Conference-League-Qualifikation: Nach frühem Schock - Doppelter Ginter schießt Freiburg zum Sieg in Motherwell

Conference-League-Qualifikation Nach frühem Schock - Doppelter Ginter schießt Freiburg zum Sieg in Motherwell Stand: 20.08.2026 • 22:27 Uhr ...

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Conference-League-Qualifikation: Nach frühem Schock - Doppelter Ginter schießt Freiburg zum Sieg in Motherwell
Motherwell FC gegen SC Freiburg

Conference-League-Qualifikation Nach frühem Schock - Doppelter Ginter schießt Freiburg zum Sieg in Motherwell

Stand: 20.08.2026 • 22:27 Uhr

Der Bundesligist wird zu Beginn der Partie beim Motherwell FC kalt erwischt. Dann setzt sich aber die Qualität der Mannschaft von Trainer Julian Schuster durch.

Von Michi Glang

Der SC Freiburg hat das Hinspiel in der Qualifikation zur Conference League beim Motherwell FC mit 3:1 (1:1) gewonnen und sich damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel erarbeitet. Regan Charles-Cook brachte die Gastgeber schon in der 2. Minute in Führung, Matthias Ginter glich nach einer knappen halben Stunde aus (28.) und drehte das Spiel im zweiten Durchgang per Elfmeter (65.). In der Nachspielzeit markierte Keisuke Goto den Schlusspunkt (90.+5).

Der Sport-Club startete im Fir Park mit den Neuzugängen Mio Backhaus und Yannik Engelhardt in der Anfangsformation. Kapitän Christian Günter und Vincenzo Grifo, der am Tag zuvor seinen Vertrag verlängert hatte, saßen zunächst auf der Bank. Das Spiel begann dann mit einem Schock für den Bundesligisten. Bereits nach gut 60 Sekunden musste Keeper Backhaus hinter sich greifen. Die Freiburger verteidigten einen Angriff über die rechte Seite nicht konsequent genug, im Zentrum war Charles-Cook vor Max Rosenfelder zur Stelle und traf zur Führung.

Freiburg übernahm im Anschluss die Initiative, ohne zu großen Chancen zu kommen. Die beste Möglichkeit hatte Ginter in der zehnten Minute bei seinem Schuss aus der Drehung hart bedrängt wurde und an Keeper Alex Paulsen scheiterte. Nach einer Viertelstunde kam Igor Matanovic aus 18 Metern zum Abschluss, bekam aber nicht genug Druck hinter den Ball.

SC Freiburg mit viel Kontrolle, aber zu wenig Gefahr

Richtig zwingend war das alles nicht. Auch, weil die Gastgeber mit viel Einsatz verteidigten, wenn sich die Freiburger mal bis in die Spitze kombiniert oder von der Außenbahn geflankt hatten. In der 21. Minute wurde Yuito Suzuki 20 Metern vor dem Tor von den Beinen geholt, den folgenden Freistoß setzte Derry Scherhant knapp am linken Winkel vorbei.

Fünf Minuten später wurde Suzuki am Strafraum freigespielt, seinen zu zentralen Abschluss konnte Paulsen per Faustabwehr klären. In der 28. Minute war der Keeper dann aber machtlos: Scherhant brachte einen Freistoß von der linken Seite ins Zentrum, wo sich Ginter stark durchsetzte und den Ball mit dem Kopf im langen Eck unterbrachte. Der Treffer wurde fast fünf Minuten vom VAR überprüft, gecheckt wurde ein vermeintlich regelwidriger Einsatz Ginters - doch der Treffer zählte.

In der 36. Minute hatte Igor Matanovic die Führung auf dem Fuß, doch Paulsen parierte den wuchtigen Abschluss des kroatischen Angreifers aufs lange Ecke. Kurz darauf fand auch der ausgerückte Rechtsverteidiger Philipp Treu seinen Meister im Keeper der Schotten. Von Motherwell kam bis zur Pause offensiv praktisch nichts mehr. Das Remis nach 45 Minuten war durchaus schmeichelhaft für die Gastgeber.

Ginter bleibt vom Punkt eiskalt

Nach der Pause war das Spiel zunächst offener, weil sich der Tabellendritte der schottischen Liga etwas mehr in die Offensive traute - ohne große Gefahr zu erzeugen. Die aktivere Mannschaft war weiterhin der Sport-Club. Allerdings tat sich die Schuster-Elf schwer, den Druck der ersten Halbzeit aufzubauen.

Als das Spiel gerade etwas dahin plätscherte, bediente Suzuki Engelhardt mit einem tollen Steckpass. Der Mittelfeldspieler wurde kurz vor dem Abschluss von Martin Moorman an der Schulter gezogen - Elfmeter für den Sport-Club und die Gelbe Karte für Moorman. Wieder meldete sich der VAR und schickte Schiedsrichter Radu Marian Petrescu an den Bildschirm. Nach Ansicht der Bilder sah Moorman nachträglich die Rote Karte. Ginter übernahm die Verantwortung beim Strafstoß und schob ganz cool ein. Für den Innenverteidiger war es der erste Doppelpack seiner Profi-Karriere.

In Überzahl dominierten die Freiburger die Begegnung. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff setzte sich Scherhant auf der linken Seite durch und zwang Paulsen mit seinem strammen Schuss zu einer Flugeinlage. Die Gastgeber stemmten sich gegen die drohende Niederlage und wurden offensiver, der Sport-Club zeigte sich jedoch in der Defensive aufmerksam. Eine Co-Produktion der Joker sorgte dann für den Schlusspunkt: Neuzugang Goto köpfte einen Eckball von Vincenzo Grifo mustergültig ein.

Vier Pflichtspiele in elf Tagen für den SC Freiburg

Nach dem Auftritt in Schottland geht es für den Sport-Club zurück nach Deutschland, wo am Sonntagabend (18 Uhr) die erste Runde im DFB-Pokal bei Zweitliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf ansteht. Nach dem Rückspiel gegen Motherwell am kommenden Donnerstag (18:45 Uhr) empfangen die Freiburger drei Tage später am ersten Bundesliga-Spieltag Werder Bremen.