Badegäste staunen: Italiens Löschflugzeuge kreisen über Kärntner See – und zapfen ihn ab
StartseiteWeltNächste Italien-Region von Waldbränden betroffen: Flugzeuge holen Löschwasser im NachbarlandStand: 10.08.2026, 20:10 UhrKommentareUns auf Google folgenItaliens Waldbrände weiten sich aus. In Friau...
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Nächste Italien-Region von Waldbränden betroffen: Flugzeuge holen Löschwasser im Nachbarland
Stand: 10.08.2026, 20:10 Uhr
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Italiens Waldbrände weiten sich aus. In Friaul-Julisch Venetien kämpfen Einsatzkräfte an mehreren Fronten – und holen Löschwasser sogar aus Österreich.
Udine – Italien kommt nicht zur Ruhe: Erst am Wochenende wütete am Gardasee ein großer Brand. Nun hat ein Feuer die Region Friaul-Julisch Venetien erfasst. Badegästen am österreichischen Weißensee ergab sich dadurch ein ungewöhnliches Bild: Zur Brandbekämpfung haben Löschflugzeuge des Typs Canadair am Montag (10. August) Löschwasser aus dem See in Kärnten aufgenommen. Die Gemeinde sperrte dafür ab 13 Uhr einen Korridor auf dem See, wie aus einem Facebook-Post hervorgeht.

In der Provinz Udine kämpfen Einsatzkräfte an mehreren Fronten gleichzeitig. Der schwierigste Brandherd befindet sich am Monte Palavierte in der Fraktion Illegio bei Tolmezzo, berichtet udinetoday.it. Die Flammen seien dort „stark reduziert, aber nicht gelöscht“, teilte der italienische Zivilschutz mit. Vier Abwürfe eines Canadair-Löschflugzeugs sowie ein Regionalhubschrauber kamen dort zum Einsatz. Zusätzlich sind das regionale Forstkorps und der Gemeindezivilschutz vor Ort.
Löschwasser für Italien aus dem Weißensee – Gemeinde gibt Mitteilung heraus
Um Löschwasser aus dem Weißensee zu bekommen, hat der italienische Zivilschutz einen Antrag an die Kärntner Landesregierung stellen müssen. Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) erklärte dazu laut Kurier: „Wir haben mit unserem Nachbarn Italien eine entsprechende Kooperationsvereinbarung.“ Canadair-Löschflugzeuge hätten schon zuvor bei Waldbrandeinsätzen in den Alpen sowie bei einer gemeinsamen Katastrophenschutzübung Wasser am Weißensee aufgenommen.
Die Gemeinde Weißensee reagierte mit einer amtlichen Mitteilung. Ab 13 Uhr wurde ein Korridor in der Seemitte zwischen Mühlzipf und Paterzipf gesperrt. Die Sperrzone ist durch Bojen markiert und wird von Einsatzbooten gesichert. Schwimmer, Boote und SUPs müssen den Korridor ausnahmslos meiden. Auf Facebook stieß die Mitteilung der Gemeinde auf Begeisterung: „Super, so geht Nachbarschaftshilfe“, kommentierte ein Nutzer. Eine andere dankte den Einsatzkräften für ihre Arbeit.
Waldbrände verwüsten Italien – Glutnester erschweren die Lage
Am Monte Amariana bei Amaro laufen die Löscharbeiten ebenfalls. Das Forstkorps warnt dort vor möglichem Wiederaufflammen durch Wind. Der dort eingesetzte Canadair wurde im Laufe des Tages nach Tolmezzo umgeleitet. Gelöscht wurde der Brand bei Forcella Agar da Lis Tais in der Gemeinde Chiusaforte. Vier weitere Brände – am Monte Nero bei Tarvisio, am Monte Festa bei Cavazzo Carnico, am Monte Palar bei Trasaghis und am Monte Alz bei Verzegnis – werden aktuell weiter beobachtet.
Auch in der Provinz Pordenone sind mehrere Fronten aktiv. Am Karst zwischen Monfalcone und San Giovanni di Duino dauern die Löscharbeiten nach Angaben des Kuriers seit Samstagnachmittag (8. August) an. Drohnen der regionalen Feuerwehreinheit überflogen das Gebiet und kartierten Glutnester. Diese sollen gezielt mit Hubschraubern bekämpft werden. In der Nacht auf Montag mussten Einsatzkräfte dort zudem einen mutmaßlichen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entfernen lassen.
Der Voralarmzustand für die gesamte Region Friaul-Julisch Venetien in Italien gilt bereits seit dem 13. Juli. Er wurde per Dekret des zuständigen Zivilschutzassessors ausgerufen. Die Wetterprognosen bieten wenig Hoffnung auf Besserung. In den Bergen sind zwar vereinzelte Gewitter möglich, in der Ebene und an der Küste bleibt es jedoch heiß und sonnig. Winde könnten die Löscharbeiten in den Berglagen weiter erschweren. Generell ist die Waldbrandlage in Europa aufgrund der anhaltenden Dürre angespannt. Auch in Griechenland ist die Gefahr noch lange nicht gebannt. (Quellen: Facebook, udinetoday.it, Kurier) (cln)