt, seit Beginn der aktuellen Blockade hätten die US-Streitkräfte mehr als 30 Schiffe mit Hilfsgütern für den Iran passieren lassen. 53 Schiffe seien abgewiesen, zwei außer Gefecht gesetzt und zwei weitere geentert worden.

Samstag, 8. August

US-Ziel im Iran-Krieg: JD Vance nennt wichtigsten Punkt

Ziel der USA ist es laut Vizepräsident JD Vance, beim Öl- und Gastransport durch die Straße von Hormus wieder das Niveau vor dem Iran-Krieg herzustellen. Das sagte der Republikaner dem US-Sender Fox News auf die Frage, was bei einem hypothetischen Abkommen ein akzeptabler Status quo für die Meerenge wäre. Vance gab an, dass die Iraner das zugesagt hätten und auch die Golfstaaten das wollten. Gleichzeitig sagte er auch, dass die USA darauf nicht vertrauten.

In den vergangenen Wochen hätten die Iraner und die Golfstaaten, vor allem der Oman, darüber gesprochen, wie man einen sicheren Schiffsverkehr gewährleisten könne. Das Problem ist laut Vance vor allem, dass die Teheran zu Beginn des iran-Kriegs eine große Anzahl an Minen verlegt hätten. Aktuell arbeite man daher daran, wie man einen Mechanismus für eine sichere Schifffahrt dort einrichten könne. Vance zufolge schließt das sowohl eine Minenräumung als auch Zusagen des Irans ein, keine Handelsschiffe anzugreifen.

Vor dem Ende Februar von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen den Iran verlief die Schifffahrt in der Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman weitestgehend ungestört. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wurde durch die Straße von Hormus transportiert, die auch etwa für den Transport von Flüssiggas und Dünger zentral ist. In den USA erhöhen insbesondere die gestiegenen Benzinpreise den Druck auf US-Präsident Donald Trump und sein Team, eine schnelle Lösung für ein Kriegsende zu finden – auch mit Blick auf die Midterms 2026.

Oman bezeichnet Hormus-Gespräche mit Iran als "positiv"

Oman hat die Gespräche mit dem Iran über die Schifffahrt in der Straße von Hormus als "positiv und konstruktiv" bezeichnet. Zeitgleich warnte der Golfstaat aber vor weiteren Angriffen auf Schiffe im aktuellen Iran-Krieg.

Das Außenministerium in Maskat verurteilte am Samstag die "wiederholten Angriffe" auf Schiffe in der Meerenge, ohne den Iran ausdrücklich zu nennen. Die Warnung erfolgte vor dem Hintergrund einer Serie von Angriffen, für die unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate den Iran verantwortlich machen.

Ölkonzern meldet Angriff auf Schiff in Straße von Hormus

In der strategisch wichtigen Straße von Hormus ist am Samstag ein Schiff der staatlichen Ölgesellschaft von Abu Dhabi (ADNOC) mit einer Rakete angegriffen worden. Verletzt wurde dabei niemand, wie das Unternehmen über die staatliche Nachrichtenagentur WAM mitteilte. Zu dem angegriffenen Schiff, seiner Ladung, dem Ausmaß des Schadens oder zur Verantwortung für den Angriff wurden zunächst keine Angaben gemacht. Die Lage sei aber unter Kontrolle, hieß es.

Der Angriff erfolgte, während der Iran die Wiedereröffnung der Seestraße von der Erfüllung eigener Bedingungen abhängig macht. Die Revolutionsgarden erklärten, eine Freigabe der Meerenge hänge von der Zustimmung der USA zu iranischen Forderungen ab. "Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus unterliegt den spezifischen Mechanismen und Bedingungen der Islamischen Republik Iran", zitierte die Nachrichtenagentur Tasnim den Sprecher der Garden, Hussein Mohebbi. "Sie steht nicht im Zusammenhang mit den Verhandlungen zwischen dem Iran und Oman."

Die iranische Erklärung ist eine Reaktion auf Äußerungen eines US-Regierungsvertreters vom Freitag. Dieser hatte von Fortschritten bei Gesprächen zwischen dem Iran und Oman berichtet, die bald zu einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus führen könnten. Die für den Ölhandel wichtige Seestraße ist seit fünf Monaten durch den Konflikt zwischen den USA und dem Iran für die internationale Schifffahrt nur eingeschränkt passierbar.

Iranischer Präsident äußert sich zu interner Kritik

Der iranische Präsident Massud Peseschkian verteidigt trotz des Widerstands von Hardlinern Verhandlungen mit den USA. "Wenn wir unsere Rechte im Dialog durchsetzen können, warum sollten wir das dann nicht tun?", sagt er in einem am Freitag im Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. Die meisten ranghohen Kommandeure befürworteten Gespräche über ein Abkommen, das die Kämpfe beenden solle, sagt Peseschkian weiter.

Dabei verweist er auf das Verhältnis zwischen Washington und Peking: "Der größte Feind Amerikas ist China. Warum bekämpfen die beiden einander nicht?" China gehe seinen eigenen Weg und werde immer stärker. Analysten zufolge könnten Anzeichen für Spannungen zwischen Peseschkian und anderen Akteuren im Machtapparat – etwa dem obersten geistlichen Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei und den Revolutionsgarden – die diplomatischen Bemühungen erschweren.

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Freitag, 7. August

Huthis starten weitere Angriffe im Jemen

Die Huthi-Miliz hat nach Angaben regierungsnaher Medien erneut Ziele in der jemenitischen Provinz Marib mit Raketen und Drohnen angegriffen. Anwohner berichteten der Deutschen Presse-Agentur, sie hätten am Morgen mehrere Explosionen am Stadtrand von Marib gehört. Über einem Militärlager der international anerkannten jemenitischen Regierung seien Rauchwolken aufgestiegen.